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ü 50
cefa
Seit 1119 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 23.03.2017 - 09:31
Beitrag vom: 01.03.2017 14:42:54
 
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Danke sehr, liebe Teddie !!!!!

Unglaublich - 3 Jahre und ich bin so froh darüber !!!! 

Newa2007
Seit 1050 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 06.03.2017 - 05:53
Beitrag vom: 01.03.2017 16:17:47
 
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Hallo cefa,

auch von mir ganz herzliche Glückwünsche zu drei Jahren NMR. Gönn dir was Schönes, du hast es dir verdient.

placeholder
Seit 851 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 24.03.2017 - 15:45
Beitrag vom: 01.03.2017 22:08:35
 
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Hallo  Cefa 

3 Jahre , herzlichen Glückwunsch, du hast es dir verdient. Einfach toll, da habe ich noch ein bisschen hin.

Gruß Jürgen 

cefa
Seit 1119 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 23.03.2017 - 09:31
Beitrag vom: 01.03.2017 22:28:50
 
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Danke sehr, Newa und Jürgen !winken_mit_hut

Na - ich weiß, das ihr mir einfach folgt und dann feiern wir auch eure 3-Jährigen ! laughing

kleinstein
Seit 1057 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 20.03.2017 - 05:08
Beitrag vom: 02.03.2017 05:17:57
 
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Cefa auch ich gratuliere dir

zu deinem Dreijährigen Jubiläum, die Gedanken ans Rauchen rücken immer mehr in den Hintergrund, die Gesundheit dankt es einem.

Es ist schön dass du noch dabei bist, aber wir alten User müssen doch den Faden am Leben erhalten um den Beweis zu bringen dass man es schaffen kann. Ich meine auch belohne dich mit etwas schönen den du hast es verdient.  laughing wink

Viele Grüsse kleinstein

TantePrusseliese
Seit 336 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 24.03.2017 - 08:05
Beitrag vom: 02.03.2017 11:57:39
 
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bearbeitet von: TantePrusseliese · 02.03.2017 - 12:49:12

Die Einträge von euch alten Hasen finde ich total ermutigend. So ganz am Anfang stehe ich ja auch nicht mit meiner NMR-Karriere und ich kann mich euch nur anschließen. Es wird immer leichter. Und die Freude der Sucht entkommen zu sein, wird immer größer wird.

LG Maja blume2

cefa
Seit 1119 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 23.03.2017 - 09:31
Beitrag vom: 02.03.2017 11:57:43
 
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Vielen Dank auch dir, Kleinstein !

Das sehe ich auch so - vor 3 Jahren hat es mir unendlich gut getan, wenn ich die 'alten Hasen' gelesen habe und gelesen habe, dass es geht. Es wäre schön, wenn ich/wir jetzt auch etwas anderen, die am Anfang stehen, mitgeben kann/können.

Viele Grüße an alle alten Hasen und Neueinsteiger, cefa

 

placeholder
Seit 3004 Tagen rauchfrei
online
Beitrag vom: 03.03.2017 21:43:16
 
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Vielen Dank auch dir, Kleinstein !

Das sehe ich auch so - vor 3 Jahren hat es mir unendlich gut getan, wenn ich die 'alten Hasen' gelesen habe und gelesen habe, dass es geht. Es wäre schön, wenn ich/wir jetzt auch etwas anderen, die am Anfang stehen, mitgeben kann/können.

Viele Grüße an alle alten Hasen und Neueinsteiger, cefa

 

Alte Hasen??

Ach, dafür interessiert sich noch jemand?.

Ich wurde hier mal recht übel angegangen, was ich hier den noch zu suchen hätte, da schon länger rauchfrei. Nach über einenm Jahr hätte man hier nix mehr verloren, solle verschwinden.

Die Person war recht aktiv hier. Auch noch , nachdem sie selbst bereits weit über ein Jahr rauchfrei war.  Inzw. wohl weniger aktiv , od. gar nicht mehr.

Auf alle Fälle hielt es mich doch, ab mich einzubringen, könnt aber evt. doch auch so manches beitragen, was hilft.

Auf alle Fälle nur nie aufgeben, einmal klappt es mit nichtmehrrauchen und,  es lohnt...............!!!

placeholder
Seit 851 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 24.03.2017 - 15:45
Beitrag vom: 04.03.2017 15:54:52
 
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@frieder:

also mich hatte es immer interessiert. Ich hab den K.C. und auch den Roland Muse komplett durchgelesen. Für mich war das eine sehr interessant das andere eher abschreckend lehrsam. Beides hat geholfen. Natürlich auch die vielen die hier in irgendeiner Art und Weise unterstützt und geholfen haben.

Wenn dich mal jemand angegangen ist hat er das vielleicht gar nicht so gemeint oder könnte es sein das du denjenigen, vielleicht unabsichtlich, provoziert hast?

Na wie dem auch sei - in einem Forum darf man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen.

Schönen Gruß aus Franken  - Jürgen 

placeholder
Seit 851 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 24.03.2017 - 15:45
Beitrag vom: 05.03.2017 10:27:11
 
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Heute gibt es gleich zwei große Jubiläen zu feiern:

 

cimoneS - herzlichen Glückwunsch zu 1000 - EINTAUSEND - Tagen ohne Qualm.

Wie fühlt sich die erste vierstellige Zahl an - wahrscheinlich Großartig  respect

cefa - herzlichen Glückwunsch zu 1100 - EINTAUSENDEINHUNDERT - NR Tagen

Das muss ein tolles Gefühl sein - die erste vierstellige Schnappszahl ist in Sicht wiegeil

Schöne Grüße aus dem Frankenland - Jürgen

 

placeholder
Seit 1019 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 05.03.2017 - 16:35
Beitrag vom: 05.03.2017 16:35:40
 
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Hallo Zusammen 

Melde mich grün mit einer tausend. Manchmal ist es als hätte ich gestern aufgehört manchmal weiss ich gar nicht mehr wie es war. 

Ich danke dir Jürgen für dein Glückwunsch und gratuliere allen für Ihr NMR.  

Liebe Grüße 

Teddie
Seit 642 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 21.03.2017 - 22:23
Beitrag vom: 05.03.2017 22:35:02
 
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Hallo Ü 50's,

CimoneS, auch von mir herzlichen Glückwunsch zur ersten vierstelligen Zahl - Eintausend NMR-Tage, wie toll! Und auch an Cefa meine Gratulation zu Eintausend und Einhundert Tagen im "neuen Leben"; ich wünschte, ich wäre auch schon so weit!

Liebe Grüße aus S-H

Teddie blume2

Newa2007
Seit 1050 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 06.03.2017 - 05:53
Beitrag vom: 06.03.2017 05:51:17
 
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Hallo Ü50's,

wünsche einen schönen guten Morgen und gratuliere cimone und cefa ganz herzlich zu den 4stelligen Jubelzahlen. Das ist doch ein tolles Gefühl, oder?

Es gibt zwar auch bei mir immer wieder diese Gedanken, wie schön es doch wäre...., aber mittlerweile verfliegen sie auch schnell wieder. Also so ganz durch bin ich mit dem Thema noch nicht, vor allem in emotionalen Stresssituationen und davon gibt es zur Zeit wieder reichlich und zwar negative. Aber da muss ich durch, mit **** würde sich da nichts ändern, also lasse ich es.

Ich habe irgendwo gelesen, dass man so viele NMR-Monate sammeln muss wie man an Jahren geraucht hat, bevor man das Thema abhaken kann. Da habe ich dann noch etwas vor mir :-))

Ich wünsche euch einen schönen Tag. Hier regnet es leider

Newa

cefa
Seit 1119 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 23.03.2017 - 09:31
Beitrag vom: 13.03.2017 11:09:02
 
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Hallo Ü50'er

und lieben Dank für die Glückwünsche ! Ich war gerade in Urlaub und war in  einem Hotel, in dem es Raucher nicht einfach haben: Es gibt einen Raucherraum aber sonst ist Rauchen überall verboten - sogar vor dem Eingang. Ich hatte ein Zimmer ohne Balkon (und ich weiß auch gar nicht, ob man auf den Balkonen rauchen dürfte) und ich hätte früher dort GELITTEN' ! Wo und wann und wie kommt man an die Zigarette gleich nach dem Aufstehen ? Und die letzte vor dem Licht ausmachen ?

 

Ich bin so froh, dass das alles kein Thema mehr ist.

Liebe Grüße, cefa 

placeholder
Seit 6 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 18.03.2017 - 22:08
Beitrag vom: 18.03.2017 22:08:29
 
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HUHU cefa, gratuliere noch nachträglich. Das habe ich auch gerade hinter mit und dachte jetzt oder nie.

Das mit dem Hotel kenne ich, immer mit Balkon / Terasse ( was extra kostet ) wenn kein Balkon und evtl. noch im 6 Stock. Ich hoffe das ich das jetzt nicht mehr brauche

Mac-2
Seit 1283 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 19.03.2017 - 09:44
Beitrag vom: 19.03.2017 09:07:04
 
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Hallo an euch allen hier im Ü50`s,

 

Ich war schon sehr lange nicht mehr hier, es freut mich aber das es diesen Strang hier immer noch gibt, auch noch so viele nette Leute, das ist echt toll, und was für grüne Tageszahlenman hier sieht, einfach Wahnsinn,

der Grund warum ich Heute hier schreibe, ist der ich habe noch eine alte Geschichte übers rauchen gefunden, den hier ein früheres Mitglied mal geschrieben hat, wer weiß ich leider nicht mehr, ich fand sie damals so toll, das ich sie mir aufbewahrt habe und ich finde man darf sie einfach nicht so verschwinden lassen, also dann mal los :....

 

Tschnick! Tschnick!Eine Wahrheit.Es war Sonntag nachmittag und prachtvolles Wetter. Ich saß draußen am Tisch in meinem winzigen Lieblings-Straßencafé, vor mir eine Tasse frischen Lieblings-Straßenkaffees, auf der Nase meine treue Sonnenbrille, in der Nase ein flüchtig herbeiwehender Hauch von frischen Rühreiern mit Petersilie aus der Küche. Die Klangkulisse bestand aus leiser Musik, einem wohligen Durcheinander aus bunten Gesprächsfetzen, Gelächter, dem Klappern von Geschirr, Vogelzwitschern und entferntem Großstadtverkehr.Großartig, einfach großartig. Am Tisch neben mir residierte ein rundlicher Herr um die Vierzig in blauer Handwerkermontur, vor sich ebenfalls eine dampfende Tasse. Wir waren zu dieser Zeit die einzigen Gäste im Café. Ich hatte ihn noch nie gesehen, aber ich fühlte mich auf eigenartige Weise mit ihm verbunden. Er war, soviel konnte ich sagen, hartnäckig. Und es war kein Wunder. Ich kannte den Grund.Denn da war dieses Geräusch.Tschnick! Tschnick! Tschnick!Sein Feuerzeug. Ich blickte über den Rand meiner Sonnenbrille hinüber zum Nebentisch. Mein fachmännisches Auge erkannte messerscharf: Na klar. Diese billigen Dinger vom Kiosk, durchsichtig, rot, grün, orange, weiß oder blau… einsfünfzig das Stück. Oder so. Ich weiß nicht mehr genau. Unberechenbar. Gerade noch tadellos, kurze Zeit später (bei vollem Tank!) ein in Plastik gegossenes Stück Nutzlosigkeit mit Amok-Triggerpotenzial. Ich bin auch immer wieder darauf hereingefallen. Herrgott, auch ich habe an diesen verflixten Dingern gedreht, geschüttelt, geklopft und herumgetschnick-tschnickt, bis mein rechter Daumen krebsrot und komplett taub war. Und einmal, ewig her, bei einem Konzert, bei der Quotenballade, wo alle ihr Feuerzeug anzünden und hochhalten… ach du meine Güte, das waren noch Zeiten, als man bei Konzerten noch rauchen konnte, als Konzertbesucher noch Feuerzeuge dabeihatten und den Göttern des Rock'n'Roll mit einem Sternenmeer aus kleinen Bic-Flämmchen huldigten… jedenfalls, da ist mir einmal so ein Scheißding in der Hand halb geschmolzen und hat mir fürchterlich die Pfote verbrannt. Tschnick! Tschnick! Tschnick!Es wurde langsam lächerlich. Aber er gab nicht auf. Armer Mann. Ich verstand ihn. Man gibt nicht so einfach auf! Raucher sind dickköpfig! Denn manchmal, ja manchmal, es war wie ein kleiner Lottogewinn, man musste es nur versuchen, nur versuchen, geduldig, ganz vorsichtig… manchmal erwachten diese billigen, bunten Dinger noch ein einziges Mal zum Leben und spratzten durch ihre sterbenden Kapillaren ein letztes Nano-Tröpfchen Flüssiggas hinaus, das aufflammte und…Tschnick! Tschnick! Tschnick!Oder auch nicht.Es war herzerweichend. Der Klang wachsender Verzweiflung. Ich war genervt. Vielleicht, weil ich ihn so gut kannte, diesen Sound. Diese Rhythmusspur des Raucherblues. Mein rechter Daumen begann mit warnendem Phantomschmerz zu pochen.Ich fragte mich, ob ich nach knapp acht Monaten Abstinenz schon auf dem Weg war, einer von diesen sogenannten "militanten Nichtrauchern" zu werden. Wie ich sie damals verabscheute. Mit ihren hochgezogenen Schultern, mit grimmiger Stirnfalte und beleidigtem Gesichtsausdruck - stets bereit, bei jeder im Umkreis von mindestens zwanzig Metern angezündeten Zigarette in empörtes Demo-Husten auszubrechen und stechenden Blickes unsichtbare Todesstrahlen in Richtung des Übeltäters zu feuern. Immer auf Mission, die Welt vom Bösen zu befreien. Zu reinigen. Und überhaupt, Ex-Raucher. Das waren die Schlimmsten. Die Konvertierten. Die fanatischen Prediger. Die Inquisition. Jeder von ihnen eine Kreuzung aus Abraham Van Helsing und Joseph Goebbels. Gott, wie ich diese Typen damals hasste. Sie waren überall. Zum Beispiel auf Bahnsteigen. Unter freiem Himmel! Diese spaßbefreiten Partybremsen. Jeder rauchte draußen auf Bahnsteigen, trotz der Verbotsschilder, es war schließlich allgemeiner Konsens, dass…"Haben sie Feuer?" kam es klagend vom Nebentisch.Irgendwie war ich erleichert. Die Situation schien sich zu entwickeln. Keine Tschnick-tschnicks mehr. Und ich wurde abgelenkt von dem unangenehmen Gedankengang, bei dem ich mich gerade selbst ertappte."Nein", erwiderte ich mit einigem Stolz und richtete mich in meinem Stuhl hoch auf, "ich habe letzten Sommer aufgehört."Ich grinste. Seine Miene verfinsterte sich, er wandte sich ab und einige letzte, verzagte tschnick-tschnicks später beerdigte er das frisch verstorbene Feuerzeug in dem Aschenbecher, der auf seinem Tisch stand. Er stöhnte. Das in seinem Mundwinkel hängende Tabakprodukt bog sich traurig nach unten."Eigentlich warte ich hier auf meinen Freund", brummelte er, "der hat immer Feuer.""Hm", erwiderte ich. Ich antworte meistens mit "hm", wenn mir nichts einfällt, obwohl ich gerne etwas beigetragen hätte. Aber mir fiel ein, dass ich ihm auch einfach hätte sagen können, dass ich kein Feuer habe. Ich sprach die Wahrheit. Ich hatte wirklich keins. Alle Feuerzeuge waren vor acht Monaten aus meinem Leben verschwunden. Aber nein, das war mir nicht genug. Stattdessen brüstete ich mich, dass ich letzten Sommer mit dem Rauchen aufgehört habe. Ich war grausam. Nicht nur hatte ich kein Feuer, sondern war auch noch einer von den Geläuterten. Eine Anklage auf zwei Beinen. Aufgehört. Das Menetekel für jeden Raucher. Welche Demütigung. Ich kostete schamlos meine Überlegenheit aus, rammte ihm nicht nur die Lanze zwischen die Rippen, sondern drehte sie auch noch genüsslich hin und her. Ich war ein Scheusal.Mit einem trötenden Geräusch rückte er energisch seinen Plastikstuhl auf dem rauhen Asphalt nach hinten, stand auf und begann, vorbeiflanierende Passanten nach Feuer zu fragen. Ich beobachtete ihn. Ein Fluch schien auf ihm zu lasten. Niemand konnte ihm seinen Wunsch erfüllen. Niemand rauchte. Alle gingen weiter, wiesen ihn ab, ließen ihn stehen. Komischerweise fing ich an, mir ein bißchen Sorgen zu machen. Es war tatsächlich wie verhext. Ich sah mich um. Sogar von den chromglänzenden Tischen des Eiscafés an der nächsten Ecke stieg - sehr ungewöhnlich für einen so sonnigen Nachmittag - kein einziges Rauchwölkchen auf. Merkwürdig. Was geschah hier?Er stand auf dem Bürgersteig und drehte sich hilfesuchend in alle Richtungen. Er fing an, mir leid zu tun. Was für ein Drama."Versuchen sie es doch dort hinten beim Bäcker", rief ich ihm aufmunternd zu. Ich wies die Richtung. Dort, etwa dreißig Meter weiter, standen zwei kleine Stehtische, an denen meistens Passanten für eine Zigarette im Schatten einer giftgrünen Markise anzudocken pflegten.Der verweifelte Mann im Klempner-Look schien zu überlegen. Er schwitzte. Verkniffen peilte er die Straße hinunter zu besagter Bäckerei, vielleicht, um die Entfernung zu schätzen. Vielleicht ging er gerade so eine Art Kosten-Nutzen-Rechnung durch: Wie weit mag das sein? Mache ich mich zum Vollhorst, wenn ich da rüberlaufe, nur um nach Feuer zu fragen? Er erinnerte mich auf einmal an den Kerl auf den Tuborg-Bierdosen. "Der durstige Mann". Ja, das war er irgendwie. Durstig in der Mittagshitze, kein Tröpfchen erfrischendes Nass weit und breit. Ob der durstige Mann sich wohl dessen bewusst war, auf einer eiskalten, köstlichen Bierdose abgedruckt zu sein, an der Kondenströpfchen wie kleine Diamanten herunterperlten? Ist das nicht grausam? So nah dran am Elysium, und doch unmöglich, heranzukommen?Ich begann, innerlich eine Hitliste tragischer Gestalten zu erstellen, die mir im Leben bisher so untergekommen waren. Der durstige Mann auf der Tuborg-Dose, Romeo, Julia, Gregor Samsa, Frankensteins Monster, Michael Jackson, Oskar aus der Sesamstraße… dieser Typ da auf dem Bürgersteig, in blauer Montur, hatte gute Chancen... ich würde mal sagen, auf einen Platz in den Top Twenty.Unschlüssig rotierte er in 90-Grad-Intervallen weiter, scannte alle Himmelsrichtungen ab, auf der Suche nach einem erlösenden Rauchzeichen, dem vertrauten Farbmuster einer irgendwo geparkten Schachtel Marlboro oder dem in der Ferne unverkennbar weißen Blitzen einer frisch gezückten Zigarette. Die immer noch ungerauchte Fluppe, mittlerweile in seiner Linken, sah jetzt sehr verbeult und armselig aus.Ich wollte gerade noch eine Bemerkung machen, irgendetwas konstruktives, da geschah alles innerhalb eines Augenblicks. Er schaute verzweifelt zurück zu seinem verwaisten Tisch, die Szenerie wie eingefroren, unsere Blicke trafen sich für einen Moment, und ich verstand. Ich verstand in dieser Sekunde das Ausmaß seiner Misere. Bevor ich ihm tröstende Worte zurufen konnte, dass alles gut werden würde, dass ich auf seinen Kaffee aufpassen würde, dass es nicht so schlimm ist, wie es aussieht, dass es immer eine Lösung und einen Ausweg gibt, da hastete er los. Wie in Zeitlupe sah ich ihn zwischen den Passanten im Sonnenlicht verschwinden. Einsam dampfte seine Tasse auf dem Nebentisch vor sich hin, ein Relikt, Zeuge vergangener Tragödien.Ich sackte auf meinen Stuhl zurück und grübelte. Ich dachte darüber nach, wie es wohl wäre, wenn sich nirgendwo auf der Welt jemand finden würde, der ihm Feuer gibt. Ich sah mich um. Immer noch nirgendwo ein Raucher. Konnte das sein? Was wäre, wenn wir, der Klempner und ich, in einem Paralleluniversum gelandet wären, ohne es zu merken? In einer Dimension, wo das Rauchen unbekannt wäre? Niemals erfunden? Würde der arme Klempner ewig weitersuchen, bis er alt und grau wäre? Immer weiter voran taumeln, ein Gestrandeter von einem fremden Raucherplaneten, rufend, stolpernd, wirr vor sich hin faselnd, mit wucherndem Bart, die Schuhe abgelaufen, der Blaumann zerschlissen und der Verstand schon längst beim Teufel, die mittlerweile mumifizierte Zigarette wie ein krankes, winziges Jungtier schützend an die Brust gepresst?Ein Schauer pures Grauen überlief mich.Dieser Mann könnte ich gewesen sein.Ich atmete tief durch. Frühling. Ich rauchte nicht mehr.Ich nahm einen Schluck aus meiner Tasse.Großartig. Einfach großartig.

 Ich wünsche euch weiterhin alles Gute und bleibt immer schön grün.
Viele viele Grüße
Mac-2
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Seit 851 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 24.03.2017 - 15:45
Beitrag vom: 19.03.2017 19:43:19
 
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Hi Mac, ist auch ne schöne Geschichte. Es gibt da so einige die man immer wieder mal nach oben bringen sollte.

Hallo Ü50's, wir sind  seit einigen Tagen in den Reisevorbereitungen. Kommenden Samstag geht es los. Gibt noch viel zu tun. Na, wenigsten brauche ich nicht mehr über die Versorgung von den kleinen weißen Dingern mit Rauch vorne dran nachzudenken

Schöne Grüße aus Franken  - Jürgen 

kleinstein
Seit 1057 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 20.03.2017 - 05:08
Beitrag vom: 20.03.2017 05:08:04
 
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Hallo Jürgen,

ich wünsche dir eine gute Reise erhol und entspann dich gut.

Bring einen spannenden Reisebericht für uns mit.

Den Ü50er hier im Faden wünsche ich eine schöne und entspannte Woche.

Gruss kleinstein

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Seit 875 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 21.03.2017 - 00:41
Beitrag vom: 21.03.2017 00:30:34
 
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Dem lieben frieder auch hier im Ü50 - Faden die herzlichsten Glückwünsche zu beeindruckenden 3000 (dreitausend!) rauchfreien Tagen!

unwuerdig

Den richtigen, echten Gratufred möchtest du dir bitte aber auch noch anschauen biggrin.

Teddie
Seit 642 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 21.03.2017 - 22:23
Beitrag vom: 21.03.2017 22:11:23
 
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Hallo Jürgen,

ich wünsche Dir einen tollen Urlaub - Du Glückspilz!

Hallo Kleinstein,

schön, auch mal wieder ein Lebenszeichen von Dir zu sehenhappy

Ich bin heute ein Jahr und neun Monate grün und freue mich darüber sehr. Jeden Morgen rufe ich es mir ins Gedächtnis. Es ist etwas Besonderes für mich und soll es auch bleiben. Das ist der beste Schutz vor "der Einen", denke ich.

 

Liebe Grüße an alle Ü 50's

Teddie blume2