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Hilfreiche Beiträge für Anfänger
Teddie
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Beitrag vom: 01.05.2017 19:25:23
 
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Liebe Community,

wie wäre es, mal einen derartigen Thread anzulegen? So könnte jeder das, was er beim Stöbern in der großen Forums-Schatzkiste findet, kopieren und hier posten.

Ich denke, sowas könnte hilfreich sein, gerade wenn es im Forum mal nicht so lebhaft zugeht, jemand aber nach Hilfreichem Ausschau hält, oder?

Ich fange mal an und poste einen Beitrag von violettstar, den sie nach etwa einem Jahr NMR bei den Augustinern gepostet hat.

Zitat:

Beitrag vom: 26.07.2016 11:23:51
 
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Liebe Augustiner und stillen Mitleser! Schade, wie still es hier geworden ist! Aber das hängt sicherlich auch damit zusammen, dass für viele von uns das Nichtrauchen immer selbstverständicher und alltäglicher wird. Der Wunsch eine zu rauchen, das Gefühl dem Nikotinmonster nachgeben zu müssen, der Suchtdruck, die damit zusammenhängende Nervosität und Unruhe - all das schwindet immer mehr. Situationen, die ich vor einem Jahr noch für unmachbar, für die schlimmste Qual aller Zeiten hielt, fühlen sich nun normal und schön an: ich kann abends, wenn es noch warm ist, mit Freunden draußen sitzen, grillen, Wein oder Bier trinken, reden, lachen, Musik hören. Ich kann feiern gehen, auf Festivals und Feste. Ich kann stundenlang in Kneipen sitzen. Und ich denke währenddessen nicht einmal daran eine zu rauchen! Das Gefühl, dieses Bedürfnis, der Drang - alles weg! Vor einem Jahr war das unvorstellbar! Ich mutmaßte, dass ich als Nichtraucher so viel weniger Genuß verspüren würden! Ich nahm an, dass mein Leben weniger spaßig wird. Wer kann schließlich schon ein gemütliches Zusammensein mit Freunden ohne Zigarette genießen? Wie schmeckt Bier wohl ohne den Beigeschmack von Nikotin und Teer? Alles Quatsch, den mir mein mit Rauch vernebeltes Hirn, meine durch Teer verklebten Synapsen da weismachen wollten. Mein Leben als Nichtraucher ist sooo viel schöner! Nachdem ich lernte, dass der Bus auch kommt, wenn ich keine rauche, dass ich mit meinen Freunden reden kann, ohne dabei in Gesprächspausen gierig Nikotin zu inhalieren, dass das Bier sogar besser schmeckt, wenn kein Gift sie Geschmacksknospen verstopft, nachdem ich also lernte, dass mich dieser neue Zustand nicht behindert, konnte ich lernen mein neues Leben zu genießen. Ich hab endlich wieder Ausdauer, sehe viel gesünder aus, spare sooo viel Geld, wo ich mich heute frage, wie ich mir diesen Scheiß überhaupt finanziert habe, habe keine gesundheitlichen Probleme mehr und das wichtigste: ich bin SOO viel entspannter und gelassener! Ohne diesen ständigen Druck, bald irgendwo schnell und hastig eine rauchen zu müssen, damit ich "endlich wieder entspannen kann" (haha, welch Ironie!) bin ich tatsächlich einfach dauerhaft entspannt. Ist viel schöner so. Jedem, der überlegt aufzuhören, kann ich nur den Rat geben: Tu es! Es ist das Beste was ich je getan habe! Und jedem hier, der eine schwierige Phase hat, möchte ich mit auf den Weg geben: Die Phase die du gerade durchmachst, mag scheiße sein, aber sie ist was sie ist: eine Phase! Das heißt sie geht wieder vorbei! Und das viel schneller als du denkst! Mir hat es immer geholfen mit einer kriegerischen Einstellung diese Phase zu durchleben. Ich habe mir bewusst gemacht, was genau diese Phase in mir auslöst. Meist war es eine Unruhe, eine Art Spannung beim Einatmen, die, sobald ich den Atem anhielt, locker ließ. Ich spielte mit diesem Gefühl, forderte es heraus, doch endlich etwas zu machen und sah es für mich als Sieg, wenn nichts weiter geschah. So ging ich mit positiven Gefühlen aus diesen Phasen hervor. Und als sie vorbei waren, ging es mir so viel besser und ich konnte stolz auf mich sein, sie gemeistert zu haben. Und je öfter sie gemeistert wird, desto seltener kommt sie. Die Abstände dazwischen werden größer, die Phasen selbst kürzer und schwächer. Das wichtigste war und ist für mich noch heute, diese Pahsen nicht zu ertragen, sondern mich ihnen entgegen zu stellen. Leidet nicht! Genießt das Gefühl, dass sich das Nikotinmonster in euch aufbäumt, dass es zu kämpfen versucht! Wenn ihr mit dem Gefühl, mit dieser Unruhe, der Nervosität, dem Drang mitgeht, es als euer Gefühl annehmt, den Schmerz auf euch ladet, macht ihr euch das Leben und damit das Aufhören so viel schwerer. Wenn ihr es aber (gedanktlich) lokalisiert und anschaut, ja sogar ganz kritisch und bewusst betrachtet, dann seht ihr, dass es nichts weiter ist, als der Todeskampf der letzten Nikotinsynapsen, sie sich regen. Lasst sie sterben. Füttert sie nicht, haltet sie nicht am Leben, sondern lasst sie einfach gehen und freut euch darüber! Es wird das beste sein, was euch passieren kann!

 

Ich hoffe, es geht nicht nur mir so gut mit meinem Leben als Nichtraucher! Ich hoffe, ihr anderen feiert euren Ausstieg aus dem Dasein als Raucher ebenso! Wir alle können wirklich wahnsinnig stolz auf uns sein! Wie ergeht es euch so? Ich würde mich freuen, einige Berichte von euch Übriggebliebenen lesen zu können! Genießt die sonnige Woche!

Zitatende

 

Liebe Grüße

Teddie blume2

 

placeholder
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Beitrag vom: 13.05.2017 20:44:36
 
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Ich finde die Idee prima und schieb deswegen nochmal!  achso

 

Hatte auch noch einen Text gefunden : 

 

Juhuuuu nach 35 Jahren Raucherkarriere, wollte ich endlich aufhören (das war am 02.07.2011) Der Anfang: Die ersten drei Tage sind die schlimmsten! Da heißt es wirklich Zähne zusammenbeißen und durch. Viel Wasser trinken, sich mit irgend etwas Beschäftigen (z.B.: hier im Forum lesen oder sich den 3 Stunden Podcast reinziehen), damit der nicht sooo laut nach seinem Nikotin schreit. Was mir in diesen Fällen geholfen hat, wenn es wirklich nicht mehr ging, dann habe ich mich aufs Fahrrad gesetzt und bin ca. 10 km gefahren. Als ich wieder nach Hause kam, nach Luft ringend, hatte ich keine Lust mehr auf ne Zigarette. Es ist hart, aber es geht - weil Du alleine der Herr über deinen Körper bist und Du alleine bestimmst und nicht der kleine Drecksack in deinem Kopf. Wenn Du dann aber Morgens aufwachst - und hast den vorherigen Tag, ohne eine zu rauchen überstanden - dieses Glücksgefühl kann einem keiner mehr nehmen und das fühlt sich wesentlich besser und echter an, als es dieses jämmerliche Nikotin versucht zu suggerieren. Achtung das Glücksgefühl steigert sich in der ersten Woche exponentiell von Tag zu Tag, das ist keine Warnung!! Das geht so weit, dass man sich dabei erwischt, wie man mit einem breiten Grinsen an den Raucherecken vorbei geht. Die erste Woche, fertig: Die erste Woche überstanden, dann biste ja schon aus dem gröbsten raus... Ja, nee - is klar, schön wärs. Jetzt ging mir nämlich die anfängliche Motivation so langsam flöten. Das heißt, dass diese linke Bazille , es jetzt erst recht versuchte. Und verlasst euch drauf, dass wurde mal so richtig heftig. Bei mir war die magische Zahl 3, wo sich der , bei mir versuchte, ins Hirn regelrecht einzubrennen. Nach 3 Tagen, nach 3 Wochen und nach 3 Monaten hatte ich derart heftige -Attacken, dass ich echt ins Wanken kam. Ich konnte an nichts anderes mehr Denken, dass wurde teilweise so heftig, dass ich tatsächlich anfing, lauthals mit diesem Nikotin-Monster zu diskutieren. Sowas hatte ich bisher noch nicht erlebt, dass war echt der Hammer. Aber hier kann ich dann nur sagen: Arnus zusammenkneifen und durchhalten.Es geht vorbei, das könnt ihr mir glauben! Ich bin dann, nach dem ersten Monat, dazu übergegangen, jedesmal wenn solch eine Attacke kam, meinen zu bestrafen und zwar mit einer festen Strecke von 10 km die ich mit dem Fahrrad abzustrampeln hatte. Tja - was soll ich sagen - mir hats geholfen. Und wenn wir mal ehrlich sind, war das für meinen Körper ja keine echte Strafe. Achso falls sich jemand fragt, ja - egal bei welchem Wetter. Nach 3 Monaten: Nach den 3 Monaten ist der natürlich nicht weg, vor allen Dingen nach 35 Jahren Raucherkarriere nicht. Er meldet sich in unregelmäßigen Abständen, aber jetzt weiß ich, mit was für einer Art Sucht ich es zu tun habe und vor allen Dingen wie ich damit umzugehen habe. Ich habe diese Zeit des Nikotinentzugs dazu genutzt, hinter die Funktionsweise des zu schauen - und, meinen "Feind" besser kennen zu lernen. Mir geht es Gesundheitlich auf jeden Fall besser. Ich schmecke und rieche wesentlich intensiver als noch zu Raucherzeiten. Mein erster Frühling 2012 als NMR: Das ist ja jetzt mein erster Frühling ohne :Raucher2: und ich kann nur sagen: Das hatte ich nie soooo Wahr genommen, bin die Tage mal ganz bewusst durch unseren Stadtpark gegangen und - ich wurde von allen Seiten mit Gerüchen konfrontiert, die mein Hirn jetzt erst mal verarbeiten muß. Meine Fresse, riecht der Frühling aber lecker. :Blume: Nach 365 Tagen: Also mir gehts blendend, ich bin Froh, dass ich durchgehalten habe. Der meldet sich zwar noch in unregelmäßigen abständen, aber wir kennen ihn ja. Einfach ignorieren und gut is. Übrigens geht das mit dem breiten Grinsen, wenn man an Raucherecken vorbei geht nicht weg, also bei mir ist das immer noch so. Sicher gibts auch Tage wo ich mir einfach sooooooo eine Qualmen könnte, alleine der Gedanke daran lässt mich Sabbern - Komm nur die eine. Nee, Heute wird nicht geraucht. Denn nur die eine ist das Tor zum zukünftigen Raucher, dass hatte ich mal lange geöffnet und das bleibt jetzt verschlossen. Den Schlüssel behalte ich, damit der nicht auf dumme Gedanken kommt. Mein Fazit nach einem Jahr: Einfach mal so nebenbei aufhören zu Rauchen, kannste knicken - geht nicht. Du musst das wollen, ansonsten wirst Du scheitern. Rauchen ist eine Sucht, und man muß sich mit seiner Sucht auseinander setzen. Lerne deinenkennen. Am besten lernst Du ihn kennen, wenn Du ihm sein Nikotin entziehst, denn dann zeigt dieses -Monster sein wahres Gesicht. Mein Motto war: nicht versuchen - Tu es oder lass es. Ein riesen Dankeschön, dass es dieses Forum, mit einer so genialen Community gibt, denn ohne wäre ich bestimmt wieder gescheitert. Danke auch an die alten :osterbunny:, für ihre Unterstützung und ihre Forenbeiträge. Mit deren Hilfe ich die ein oder andere -Attacke abwehren konnte. In diesem Sinne - und immer schön GRÜN bleiben Semibold

 

 

Wicca1974
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Letzter Login: 28.03.2018 - 15:54
Beitrag vom: 17.05.2017 15:52:00
 
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Hallo, ich bin die Neue und habe mir heute in den Kopf gesetzt endlich mit dem Rauchen aufzuhören.

 

placeholder
Seit 455 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 23.04.2018 - 10:11
Beitrag vom: 17.05.2017 17:19:41
 
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Herzlich Willkommen Wicca!!! Am Besten liest du dir in Ruhe alles mal durch hier, vor allem in der Maigruppe findest du viele Mitstreiter, die Mut machen, motivieren und sich aber auch ausheulen können und dürfen!

Du schaffst das!!!

plappern

Teddie
Seit 1038 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 22.04.2018 - 15:01
Beitrag vom: 21.05.2017 11:00:11
 
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Ein - wie ich finde - schöner Beitrag von unserem (Re-)Hennes (Hennes, meinen Applaus, wenn auch spät biggrin):

 
 
Beitrag vom: 19.01.2017 00:05:25
 
Zitat:
 

Hallo und herzlich willkommen JosyEmily lichtan

6 Jahre sind eine lange Zeit, lange genug, um eine massive Abhängigkeit herzustellen. Auch wenn du es vielleicht nicht gerne hörst, du bist jetzt auf Entzug. Das bringt eben auch ordentliche Entzugserscheinungen mit sich, die du mit Nikotinpräparaten natürlich mildern kannst. Letztlich musst du aber auch davon runter, sonst hältst du dich immer weiter in Abhängigkeit zum Nikotin. Trotzdem kannst du die Aufrechterhaltung des Nikotinspiegels dazu nutzen, dir die gewöhnlich mit dem Rauchen verbundenen Gewohnheiten abzugewöhnen, also die sogenatten "Trigger", die bisher immer dafür gesorgt haben, dass du nach dem Essen, nach dem Aufstehen, beim Kaffee, nach dem Sex, bei Stress, vor und nach wichtigen Events usw usw usw GERAUCHT hast.

Die Herangehensweise an einen bewussten Entzug ist sehr individuell. Allen Methoden liegt aber eine wichtige Erkenntnis zugrunde: du musst es wollen.

Bei mir ist es z.B. der kalte Entzug. Ich will nicht mehr rauchen, also rauche ich nicht mehr. Ich erlebe alle Entzugserscheinungen bewusst mit und bin stur bei der Sache. Für mich ist jede Situation die ich meistere ohne zu rauchen ein Erfolgserlebnis und macht mich irgendwie stolz. Daraus ziehe ich wiederum genug Selbstbewusstsein, um die nächste Situation meistern zu können. Das verursacht einen Kreislauf, der genau anders herum funktioniert als ich bisher angenommen habe. Statt mich immer als Opfer des Entzugs zu sehen, bin ich der Bestimmer meiner Situation.

Das was du gerade durchmachst, ist der Prozess des Entzugs. Aufzuhören ist nicht einfach, nicht eben mal so nebenbei gemacht. Wer das glaubt, ist nicht ernsthaft bereit dazu. Es verlangt Einsatz und Bewusstsein. Sonst könnte ja jeder einfach aufhören und das wars.

Ich hatte Schlafstörungen, Verdauungsprobleme, wechselnde Launen, Schweißausbrüche, Raucherträume und vieles mehr. Bei manchen sinds weniger Syptome, nur kurze Zeit, bei manchen ists heftiger über längere Zeit. Die medizinischen Begleitumstände sind bei allen gleich gut oder schlecht ausgestanden, aber die Psyche kann ungleich variabler sein. Je wichtiger du das nimmst, desto schlimmer ist der Entzug.

Ich wünsche dir gehörige Portionen Sicherheit und Sturheit, dein Vorhaben durchzuziehen, es lohnt sich so sehr!

Komm in den thread zu den Januar-Krachern, wir sind in der gleichen Phase und können uns gegenseitig helfen.

Go On

Hennes

Zitatende

 

placeholder
Seit 400 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 06.06.2017 - 19:22
Beitrag vom: 21.05.2017 23:25:17
 
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Also das ist ja mal wirklich eine perfekt zutreffende Aussage die du da gefunden hast....thanx....die muss immer wieder mal geschoben werden damit sie nicht verloren geht ....und wo wir grad beim Schieben sind. ...wie funktioniert dasconfused

Teddie
Seit 1038 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 22.04.2018 - 15:01
Beitrag vom: 22.05.2017 16:19:27
 
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Sissyfirst schrieb:

Also das ist ja mal wirklich eine perfekt zutreffende Aussage die du da gefunden hast....thanx....die muss immer wieder mal geschoben werden damit sie nicht verloren geht ....und wo wir grad beim Schieben sind. ...wie funktioniert dasconfused

 

Indem Du einfach darauf "antwortest", also einen neuen Beitrag schreibst, denn die jüngsten Beiträge sind stets die neuesten und sorgen dafür, dass Threads in der Auflistung möglichst weit vorn zu finden sind.

Mac-2
Seit 1680 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 07.07.2017 - 09:12
Beitrag vom: 17.06.2017 07:00:51
 
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Teddie schrieb:

Liebe Community,

wie wäre es, mal einen derartigen Thread anzulegen? So könnte jeder das, was er beim Stöbern in der großen Forums-Schatzkiste findet, kopieren und hier posten.

Ich denke, sowas könnte hilfreich sein, gerade wenn es im Forum mal nicht so lebhaft zugeht, jemand aber nach Hilfreichem Ausschau hält, oder?

Ich fange mal an und poste einen Beitrag von violettstar, den sie nach etwa einem Jahr NMR bei den Augustinern gepostet hat.

 

Liebe Grüße

Teddie blume2

 

 

Hallo Teddie,

ich finde Deine Idee richtig toll, wenn ich Heute darüber nachdenke was mir eigentlich wirklich geholfen hat aufzuhören, dann waren es immer die Beiträge (Ratschläge) der älteren Aufhörer, ich habe die Ratschläge mir kopiert und in mein Handy gespeichert und wenn ich das Gefühl hatte jetzt rauchen zu müssen, habe ich mir gesagt, dann darfst du das, aber erst wenn ich diese Beiträge noch mal gelesen habe, es ist nie wieder zum Rauchen gekommen, weil diese Ratschläge die Wahrheit über das Rauchen sagen und man muss nur immer wieder daran erinnert werden und sich darüber klar werden das es ohne Zigaretten  wirklich alles besser ist.

Ich habe meine Notizen immer noch, die ich auch immer noch für mich benutze, Gelesen glaube ich schon mehr als 20 mal und bin danach nie schwach geworden, weil es mir immer geholfen hat. Heute bin ich darüber hinweg, ist schon lange her das ich aufgehört habe mit dem Rauchen, aber ich lese immer noch gerne diese älteren Beiträge hier, weil gerade nach einer längeren Zeit des Nichtrauchens die innerliche Verharmlosung dieser wiederlichen Sucht stattfindet, deshalb ist es wichtig sich das was einem mal geholfen hat sich immer wieder vor Augen zu halten.

So, hier jetzt ein kleiner, aber für mich einer der hilfreichsten Beiträge::...

 

Original von G-Junkie

Ich habe gerade beruflich und privat eine Höllenfeuer und jeden-Tag-aus-der-Mülleimer-Lotterie-gewonnen Phase.

Nichts läuft gerade wie es soll und ich fürchte es kommt noch dicker, das ist für mich erst der Anfang.Aber gerade weil ich jetzt jedes Quentchen Kraft brauche, rauche ich jetzt erst Recht nicht, obwohl yeeper alles versucht.

Keine Chance!!Ich bin Nichtraucher und bin es auch ,wenn die Kugeln um meinen Kopf pfeifen.Ich habe genug Probleme, ich kann kein weiteres tragen, schon überhaupt keines mit Nikotin.

Meine grünen Tage habe ich alle selbst verdient, jeden einzelnen.Was auch passiert, ich gebe die nicht her.TV kommt zurück und wird es allen zeigen, er ist ein Gewinner!!!Aber ich warne alle anderen, die insgeheim sich überlegen, was passieren könnte, damit man einen Rückfall schlüssig begründen könnte.Ich wiederhole mich gerne:die erste Woche möchte ich nie wieder erleben, das war unmenschlich.Das mache ich doch nicht freiwillig erneut.

 

Ich wünsche Dir und allen anderen N.M.R. weiterhin nur grüne Tage,

V.L.G.

Mac-2

Teddie
Seit 1038 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 22.04.2018 - 15:01
Beitrag vom: 17.06.2017 12:08:26
 
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Zitat von Mac-2:

wenn ich Heute darüber nachdenke was mir eigentlich wirklich geholfen hat aufzuhören, dann waren es immer die Beiträge (Ratschläge) der älteren Aufhörer, ich habe die Ratschläge mir kopiert und in mein Handy gespeichert und wenn ich das Gefühl hatte jetzt rauchen zu müssen, habe ich mir gesagt, dann darfst du das, aber erst wenn ich diese Beiträge noch mal gelesen habe, es ist nie wieder zum Rauchen gekommen, weil diese Ratschläge die Wahrheit über das Rauchen sagen und man muss nur immer wieder daran erinnert werden und sich darüber klar werden das es ohne Zigaretten  wirklich alles besser ist.

Zitatende

Hallo Mac-2,

Deine Vorgehensweise finde ich einfach genial. Deswegen danke ich Dir für Deinen Beitrag.

Auch danke Dir für die Beachtung happy und die guten Wünsche, das hat mich sehr gefreut.

Ich wünsche Dir das Gleiche!

Liebe Grüße

Teddie

blume2

Mac-2
Seit 1680 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 07.07.2017 - 09:12
Beitrag vom: 21.06.2017 07:29:39
 
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Teddie schrieb:

Hallo Mac-2,

Deine Vorgehensweise finde ich einfach genial. Deswegen danke ich Dir für Deinen Beitrag.

Auch danke Dir für die Beachtung happy und die guten Wünsche, das hat mich sehr gefreut.

Ich wünsche Dir das Gleiche!

Liebe Grüße

Teddie

blume2

 

Hallo Teddie,

vielen Dank für Deine netten Worte, du bist ja jetzt auch schon sage und schreibe 2 Jahre dabeilaughing, ich gratuliere Dir von ganzem Herzen, damit bist du wirklich überm Berg, halte Deine grünen Tage für das wichtigste im Leben fest. 

ich wünsche Dir alles Gute und weiterhin eine super grüne Zeit.blume2blume2

Hier will ich noch einen älteren Beitrag mit reinstellen, der mir damals sehr geholfen hat.

Zitat: von wem weiß ich leider nicht mehr

Die beste Methode besteht darin, sich zunächst einmal klar zu machen, dass Rauchen eine rein mechanische Handlung ist, die nicht dem Willen unterliegt. Solange der Raucher glaubt, er rauche willentlich, fühlt er sich schuldig. Wer also das Rauchen aufgeben will, muss zuerst verstehen, dass das Rauchen für unser Gehirn zu einem Automatismus wird. Wir rauchen genauso automatisch, wie wir unsere Körpertemperatur regeln, trinken, essen oder atmen. Mit dem Rauchen aufzuhören ist vor allem deshalb so schwer, weil der Raucher zwischen zwei Ängsten hin und her gerissen ist, nämlich der Angst vor Krebs (aber diese Gefahr ist noch weit weg, und man kann ihr vielleicht entgehen) und der viel größeren Angst davor, mit dem Rauchen aufzuhören. Das Rauchen wird von derselben Region unseres Gehirns gesteuert wie die anderen lebenserhaltenden Funktionen. Für einen Raucher ist Rauchen genauso lebenswichtig wie Trinken oder Essen. Mit dem Rauchen aufzuhören bedeutet also in gewisser Weise den Tod. 

Der psychologische Aspekt scheint für die Tabakentwöhnung sehr wichtig zu sein. Hängt der Erfolg von der Einstellung des Rauchers ab?Ja, d.h. wer dauerhaft mit dem Rauchen aufhören will, muss lange an sich selbst arbeiten.

Aus diesem Grund würde ich gern den Ausdruck „das Rauchen aufgeben“ aus dem Sprachgebrauch streichen, denn er bringt eine Sanktion zum Ausdruck. Der Raucher empfindet das wie das „Beil“ des Scharfrichters oder wie die Guillotine. Stattdessen sollte man besser von „Entrauchen“ sprechen, denn es handelt sich dabei um einen komplexen Entwöhnungsprozess und den Aufbau einer neuen Persönlichkeit, die die Zigarette nicht mehr braucht.

Zitatende.

 

Liebe Grüße 

Mac-2laughing

Teddie
Seit 1038 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 22.04.2018 - 15:01
Beitrag vom: 21.06.2017 16:47:02
 
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Hallo Mac-2,

ich danke Dir und finde, der User, den Du zitiert hast, hat absolut Recht:

Egal, was passiert - NIEMALS wieder das NMR aufgeben!

Nur so herum wird ein Schuh draus.

Im Forum schrieb ja auch mal jemand: Springe ich vielleicht Bungee mit 'nem Gummiband?

Fahre ich auf der Autobahn auf der falschen Seite um zu gucken wie lange es dauert, bis es kracht?

DAS ist R***n und nichts, was man "aufgibt" /"loslässt" ! Es war und war ist zu keiner Zeit eine Bereicherung.

Lest mal "die Geschichte vom Freund" aus Joel Spitzers NWEEZ - jeder der zweifelt sollte danach kuriert sein.

Liebe Grüße

Teddie

blume2

chrisi1980
Seit 321 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 05.04.2018 - 15:01
Beitrag vom: 21.06.2017 16:56:55
 
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Beitrag von MonaLisa aus dem Thread "Für die jungen Hasen" vom: 19.06.2009 02:50:37
   
Hallo zusammen, ich habe nie mehr viel bei den Jungen mitgeschrieben, und möchte, bevor ich gehe, noch etwas schreiben. Was kann ich den Jungen nach knapp 1000 Tagen Rauchfreiheit mitgeben? Vorsicht - es ist natürlich aus meiner Perspektive geschrieben, und mir fiel es sehr lange schwer. Ich möchte aber nichts beschönigen, mir hat das immer geholfen. Jetzt fällt es mir überhaupt nicht mehr schwer.
 
blume2blume2blume2blume2
- Macht es, es lohnt sich. - Es kann sein, daß es schwer wird, schwerer als gedacht, daß es euch eine Weile psychisch aus der Bahn wirft und euch sogar dauerhaft verändert. - Die einzige Chance besteht darin, diese Situation anzunehmen und das Beste daraus zu machen. Je mehr man sich dagegen wehrt, desto schlimmer wird es. Nimmt man sie an, hat man die Möglichkeit, sie zu verändern. - Es ist normal, daß die Psyche eine Weile durch den Wind ist, weil die jahrelange Nikotinzufuhr euren Gehirnstoffwechsel dauerhaft verändert hat. Das muß sich erst wieder einrenken. Ihr seid nicht bekloppt oder verrückt. Es ist normal, es geht vielen so. - Es kann auch sein, daß ihr ohne weitere Schwierigkeiten darüber kommt.
 
Wenn es so ist - klasse  freut euch und seid so gut, und unterstellt nicht anderen Menschen, die einen anderen Kopf haben, daß sie sich alles nur einbilden und mit etwas gedanklicher Arbeit alles wegdenken könnten. - Wenn ihr euch in der Schleife - heute hör ich auf, morgen scheiter ich - befindet - es ist eine Zeitschleife. Die Zeitvergeudung ist Wahnsinn. Der Zigarettenentzug ist nicht das Schönste im Leben - es lohnt sich nicht, ihn täglich bis alle 3 Wochen zu wiederholen. - Wie lange es nach dem Stop dauert, bis 'es' besser wird, kann leider keiner sagen. Aber alle bestätigen, daß es besser wird und irgendwann gut ist. Bei mir hat es sehr lange gedauert. Zuletzt habe ich nach über einem Jahr noch einmal alles in Frage gestellt. Der Tiefpunkt war nach ca. 3 Monaten. Erst danach ging es langsam aufwärts. Nach dem letzten Infragestellen vor über einem Jahr war es aber gut.
Seither ist Ruhe, und es gibt keinen Grund, jemals wieder zu rauchen. Ich bin einfach nur froh darüber.  
 
'Es' äußert sich dreierlei: In unglaublichem Schmacht, in dem der sonst differenziert denkende Verstand sich zu einem einzigen Gedanken zusammenballt: Ich will rauchen. Du möchtest ein Gespräch beginnen mit "Und wie gehts, alles gut?" und bringst nur den Satz raus "Ich will rauchen!!". Du möchtest die Finger am Tisch festbinden und würdest dafür notfalls Garn durch die Handknochen ziehen, wenn nur irgendetwas verhindern würde, daß die Finger an die Kippen kommen. Du bist ein tolles Anschauungsobjekt eines suchtkranken Menschen und kannst wunderbar an dir selbst beobachten, was Nikotin auf Dauer mit deinem Kopf angerichtet hat. Und überlegen, ob du dir das noch einmal antun möchtest.
 
 
Gegen Schmacht hilft aussitzen, das Wissen, daß du diesem Sch** nicht mehr folgen möchtest. Allen Freiheitsdrang aktivieren, komme was wolle, und wenn mir der Himmel auf den Kopf fällt. Nie mit der Sucht diskutieren. Ablenkung. Durchziehen lassen. Es wird vorbei gehen. Fatal ist es, sich etwas zu Essen in den Mund zu stopfen. Das zweite ist der Himmel, der dir auf den Kopf fällt, ein aus dem Ruder gelaufener Gefühlshaushalt aus Wut, Heulen, Euphorie, wenig dazwischen. Oder depressiv, antriebslos, zu nichts Lust. Kein Schlaf, keine Ruhe, mein Herz ist schwer meine Ruh ist hin usw.
 
Gegen zu viel Gefühl hilft - je nach dem wie schlimm es ist - aussitzen, oder möglicherweise Methoden erlernen, mit dem neuen Gefühlshaushalt umzugehen. Bei mir war das notwendig. Das wichtigste ist, das Gefühl nie blocken zu wollen. Das geht immer in die Hose, es kommt nur 10 mal wieder. 'Ich darf mich nicht ärgern' erzeugt neben dem Ärger noch zusätzlich ein schlechtes Gewissen. 'Ich will doch froh sein' erzeugt zur Trauer noch Scham, daß man traurig ist. Statt dessen hilft es, das Gefühl geschehen zu lassen, ohne es zu blocken, ohne es zu verstärken, durchziehen lassen wie eine Welle, die auch wieder abebbt. Zwischendurch bewußt ruhig weiter atmen hilft auch immer.
 
Das dritte war für mich das Schwerste und hat mich am längsten zweifeln lassen, ob ich dauerhaft ohne Zigaretten leben möchte. Mehr noch, ob ich überhaupt ohne leben kann. Das übliche Repertoire, bestimmten Situationen zu begegnen - fehlte auf einmal. Besonders schönen oder besonders schlimmen Situationen, Streß, Trauer, Wut, große Freude, Erleichterung, Euphorie. Mein Repertoire bestand eigentlich nur in einer einzigen Reaktion: erst mal rauchen. Je nach Schwere der Situation eine rauchen, oder einen Tag lang in eine Ecke setzen und Kette rauchen, bis der Kopf das, was geschehen war, soweit sortiert hatte, daß er damit leben konnte. An der Stelle war ich hilflos.
 
Dagegen half mir nur, ein neues Repertoire zu erlernen. Das war mühsam und es dauert an. Aber es hat mich dauerhaft verändert, wird es auch weiter, und es gibt mir eine Sicherheit und Festigkeit und Klarheit, die ich vorher nie hatte. Andere bringen da vielleicht von Anfang an eine bessere Grundlage mit. Mir hat der Rauchstop dazu verholfen. Wie lernt man sowas? Ausprobieren. Mit allen Hilfsmitteln ausprobieren. Forum lesen, Bücher lesen, Psychologen aufsuchen, Kurse besuchen, andere Menschen beobachten, sich etwas abschauen, nachdenken, den Verstand bemühen, sich beobachten und alles ausprobieren, bis man etwas gefunden hat, was hilft. Ich habe inzwischen einen guten Weg gefunden, aber vermutlich muß den jeder selbst finden. Es geht auch eigentlich nicht darum, sich zu verändern, das kann man nicht. Sondern einen Weg zu finden, auf dem man sich von selbst verändert. Sonst - niemals aufgeben. niemals. - Wenn es schlecht geht: Ein Schritt zurück - Was kann ich tun, damit es besser wird. - Wenn es gut geht: Was kann ich tun, damit es so bleibt. - Du bist nie hilflos. - Probier aus, was helfen könnte, und beobachte, was funktioniert. - Was immer passiert - Ruhe bewaren. don't panic -
 
 
Lächeln  - Wenn du eine Entscheidung treffen mußt, leg dich auf den Rücken, Hände auf den Bauch, atme 7 mal in den Bauch, und triff die Entscheidung. - Wenn es eine wichtige Entscheidung ist (rauche ich jetzt oder nicht?), und du sie heute nicht treffen kannst, verschieb sie auf morgen. Wenn du morgen immer noch rauchen willst - darfst du das tun. - Wenn es ganz schlimm ist: Du mußt in diesem Moment nur diesen Moment aushalten. - Sich im hier und jetzt verankern: Auf die Atmung achten. Schau dich um, was in deiner Umgebung ist, was auf dem Tisch steht, was für ein Bild an der Wand hängt. Was hörst du, was riechst du, was spürst du. Was spüren deine Finger, kannst du alle Stellen, in denen der Körper den Rest der Welt berührt, spüren, Hintern auf Stuhl, Rücken an Lehne, Kinn an Knie, usw. Das war's - vielleicht ist etwas Hilfreiches dabei.
 
Alles Gute und nächtliche Grüße, monalisa
 
Ich habe übrigens am 13. Okt 2006 aufgehört und heute 979 Tage. Es ist ungezählt wievielste Versuch und der 3. langfristige Rauchstop. Vermutlich der letzte.
Haha
Seit 2311 Tagen rauchfrei
online
Beitrag vom: 22.06.2017 11:42:09
 
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Ich zitiere mich mal selbst, weil es tatsächlich der elementare Punkt ist, warum ich es vor nunmehr fünfeinhalb Jahren tatsächlich geschafft habe aufzuhören:

"Ein Trick, der mir selbst sehr hilft, die Schmacht zu überwinden, ist folgender: Ich versuche nicht, die Schmacht zu ignorieren, sondern ich heiße sämtliche Symptome, die mich auf dem Weg zum Nichtraucherdasein begleiten, herzlich willkommen. Ich lache immer leise vor mich hin, wenn ich die unbändige Lust verspüre, eine rauchen zu wollen, denn ich weiß, warum mich der Gedanke überfällt. Es ist das kleine hässliche Monster in mir, das mit Nikotin gefüttert werden will. Und ich freue mich geradezu diebisch, dieses Monster am langen Arm verhungern zu lassen... Ich führe einen Kampf, eins gegen eins, und einer von uns beiden wird der Verlierer sein. Und ich weiß, dass ICH es diesesmal nicht sein werde. Ich werde fies, grausam und unbarmherzig sein! Ich werde dem kleinen hässlichen Monster alles zurückzahlen, was es mir in den letzten 22 Jahren angetan hat. Es wird ein Schlachtfest werden!!! "

engelchen321
Seit 2515 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 05.04.2018 - 15:15
Beitrag vom: 22.06.2017 19:02:36
 
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toller Thread Teddy 

meine Glückwünsche zum 2.Jahr

Teddie
Seit 1038 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 22.04.2018 - 15:01
Beitrag vom: 25.06.2017 14:33:21
 
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thanx, Engelchen

engelchen321
Seit 2515 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 05.04.2018 - 15:15
Beitrag vom: 25.06.2017 17:33:14
 
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 wurmMotivation gewünscht ? spielt hier doch mal die Hauptrolle in der geschichte und stellt euch die Situation richtig real vor Ich fahre jeden Morgen, und jeden Abend auf dem Weg zur Arbeit und zurück an einem Krankenhaus vorbei. Ich sitze da in der Strassenbahn und werfe einen Blick in die erleuchteten Fenster der Krankenzimmer. Manchmal sehe ich dort jemanden am Fenster stehen und hinausblicken. Dann denke ich mir, diese Frau dort oben hat vielleicht eine tödliche Krankheit, und blickt nun hinaus, sieht die Strassenbahn vorbeifahren, sieht dort drinnen mich sitzen und denkt" Diese Frau dort in der Strassenbahn ,fast in meinem Alter,hat noch ihr gesamtes Leben vor sich,wird noch so viel sehen, kann noch so viel erleben, und ich muss in ein paar Tagen schon sterben!" Plötzlich habe ich tief in mir eine Erinnerung: Ich habe schon einmal in einem Krankenhaus gelegen und diese Gedanken gehabt! Ich bin gerade 51 Jahre alt geworden, und empfing Unmengen von Blumen und Karten mit Glückwünschen zum Geburtstag und gleichzeitigen Genesungswünschen, in meinem verlassenem Einzelzimmer auf der 3.Etage Abteilung: Herz und Lungenkrankheiten . Mein Arzt hatte mir gerade vorsichtig versucht zu erklären, daß jegliche Maßnahmen und Medikamente zur Entfernung meiner Metastasen in der Lunge und der Leber, sowie angegriffene Teile des Herzens ,nicht mehr anschlagen, und die Todeszellen nicht mehr zu entfernen seien. Der Krebs hatte sich in meinem Körper zu weit ausgebreitet, und man konnte nichts mehr unternehmen, um diesen zu bekämpfen Eiskalt hiess dies ausgedrückt: Ich hatte noch 2 Wochen zu leben. Nun stand ich hier, nach Monaten der Chemotherpie mit meiner Glatze auf dem Kopf vor dem Fenster und wünsche mir, ich hätte früher was dagegen tun können. Plötzlich spürte ich eine wohlige Wärme, die mich umgab, und sah ein helles Leuchten am Fenster. Bin ich jetzt schon tot?dachte ich,und aus dem hellen, warmen Licht erhoben sich Flügel.......mein Schutzengel, es kann nur mein Schutzengel sein, um mich zu retten!!!!sagte ich mir. Er legte seine Flügel um meinen ausgelaugten, grauen,dünnen, zittrigen und frierenden Körper und mir wurde es zum ersten Mal seit Monaten warm. "Mein Schutzengel, " begann ich stotternd "..du kommst heute, nun, wo es zu spät ist? Ich habe an Dich geglaubt, Dir vertraut, obwohl ich Dich nie gesehen habe, Dich nur gespürt habe , und gewusst habe, Du bist da! Warum hast Du mich in den schwersten Stunden allein gelassen, und warum hast Du es zugelassen, daß ich nun dieses Leben verlassen muss? Warum??? Plötzlich verdunkelte sich das helle Licht um meinem Schutzengel herum in einen grauen Nebelschleier, der immer dunkler wurde, und am Ende eines tiefen Schluchtes sah ich Bilder. Bilder von meinem eigenem Leben, wie in einem Film ,und mein Engel sprach: "Ich war immer da. Als Du auf die Welt kommen wolltest, und fast dabei erstickt wärst, weil Dich niemand rausholen konnte aus dem Mutterleib, war ich Da, und habe Dir einen Ruck gegeben. Als Du als kleines Kind fast im Meer ertrunken wärst, war ich da und schickte Deinen Bruder , um Hilfe zu holen. Als Du als Teenager mit dem Fahrrad über eine Rote Ampel gefahren bist, war ich da, und ließ den Fahrer in dem Auto, das auf Dich zuraste,rechtzeitig bremsen. Als Du als Jugendliche betrunken und bekifft in Dein Auto steigen wolltest, war ich da , und habe ich Dich aufgehalten. Als Dein Schwiegervater an Lungenkrebs starb, war ich da, und habe Dich getröstet. Als Deine Mutter wegen zugerauchten Herzgefäßen mehrere Katheter gelegt bekommen hatte, war ich da, um Dich in Deiner Angst um sie zu stärken, und Dir Mut zu machen... Als Du als Heranwachsende zu einer Frau Deine erste Zigarette angezündet hast, war ich da, und habe Dir hilflos zugesehen! Als Du als Erwachsene Schmerzen und Stiche vom Rauchen im Herzen gespürt hast, war ich da, und meine Hände waren mir gebunden. Als Du Dir die Zigaretten, die den Krebs in Deinem Körper ausgelöst haben, angemacht hast, und sie tief in Deine schwarze, kaputte Lunge reingezogen hast, ohne darüber nachzudenken, was Du Dir antust, war ich da, genau neben Dir! Und ich konnte nichts gegen Dein Verlangen nach diesen Dingern unternehmen. Die ganze Zeit legte ich meine schützenden Flügel um Dich, aber ich konnte Dir keinen Ruck geben, der Dich zum Aufhören bezwang, ich konnte Dir niemanden schicken, der Dir die Hilfe holte, um dich da rauszuziehen, ich konnte niemanden auf die Bremse treten lassen, damit Du aufhörst zu Rauchen, ich konnte Dich nicht aufhalten, auf Deinem Weg in den Tod!" Nach diesen Worten stand ich weinend vor dem Fenster und blickte in den Sternenklaren Himmel, und flüsterte: "Hätte ich noch eine Chance, eine letzte Chance, für dieses Leben, ich würde sie nutzen, und alles tun, um an dieser Sucht nicht sterben zu müssen!"Mit einem Mal hörte ich von weitem eine süße Melodie erklingen, und meinen Engel sagen hören:"Ich hatte nie die Macht gegen Deinen inneren Teufel zu kämpfen und zu gewinnen, aber ich habe die Macht, Dir noch eine Chance zu geben. Ich werde Dich in die Zeit, bevor Du Dir Dein Krebs angeraucht hast, zurücksetzen, Du wirst keine Erinnerung haben, doch Du wirst innerlich spüren, daß es das Richtige und einzigst Ware ist, aufzuhören, oder Du wirst es Dir verspielen." "Nächste Station Mannheim Hauptbahnhof, Endstation, bitte alle aussteigen." Ich bin wie aus einem Traum gerssien worden,und steige aus. Bei dem Blick zum Kiosk gegenüber werfe ich den Gedanken an den Kauf von einer Packung Ziggis weg, und sage mir: Du hast die Chance das Leben zu geniessen! Du bist Reich, Reich im Überfluss von dem wertvollstem auf dieser Welt, Du bist Gesund!" ihr habt alle die chance  Jetzt bleibt am ball ,denn es lohnt sich in jeder hinsicht ,nicht nur finanziell   und bei schlimmsten schmachtanfällen in den Anfangszeiten einen Teelöffel scharfer Senf mir hat das geholfen seid stark ,ihr könnt mehr als ihr denkt  wer mehr wissen will über mich und meine Gedanken zum rauchen und nichtrauchen hier bitte im nach dem ersten Jahr ---ein abenteuer und viele neue erkenntnisse

chrisi1980
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Beitrag vom: 26.06.2017 16:11:00
 
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bearbeitet von: chrisi1980 · 27.06.2017 - 15:38:09

Mich hat diese 4,5 jährige Leidensgeschichte des Users Muse über den Verlauf seiner COPD sehr bewegt, weil er doch zeigt wie sehr man seinen Körper mit dem Rauchen schädigt. 

 COPD mit Lungenemphysem

placeholder
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Beitrag vom: 26.06.2017 17:17:10
 
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Was für eine Geschichte sehr bewegend.

chrisi1980
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Beitrag vom: 28.06.2017 13:36:14
 
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AltUser schrieb:
Hallo Ihr Lieben! Wie versprochen (oder angedroht): Mein "kurzer" Bericht zum 2jährigen Jubiläum! Zwei Jahre....Wenn ich das so lese, kann ich es irgendwie kaum glauben. Obwohl Rauchen für mich eigentlich keinThema mehr ist. KeinThema mehr !!!???????????..OhhhhhJA!!! Es ist wirklich eingetroffen. Anfangs war es mir einfach unvorstellbar, dass ích es jemals fertigbringen würde, den Gedanken ans Rauchen aus meinem Kopf zu verbannen. 32 Jahre Nikotinkonsum hatten ihre Spuren hinterlassen. Rauchen gehörte zu meinem Leben, wie essen, trinken und schlafen. Erschwerend kam hinzu, dass ich absolut keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch das Rauchen verspürte. Ich war nicht kurzatmig, hatte keinen Raucherhusten, sah frisch und gesund aus und hängte manchen Nichtraucher sportlich ab. Kurzum : Mir ging es super! Warum machte es mich aber verrückt, dass ich bei meinen Schwiegereltern nur vor der Tür rauchen durfte? Warum fuhr ich dann am liebsten gar nicht erst zu Ihnen? Warum klaute ich meinem Liebsten die letzte Zigarette aus der Schachtel und versteckte sie? Nur um morgens nicht ohne meine heissgeliebte Frühstückszigarette dazustehen?! Warum packte mich die Panik, wenn die Schachtel leer wurde und ich kein Kleingeld mehr hatte? Warum hatte ich tierischen Frust, dass kurz nachdem wir unsere Romreise gebucht hatten, in Italien das Rauchverbot eingeführt wurde. Und ich am liebsten die Reise gecancelt hätte ? Und warum besuchte ich meine totkranke Schwester in den USA , die sich wegen Lungenkrebs einer Chemo und Bestrahlungen unterziehen musste, und beschwor diese das Rauchen aufzuhören ? Was mich so mitnahm, dass ich erst recht rauchen musste. Aber: Ohne Zigaretten war alles doch nur halb so schön. Ohne Zigarette war ich doch nur halb, ein halber Mensch, nicht vollständig, beraubt, beschnitten, gefoltert. Als mir das klar wurde, fing ich an zu zweifeln. WIE? War das wirklich so?Ich rauchte doch nur zum Genuss. Oder? Wir Raucher waren doch sowieso viel kreativer, umgänglicher, sozialer, freier, toller!! Oder? Stimmte das gar nicht? War ich etwa ABHÄNGIG?? ICH? NÖÖ, oder? Nein, süchtig war iiiiich nicht . Ich konnte das Rauchen aufhören, wenn ich nur wollte. Aber ich wollte ja gar nicht. ..(Meinte ich) Um mir das selbst zu beweisen, schränkte ich meinen Zigarettenkonsum ein. RIGOROS. Von 25-30 auf 5 Stück am Tag! Mensch, war ich toll! Ich war super. Ich war ja so stark. 5 Zigaretten, nur fünf Stück !!!!! Meine Gedanken kreisten von nun an 18 Stunden am Tag um genau diese 5 Zigaretten. Wann am besten rauchen? Wie und wo? Ich musste mir die Dinger ja einteilen. Es waren doch nur F Ü N F S T Ü C K !!! Hahh, ich war ja sooooo schlau! Mööööönsch, ich brauchte doch gar keine ganze Zigarette auf einmal zu rauchen. Zwei, drei Züge reichten mir doch..Immerhin war ICH ja nicht süchtig nach dem Zeug! Also los geht's. Nur noch drei mal ziehen, ( im Notfall auch viermal )und ausmachen, dann kam ich mit 5 Zigaretten locker über den Tag. Hey, genial! So machte ich aus fünf doch locker das Dreifache !! Aber irgendwie war das doch eklig. Die ausgedrückten Dinger sahen blöd aus, schmeckten nicht richtig und stanken fürchterlich in der Schachtel. Aber ich war doch schlau..und sooo kreativ! Ich besorgte mir eine kleine Schere und ein hübsches Schächtelchen. Akurat abgeschnitten, diskret und geruchsneutral verpackt, hatte ich es endlich: MEIN RAUCHERBESTECK !!! ..und irgendwannfiel ich aus allen Wolken. ICH war NICHT süchtig?? Hatte ich nicht ein ähnliches Päckchen beisammen wie "richtige" Junkies?? War mein allesbeherrschender Gedanke am Tag etwa nicht: RAUCHEN? ABER WANN, WO UND WIEVIEL??? Im Nachhinein gesehen, war das Reduzieren für mich der ausschlaggebende Faktor. Erst als ich nicht mehr hemmungslos meine Sucht befriedigte, merkte ich, wie sehr das Rauchen mein Leben bestimmte. Und das wollte ich nicht mehr. Ich wollte kein Sklave sein. Ich hatte doch sonst immer alles prima im Griff. Ich hasste es fremdbestimmt und bevormundet zu sein. Aber dieser Sucht ordnete ich wiederspruchslos mein Leben unter. Jetzt war Schluss ! Ich setze mir ein Startdatum in der nächsten Woche, bestellte mir bei Amazon Allan Carrs "Endlich Nichtraucher", meldete mich bei Nichtraucher.de an, informierte alle Freunde, Bekannte und Familienmitglieder per Telefon und E-mail über meinen Entschluss und bittete um Beistand bei Gott und allen Heiligen. Ich wusste, dass ich mein Vorhaben outen musste. Für mich ist es sehr schlimm, zu versagen. Ich hätte nichts schlimmer gefunden, als zugeben zu müssen, umgefallen zu sein. Deswegen sollten es alle wissen, Ich stellte mir vor, wie alle mich mit Häme überhäuften, wenn ich scheitern würde. Das absolute Horrorszenario für mich! Ich erntete viele skeptische Bemerkungen.. war ich doch d i e Raucherin schlechthin. Ausserdem hatte ich niemals irgendeinen Ton verlauten lassen, dass ich mich mit dem Gedanken überhaupt befasste! Aber das bin Ich. Wenn ich einen Entschluss fasse, und das kann mitunter seeeeehr lange dauern, dann steht der auch. Genau deshalb spreche ich nicht gern über unausgegorene Sachen. Es graust mich, dann wieder einen Rückzieher zu machen. Also startete ich mein Projekt: NIE WIEDER RAUCHEN. und es gab nur ein Ziel: Dieses Projekt ist von Erfolg gekrönt. Eine Alternative gibt es nicht. Und es war schwer. Sehr schwer. Wie eingangs beschrieben, dachte ich nur ans Rauchen. Und daran, wann das endlich aufhört. Ich litt wie ein Schwein, verfluchte mich und meine dämlichen Entschlüsse, schlief nicht mehr, frass wie ein Scheunendrescher, fühlte mich erstmals im Leben richtig krank, bekam unerklärlichen Dauerschwindel, heulte plötzlich mindestens einmal am Tag, und kämpfte mit Depressionen. Aber kein einziges Mal, lies ich den Gedanken zu, wieder zu rauchen. Wohlgemerkt: ich lies ihn nicht zu, denn da war er schon : OH, ja!! Aber ich hatte meinen Entschluss gefasst und aus Schluss, Ende. Was mich beschäftigte war jetzt einzig und allein der Gedanke : WANN HÖRT DAS ENDLICH AUF??? Ich bombadierte alle, einschliesslich des Forums, immer wieder mit dieser Frage. Keiner konnte sie mir so beantworten, wie ich das gerne wollte: Nächste Woche, nächsten Monat oder nächstes Jahr. Aber eine genaue Zeitangabe wollte ich. Verdammt noch eins. Das war doch das mindeste. Ich resignierte. Okay, das hört nieeeee auf. Selbst schuld. Du wolltest es ja so. Hat Dich ja keiner gezwungen, Du dumme Kuh! Ich entwickelte einen tierischen Hass auf die Zigarettenindustrie, die es fertiggebracht hatte, dass ich jetzt "so was" mitmachen musste. Ich hätte am liebsten alle Raucher auf den Mars verbannt, nur damit ich Ihre verklärten Anlitze nicht hätte sehen müssen, wenn sie an ihren dreckigen Glimmstängeln zogen. Ich meinte alle Welt jetzt retten zu müssen, insbesondere die Kinder, die unverschuldet in die Fänge dieser besch.. Rauchermafia fielen. Ähem.... ich nervte....Freunde, verwandte, mich selbst ....und vor allem meinen Liebsten, der aus Liebe mit mir zusammen aufgehört hatte. Im Gegensatz zu ihm, der am liebsten überhaupt nicht über dieses Thema sprach, hatte ich nur noch Eines: "Nicht mehr rauchen und die Folgen!" Aber es kam wie es kommen musste..es wurde immer leichter und irgendwann war es vorbei. Es hatte tatsächlich aufgehört !!!!!!!! Fragt mich bitte nicht, wann das war. Ich kann es genausowenig beantworten wie die Armen, denen ich diese Frage bis zum Würgen gestellt hatte. Es geht mir heute fabelhaft, ich wiege auf Grund einer Ernährungsumstellung weniger als zu rauchzeiten, die Depris sind weg, der Schwindel auch...und mir fehlt nichts! Absolut gar nichts! Ich bleibe aber weiterhin auf der Hut. Ich lass mich nicht nochmal verarschen von dem Sch..kerl. 32 Jahre sind mehr als genug! An alle, die leiden und zweifeln: Es hört auf! Habt Geduld und bleibt stur. Diskutiert nicht mit der Sucht und zweifelt niemals an Eurem Entschluss. Er ist einer der besten Eures Lebens! Meinen Dank an dieses grossartige Forum, ohne das und seine tollen Mitglieder ich es sicher noch viel viel schwerer gehabt hätte! Eure lagvi

Mac-2
Seit 1680 Tagen rauchfrei
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Beitrag vom: 07.07.2017 08:57:35
 
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Hallo zusammen, 

hier noch ein sehr kleiner aber für mich sehr hilfreicher Beitrag:

Denn nur eine einzige Entscheidung meines eigenen Willens kann mich verändern, man muss sich nur einmal Entscheiden etwas nicht zu tun und danach muss man sich nur noch an diesen Entschluss erinnern.

Die Frage ist nicht warum kann ich nicht aufhören sondern warum höre ich nichtauf.

Ich wünsche euch allen ein rauchfreies Wochenendeblume2

 

L.G.

Mac-2