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Fühle mich sehr schlecht...
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Beitrag vom: 20.03.2017 17:03:26
 
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Hallo liebe Nichtraucher und alle anderen!

Ich heiße Timo, bin heute 36 Jahre alt geworden und Vater einer bald dreijährigen Tochter. Rauche nun seit ca. dreieinhalb Wochen nicht mehr, fühle mich allerdings hundeelend. Nicht der Schmacht macht mich fertig, sondern diverse psychische und körperliche Symtome. Schmacht verspüre ich seltsamerweise so gut wie nicht.

Angefangen hat alles mit einer Angst/Panikattacke, nach denen ich mich dann entschied einige Dinge zu ändern, u.a. mit dem Rauchen aufzuhören (einschließlich dem Kiffen).

Als ich früher schon einmal aufgehört hatte, ging es mir auch nicht sooo toll, allerdings deutlich besser als dieses Mal. Die jetzigen Symptome reichen von Benommenheit, Schwindel (schwankenden Blutdruck?!), hin und wieder leichte Übelkeit, sehr trockene Gesichts- und Kopfhaut, Unruhe, Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit, Müdigkeit, Konzentrations- und Schlafprobleme usw., bis hin zu Heulattacken und Selbstaufgabe.Es gab Momente, da dachte ich ich müsste jeden Augenblick sterben, so schlecht hab ich mich gefühlt.

Dass der Rauchentzug mitunter sehr starke Symptome auslöst war mir bekannt aber so schlimm? Hab ich mir durchs Rauchen eine Depression verdeckt, die sich nun in Ängsten etc äußert? Spinnen jetzt meine Hormone? War letzten Freitag beim Check-Up 35. Mal sehen was bei den Blutergebnissen usw. herauskommt. Der letzte Arztbesuch vor ca. drei Wochen ergab nichts besonderes, außer einer leicht verfetteten Leber und leicht erhöhten Cholesterienwerten.

Seit einigen Wochen hab ich auch vermehrt das Gefühl, nicht richtig durchatmen zu können, teilweise mit anschließenden Gähnattacken. Dank Dr. Google hab ich wahrscheinlich einen Hirntumor und schon überall Metastasten... sealed Realistisch gesehen könnte es vielleicht die Schilddrüse sein, mein vegetatives Nervensystem ist womöglich gestört oder meine (H)WS ist das Problem. Ich bin überfragt und zugleich verzweifelt. Es gab Momente, da ging es mir ganz okay, dann wieder so schlecht, dass ich dachte ich sterbe heute.

Aktuell suche ich mir gerade einen Psychotherapieplatz und hab von meinem Hausarzt Mirtazapin verschrieben bekommen, da ich unter extremen Schlafproblemen leide. 7,5mg haben allerdings nur die erste Nacht relativ gut geholfen, jetzt seit weiteren zwei Tagen empfinde ich die Dosis als womöglich zu gering?! Ich weiß natürlich, dass AD's etwas brauchen bevor sie ihre volle Wirksamkeit entfalten und jeder Mensch ist natürlich auch verschieden.

Schlussendlich wollte ich fragen, ob es unter euch Gleichgesinnte gibt, die ähnliches durchgemacht oder zumindest von meinen Schilderungen bereits gehört haben? Habt ihr Tipps oder Ratschläge? Ich bin wirklich sehr verzweifelt, da ich meinem Leben, meiner Tochter aktuell kaum gerecht werde... heul

MonikaL
Seit 746 Tagen rauchfrei
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Beitrag vom: 20.03.2017 17:57:35
 
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Hallo Timo,

Das hört sich ja nicht schön an.

Leider kann ich Dir da nicht revht behilflich sein. Bei mir war es oft so das ich halt was vermisst habe und gereizt war. Auch heulkrämpfe kenne ich. Was ich mir gut vorstellen kann ist das Du durch das Rauchen tatsächlich eine Depression überdeckt hast. Seit ich nicht mehr rauchen sehr ich auch vieles anders und bin auch anders geworden.

 

Ich hoffe das Du bald einen Platz findest und ich wünsch Dir viel Durchhaltevermögen.

 

Liebe Grüße

Moni

Domi88
Seit 241 Tagen rauchfrei
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Beitrag vom: 20.03.2017 20:02:58
 
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Hi Timo

Also ich kann dir sagen bei mir waren jetzt die ersten 3 Wochen die schlimmsten.

Ich hatte Benommenheit, lustlosigkeit, Aggressivität, depressive Stimmung....Zudem hab ich glaub ich bis jetzt schon 3 kg zugenommen.

Allerdings glaub ich dass mit den Depression bildet man sich nur ein weil man sich eben hunde elend fühlt.

Ich kann dir nur sagen bei mir hat sich das ganze jetzt schlagartig geändert und ich akzeptiere langsam das nichtmehrrauchen.

Halte durch es wird bestimmt wieder besser

 

Merili
Seit 572 Tagen rauchfrei
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Beitrag vom: 20.03.2017 22:37:20
 
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Hallo Timo!

Ich selbst hatte solche Symptome nach dem Rauchstopp nicht, aber einige andere, die hier im Forum sind, haben über ganz ähnliche Probleme berichtet. Und das leider nicht nur in den ersten Tagen... aber es ist bei allen besser geworden, zumindest bei denen, die davon berichtet haben. Mein Tipp: Versuche, Sport zu machen. Bewegung ist immer gut! Lenk dich ab. Das wird schon!

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Beitrag vom: 21.03.2017 00:06:56
 
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Hallo Timo,

toll, dass du es jetzt angehst. Find ich klasse.

Das was du beschreibst, kann schon hinkommen. Die ersten Wochen sind die schwersten. Dann lässt du ja auch noch das Kiffen. Ambitioniertes Projekt also. Kein Wunder, dass es dir gerade jetzt schwer fällt.

Mirtazapin lässt sich übrigens gut erhöhen, vielleicht so pro Nacht in 3,75 mg Schritten. Da kannst du dich vorsichtig an die für dich schlafbringende Dosierung rantasten. 15 mg pro Nacht (oder mehr) können da durchaus nötig sein. Hab ich auch schon mal mitgemacht. Mirtazapin ist ein prima Schlafmittel.

Wg. der Entzugssymptome solltest du vielleicht über Hilfsmittel nachdenken. Manche haben gute Erfahrungen mit Champix gemacht. Bei dir könnte auch Elontril angezeigt sein. Das wirkt ja auch antidepressiv. Besprich das evtl. mal mit deinem Hausarzt.

Wasser trinken soll übrigens auch helfen. Ein großes Glas Wasser, in langsamen Schlucken ausgetrunken, kann hilfreich sein, heißt es.

 

Und zum guten Schluß die allerwichtigste Regel:

Die EINE darf es nie mehr geben! Immer schön im Hinterkopf behalten: Die Eine darf es nie mehr geben!

 

Good Luck! Du kannst es schaffen. winken_mit_hutMir ging es in der ersten Zeit auch super beschissen. Später wurde es dann aber besser. Das ist übrigens bei allen so, dass es später besser wird. victor

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Seit 236 Tagen rauchfrei
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Beitrag vom: 21.03.2017 17:51:59
 
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bearbeitet von: tmCE · 21.03.2017 - 18:30:20

MonikaL schrieb:
Was ich mir gut vorstellen kann ist das Du durch das Rauchen tatsächlich eine Depression überdeckt hast.
Da ich zugegebenermaßen schon einige Zeit, einige meiner Sorgen und Ängste nahezu 'weggekifft' hab, ist diese Theorie nicht ganz von der Hand zu weisen... Sicherlich hat mir das Kiffen auch z. T. 'gut' getan aber eben auch einiges betäubt bzw. verdrängt. Zukunftssorgen/ängste sind aber speziell erst durch die Geburt meiner Tochter verstärkt aufgetaucht.

Domi88 schrieb:

Also ich kann dir sagen bei mir waren jetzt die ersten 3 Wochen die schlimmsten.

Ich hatte Benommenheit, lustlosigkeit, Aggressivität, depressive Stimmung....Zudem hab ich glaub ich bis jetzt schon 3 kg zugenommen.

Allerdings glaub ich dass mit den Depression bildet man sich nur ein weil man sich eben hunde elend fühlt.

Ich kann dir nur sagen bei mir hat sich das ganze jetzt schlagartig geändert und ich akzeptiere langsam das nichtmehrrauchen.

Halte durch es wird bestimmt wieder besser

 

Ich hatte durchaus damit gerechnet, dass es böse werden könnte aber so böse? Nein, sicher nicht... Dieses ständige Auf- und Ab zerrt ziemlich an den Nerven. Besonders schlimm wenn man ein Kind hat und sich völlig hilflos und teilweise nicht einmal in der Lage fühlt, diesem gerecht zu werden.
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Seit 236 Tagen rauchfrei
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Beitrag vom: 21.03.2017 18:33:41
 
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Merili schrieb:

Hallo Timo!

Ich selbst hatte solche Symptome nach dem Rauchstopp nicht, aber einige andere, die hier im Forum sind, haben über ganz ähnliche Probleme berichtet. Und das leider nicht nur in den ersten Tagen... aber es ist bei allen besser geworden, zumindest bei denen, die davon berichtet haben. Mein Tipp: Versuche, Sport zu machen. Bewegung ist immer gut! Lenk dich ab. Das wird schon!

Danke für den Tipp! Kämpfe schon die ganze Zeit mit meinem inneren Schweinehund und der ist durch die letzten Jahre ziemlich riesig geworden... Aber es wird schon werden, zumal ich durch meine Tochter automatisch viel mehr Bewegung habe, als vor ihrer Geburt. Es kann und muss aber noch mehr werden!

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Beitrag vom: 21.03.2017 19:33:49
 
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dallihock schrieb:

Hallo Timo,

toll, dass du es jetzt angehst. Find ich klasse.

Das was du beschreibst, kann schon hinkommen. Die ersten Wochen sind die schwersten. Dann lässt du ja auch noch das Kiffen. Ambitioniertes Projekt also. Kein Wunder, dass es dir gerade jetzt schwer fällt.

Mirtazapin lässt sich übrigens gut erhöhen, vielleicht so pro Nacht in 3,75 mg Schritten. Da kannst du dich vorsichtig an die für dich schlafbringende Dosierung rantasten. 15 mg pro Nacht (oder mehr) können da durchaus nötig sein. Hab ich auch schon mal mitgemacht. Mirtazapin ist ein prima Schlafmittel.

Wg. der Entzugssymptome solltest du vielleicht über Hilfsmittel nachdenken. Manche haben gute Erfahrungen mit Champix gemacht. Bei dir könnte auch Elontril angezeigt sein. Das wirkt ja auch antidepressiv. Besprich das evtl. mal mit deinem Hausarzt.

Wasser trinken soll übrigens auch helfen. Ein großes Glas Wasser, in langsamen Schlucken ausgetrunken, kann hilfreich sein, heißt es.

 

Und zum guten Schluß die allerwichtigste Regel:

Die EINE darf es nie mehr geben! Immer schön im Hinterkopf behalten: Die Eine darf es nie mehr geben!

 

Good Luck! Du kannst es schaffen. winken_mit_hutMir ging es in der ersten Zeit auch super beschissen. Später wurde es dann aber besser. Das ist übrigens bei allen so, dass es später besser wird. victor

Danke für die Tipps bzw. genannten Absetzunterstützer! Das Absetzen wird mir womöglich auch noch Schwierigkeiten machen... Aber wichtiger ist mir im Moment noch besser schlafen zu können. Nur wie kann ich die Tabletten so spezifisch aufteilen? Durch die Kerbe kann ich sie gut teilen aber weiter...? Gibt es dafür Tricks wie Tablettenschneider? Ich denke jedenfalls, dass ich mindestens 15mg brauche, denn die 7,5mg haben wie gesagt nur die erste Nacht ausgereicht.

Trinken tue ich mittlerweile sehr viel, was mir vor allem im Bezug auf den Blutdruck sehr gut tut. Fast ausschließlich (Mineral)Wasser .zwinkerzwinker Übrigens nehme ich die Tabletten nur mit Leitungswasser ein, da ich mal zufällig gelesen hab, dass man mit Leitungswasser alles richtig machen würde...!?

Ja, das Projekt ist wirklich ambitioniert, zumal ich wirklich leidenschaftlicher Kiffer und geselliger Raucher war. biggrin 

Gestern rief mich mein Hausarzt an und sagte mir, dass ich kerngesund bin. Blutwerte, Urin und alles was sonst noch beim Check-Up 35 geprüft wurde, war wohl unauffällig. Also doch alles nur die Psyche? Oder sollte ich doch noch Fachärzte konsultieren, wenn es um (Hals)Wirbelsäule, die Schilddrüse oder mein Gehirn geht?

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Seit 244 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 09.06.2017 - 07:53
Beitrag vom: 21.03.2017 20:28:47
 
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Hallo Timo,

viele Deiner Symptome kommen mir bekannt vor. Allerdings weisen Deine Beschreibungen schon recht deutlich auf eine Form der Depression hin. Der Art Deiner Beschreibung könnte man entnehmen, daß Du bereits Therapieerfahrung hast?

Du hast beschrieben, daß mit der Geburt Deiner Tochter bereits Probleme auftraten. Das sind ja nun fast 3 Jahre. Da brodelt bestimmt schon lang sehr viel in Dir.  Die Idee mit dem Therapieplatz ist super - nur wirst Du sicher wissen bzw erfahren haben, daß es bis  2 Jahre dauern kann.... viel zu lange für den beschriebenen Leidensdruck! Deine Beschreibung: "...Heulattacken bis hin zur Selbstaufgabe..." Lässt jedenfalls bei mir die Alarmglocken klingeln. Wie meinst Du das - Selbstaufgabe?

Bitte führe keine Experimente mit den verschriebenen Antidepressiva durch! Der spiegel muss sich zunächst im Blut einpegeln. Es dauert ca 14 Tage bis die stimmungsaufhellende Wirkung eintritt. Solltest Du es nicht mehr aushalten, besser für paar Tage zum stabilisieren in die Klinik. Zur Überbrückung gibt es auch psychologische Berater und Psychotherapeuten nach dem HPG - die Kosten trägt nur leider die gesetzliche KK nicht. In Klinik ist Aufnahme Pflicht.

Versuche Dir keinen zusätzlichen Druck wegen Deiner Tochter zu machen. Sorge jetzt mal und gut für Dich, um so eher werdet Ihr wieder richtig Spass und Zeit miteinander haben.

Viel Mut und Kraft wünsche i Dir.

LG Netta

 

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Seit 236 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 22.03.2017 - 19:15
Beitrag vom: 22.03.2017 19:11:18
 
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netta schrieb:

Hallo Timo,

viele Deiner Symptome kommen mir bekannt vor. Allerdings weisen Deine Beschreibungen schon recht deutlich auf eine Form der Depression hin. Der Art Deiner Beschreibung könnte man entnehmen, daß Du bereits Therapieerfahrung hast?

Du hast beschrieben, daß mit der Geburt Deiner Tochter bereits Probleme auftraten. Das sind ja nun fast 3 Jahre. Da brodelt bestimmt schon lang sehr viel in Dir.  Die Idee mit dem Therapieplatz ist super - nur wirst Du sicher wissen bzw erfahren haben, daß es bis  2 Jahre dauern kann.... viel zu lange für den beschriebenen Leidensdruck! Deine Beschreibung: "...Heulattacken bis hin zur Selbstaufgabe..." Lässt jedenfalls bei mir die Alarmglocken klingeln. Wie meinst Du das - Selbstaufgabe?

Bitte führe keine Experimente mit den verschriebenen Antidepressiva durch! Der spiegel muss sich zunächst im Blut einpegeln. Es dauert ca 14 Tage bis die stimmungsaufhellende Wirkung eintritt. Solltest Du es nicht mehr aushalten, besser für paar Tage zum stabilisieren in die Klinik. Zur Überbrückung gibt es auch psychologische Berater und Psychotherapeuten nach dem HPG - die Kosten trägt nur leider die gesetzliche KK nicht. In Klinik ist Aufnahme Pflicht.

Versuche Dir keinen zusätzlichen Druck wegen Deiner Tochter zu machen. Sorge jetzt mal und gut für Dich, um so eher werdet Ihr wieder richtig Spass und Zeit miteinander haben.

Viel Mut und Kraft wünsche i Dir.

LG Netta

 

Hallo Netta,

freu mich dich kennenzulernen! Nein, Therapieerfahrung hab ich bisher noch keine. Lediglich die Schwester meiner Freundin, hat uns des öfteren ihre Erfahrungen mit ihrer Therapie geschildert. Dadurch und durch die Ruhe der letzten Jahre, die aus einer gewissen Reife entspringt, hab ich mich die letzten Jahre viel mit Psychologie, dem Sinn des Lebens und dem eigenen Sein auseinandergesetzt. zwinkerzwinker

Durch die Geburt meiner Tochter kamen dann nach und nach ein paar Sorgen und Ängste. Dann verstarb im Januar auch noch mein Vater (nach kurzem, schweren Krebsleiden), mit dem ich zwar leider kein so gutes Verhältnis hatte, den ich allerdings ein letztes Mal besuchen wollte, jedoch verstarb er einen Tag vor dem besagten Vorhaben. Das hat dann wahrscheinlich unbewusst einiges ausgelöst, was mich scheinbar dann kurze Zeit später überrollt hat. Jedenfalls ist das meine Theorie...

Selbstaufgabe insofern, dass ich teilweise wirklich dachte, ich sterbe heute. So schlecht hab ich mich gefühlt... Ich hatte förmlich aufgegeben, weil ich mir sicher war, dass ich todeskrank bin. An diesem Tag hatte ich dann auch noch einen richtigen Weinkrampf, nach diesem ich mich allerdings deutlich besser gefühlt hab. So als ob ein wenig Last von meinen Schultern gefallen wäre. Seitdem versuch ich positiv zu denken und das hilft zumindest etwas.

Ja, das mit den Therapieplätzen ist wirklich schlimm. Ich hoffe aber, dass ich eventuell Glück hab und es doch schneller klappt. confused Ich hoffe auch, dass die stimmungsaufhellende Wirkung demnächst eintritt aber es hilft ja schon mal, dass sich die Sonne mittlerweile wieder öfters zeigt und das automatisch die Stimmung aufhellt. banane Ich denke so ein Winterblues ist nicht zu unterschätzen, zumal dieser eine andere Depression nochmals verstärken kann!?

LG Timo

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Seit 217 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 02.10.2017 - 13:15
Beitrag vom: 22.03.2017 23:44:31
 
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Hallo Timo,

ich habe ähnliche Symptome wie du und ich habe mich ein wenig umgehört.

Bei mir war es bis vor knapp einer Woche so, dass ich alle 20 Minuten eine Zigarette geraucht habe.

Mir wurde erklärt, dass mit jeder Zigarette nicht nur Endorphine freigesetzt werden, sondern auch neue Rezeptoren gebildet werden. Also hat man immer mehr Andockstellen im Hirn, die mit Glück versorgt werden wollen. So passiert es, dass man mit der Zeit immer mehr raucht.

Wenn man das Rauchen lässt, muss sich das Hirn erstmal wieder regenerieren und selbst mit Glückshormoben versorgen. Sport würde dir wahrscheinlich wirklich sehr helfen.

Wie das mit dem kiffen ist, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass einem Freund, der das Kiffen gelassen hat Sport empfohlen wurde, um ersatzweise Glückshormone zu produzieren.

Vielleicht kannst du deinen Schweinehund überwinden. Ich wünsche es dir und natürlich, dass es dir bald wieder besser geht.

Ganz liebe Grüße 

Stella234
Seit 503 Tagen rauchfrei
online
Beitrag vom: 23.03.2017 09:10:37
 
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Hallo Timo,

diese Art Entzugssymptome haben viele. Letztendlich ist eine Ferndiagnose unmöglich und ein Vergleich, ob etwas bei anderen mehr oder weniger stark ist, auch.

Ich hatte extreme Schlafstörungen, ca. 3 Wochen lang. Tees, Schüssler Salze, Baldrian – nichts hat geholfen. Irgendwann war ich so genervt, dass ich dachte, wenn ich eh nicht schlafen kann, dann kann ich auch spätabends noch einen geliebten Kaffee trinken und habe mir kurz vorm Zähneputzen einen Espresso gegönnt und zack konnte ich schlafen. Da war der Knoten geplatzt und ich konnte schlafen wie vorher auch. Mittlerweile schlafe ich besser als je zuvor. Es wird also wirklich besser!

Gegen die Unruhe kann ich Neurexan empfehlen oder eine Heisse 7 aus Schüssler Salzen.

Gegen die schlechte Stimmung, nenn es Depression oder Heulattacken, hilft hochdosiertes Vitamin D, z.B. Dekristol. Meine HP hat gesagt, dass nur Menschen, die am Äquator leben, mit ausreichend Vitamin D versorgt sind. Ich musste folgende Dosis einnehmen: 1. Tag: 5, 2. Tag: 4, 3. Tag: 3 usw. Dann wöchentlich eine. Selbst in den sonnigen Wintermonaten erreichen die Strahlen max. Barcelona, was bedeutet es ist wichtig, dass wir substituieren. Ich nehme sogar im Sommer Vitamin D, wenn ich merke, dass es mir nicht so gut geht, manchmal auch zweimal die Woche. Im Winter geht ohne Vitamin D gar nichts.

Es geht dir nicht gut, weil du geraucht hast und nicht, weil du nicht mehr rauchst. Das war für mich eine ganz wichtige Erkenntnis. Und es ist wirklich so: diese Phase gilt es auszuhalten, danach wird alles besser!

Bleib stur und alles Gute,

Stella

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Seit 106 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 15.08.2017 - 11:05
Beitrag vom: 24.03.2017 18:54:35
 
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Huhu Timo,

ich kann meinen Vorschreiber_innen nur zustimmen. Ich kenne jedes einzelne deiner beschriebenen Sysmptome persönlich. Ob die nun durch das Nichtmehrrauchen ausgelöst wurden kann dir und mir niemand beantworten. Welche Ursachen sowas hat, darüber gibt es immer nur Theorien und keine Beweise. Trotzdem finde ich es interessant hier öfter von Depressionen, Ängsten und Schlafstörungen zu lesen, weil ich persönlich nie davon ausgegangen war, dass die vom Rauchstopp ausgelöst wurden. Erst jetzt hinterher ziehe ich das in Erwägung.

Das Wichtigste was ich dir dazu sagen kann ist aber: Es wird wieder besser werden! Ganz sicher! Mir geht es auch wieder supi und besser als zu Raucherzeiten. Und das habe ich auch schon sooo oft hier gelesen.

Also: Alles Gute für Dich! Und präge dir Stellas letzten Absatz ein: Falls es mit dem Rauchen zusammenhängen sollte, dann liegts am Rauchen und nicht am Nichtrauchen, dass es dir mies geht!

 

LG