Antworten: 9
Views: 1235
ich bin es leid...
placeholder
Seit 435 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 21.10.2017 - 10:12
Beitrag vom: 06.05.2017 11:39:24
 
{{ karma }}

Hallo, ich habe mich hier angemeldet, weil ich mir sehr wünsche, mit dem Rauchen aufzuhören. Noch plagen mich Ängste, Unsicherheiten und Zweifel, wie z.B. ob man überhaupt die Chance hat, mit einem rauchenden Partner, "einfach so" aufhören zu können?

Ich bin 49 Jahre alt und seit 30 Jahren verheiratet - genauso lange rauchen wir auch gemeinsam...nur, daß bei mir in der letzten Zeit der Wunsch gewachsen ist, es sein zu lassen - ich möchte einfach nicht mehr rauchen "müssen".

Im Februar hatte ich bereits einen gescheiterten Versuch - nach dem an Tag 5 meine Verdauung praktisch zum Eriliegen gekommen schien, hab ich einfach wieder geraucht...da dachte ich noch, die Gewohnheiten und die psychische Abhängigkeit wären das Schlimmste, aber daß ich mich körperlich so mies fühle, hätte ich nicht erwartet. Danach hab ich mich erst recht schlecht gefühlt - wieder geraucht und als Versager gefühlt etc.

Dann weiß ich nicht, ob man sich nicht helfen lassen sollte...z.B. durch Hypnose oder so....hat da jemand Erfahrung damit?

Oder Nikotinplaster oder - kaugummis? Aber zögert man die Abhängigkeit vom Nikotin dadurch nicht bloß hinaus?

Viele Fragen treiben mich um...vielleicht kann mir hier ja jemand Mut machen?

Soo viele in meinem Bekannten- und Freundeskreis haben es geschafft, "einfach" aufzuhören, warum nicht auch ich?

 

 

 

placeholder
claudialuise
abgemeldet
Beitrag vom: 06.05.2017 15:58:46
 
{{ karma }}

Hallöchensmile

Ich hatte auch einige Versuche bereits hinter und bin jedes Mal gescheitert weil es mir einfach miserabel ging Heulkrämpfe, starke Depression, körperlich total im Eimer...Naja jetzt höre ich mit Niktonpflastern auf. Ich habe für mich entschieden das ich mich erstmal um die psychische Abhänggkeit kümmern will und die Gewohnheiten und dann um den körperlichen Enrzug. Na klar bekommt der Körper weiterhin Nikotin zugeführt aber es ist doch weitaus besser so als es nicht zu schaffensmile Ich nehme aktuell die starken 24-h-Pflaster, werde nach 2 Wochen dann die mittelstarken nehmen und danach dann nur noch die leichten.  Ich war auch immer sehr skeptisch was die Pflaster betrifft aber jetzt denk ich mir nur Gott sei dank gibt es sowassmile 

Ich denke du wirst für dich auch den richtigen Weg finden. Ich habe heute meinen 4., rauchfreien Tag. Solange habe ich es noch nie geschafftsmile

Du kannst auch gerne in die Maikäferchen Gruppe kommen, da können wir uns gemeinsam unterstützen 

Liebe Grüße

Merili
Seit 842 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 24.04.2018 - 07:39
Beitrag vom: 06.05.2017 21:30:09
 
{{ karma }}

Halo Zinaida, die ersten Tage "ohne" waren bei mir auch schwer. Insbesondere auch, was den Besuch auf dem Örtchen anginghae. Ich habe letztlich mit Nikotin Kaugummis entzogen. Das hat mir gut über die ersten Wochen geholfen. Meine zwischenzeitliche Angst, dann eben von diesen Dingern abhängig zu werden, zerstreute sich rasch. Ich hab sie immer mehr durch normale Kaugummis ersetzt. Dabei fand ich es gut, etwas für den "Notfall" in der Tasche zu haben. Das hat mir Sicherheit gegeben. Pack es an! Jeder kann es schaffen, aufzuhören. Der Gewinn ist riesig!

placeholder
Seit 435 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 21.10.2017 - 10:12
Beitrag vom: 07.05.2017 10:00:20
 
{{ karma }}

Guten Morgen, und erst mal vielen Dank für Eure mutmachenden Antworten!

Ich wollte am 31.5. an einem Hypnose-Seminar teilnehmen, hab dann aber spontan beschlossen, meine derzeitige Stimmung auszunützen und es zunächst alleine zu probieren. Was ich diesmal anders mache:

- ich will es lockerer sehen, nicht mehr so verkrampft wie beim letzten Mal - zu viel Lebenszeit stiehlt mir dieses leidige Thema inzwischen!

- will von Tag zu Tag denken und nicht an das "nie mehr rauchen dürfen"

- ich informiere außer meinem nächsten Umfeld niemanden

- für den Notfall hab ich Eukalyptusbonbons, Nikotinkaugummis und Lutschtabletten hier

 

Auf einen rauchfreien Sonntag!

Liebe Grüße

 

placeholder
claudialuise
abgemeldet
Beitrag vom: 07.05.2017 12:08:30
 
{{ karma }}

Das klingt nach einem guten Plansmile Ich habe auch niemanden weiter informiert, das nimmt den Drucksmile

Viel Erfolgblume2

DiJay
Seit 1014 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 15.07.2018 - 15:39
Beitrag vom: 09.05.2017 19:23:23
 
{{ karma }}

Hallo zusammen,

ich habe nun mal viel gelesen hier und ich weiß nicht, ob ich alles in Text verwandeln kann, was ich wollte!! So, ich habe kalt entzogen, was aus meiner Sicht das Beste ist aber Fakt ist, was hilft, dass ist gut! Weiter, ich habe es so vielen Leuten erzählt, wie es ging, es war ein Schutzschild, ich konnte nicht mehr mein Gesicht verlieren, zu sagen, ich rauche wieder! Meines Erachtens nach lasst ihr euch ein "Hintertürchen" auf, falls ihr schwach werden solltet! Das es ein Kampf wird, sollte jeder wissen, sonst gäbe es ja auch dieses Forum nicht! Ich kann nur von mir reden, ich habe vom ersten Tag an gewußt, es gibt keine mehr, mich bei jedem blöden Gedanken selbst bewertet, was macht die Sucht mit mir, wie geht sie vor? Leute, die Anfälle sind nie lange und werden mit der Zeit immer seltener! Ihr müsst einfach nur noch eine einzige Zigarette nicht mehr rauchen, nämlich die nächste!!!!!!! Sagt euch nicht, es ist für immer, es ist immer "nur" für heute. In diesem Sinne, wünsche ich euch allen viel Erfolg, die nötige Sturheit und den Willen, ein echter Nichtraucher zu werden! Mehr kann ich euch nicht auf diesem Weg mitgeben.

Der DiJay

placeholder
Seit 483 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 06.06.2017 - 19:22
Beitrag vom: 09.05.2017 19:45:25
 
{{ karma }}

Der Meinung bin ich auchcool

placeholder
Seit 435 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 21.10.2017 - 10:12
Beitrag vom: 09.05.2017 23:00:28
 
{{ karma }}

Ich denke, die Methoden, aufzuhören, sind so individuell wie die Raucher selbst. Ich weiß sehr wohl, daß es auf meinen Willen ankommt, aber ich bin mir auch ganz sicher, daß es für mich richtig war, das nicht an die große Glocke zu hängen, denn ich kann so wesentlich entspannter damit umehgen, das ist aber auch eine Frage des Selbstbewusstseins. Ich hab so gut wie keines, was dazu geführt hat, daß mein Scheintern beim 1.Versuch für mich kaum zu ertragen war - einmal, weil ich selbst von mir enttäuscht war und dann, weil so viele nachgefragt haben und ich mich immer wieder erklären musste...und mich dadurch erst recht wertlos gefühlt habe.

Fakt ist aber, meine Freunde mögen mich, ob ich nun rauche oder nicht, man hört entweder für sich auf oder gar nicht und es kann einem auch niemand dabei helfen. Aber ich bin auch niemandem Rechenschaft schuldig, denn wie gesagt, wahre Freundschaften hängen nicht davon ab, ob ich rauche oder nicht.

Ich würde es am ehesten mit dem Beispiel vergleichen - Du hasst Deinen Job und hast ein Vorstellungsgespräch, erzählst 30 Leuten davon. Du kriegst eine Absage, was schmerzlich genug ist, aber da nun die 30 Leute bei Dir nachfragen und Du Dein Scheitern mehrfach wiederholen mußt, fühlst Du Dich erst recht mies und wertlos und das führt zu nichts Gutem. Mit einem Hintertürchen hat das m.E. nichts zu tun, denn wenn ich scheitere, dann nur für mich - wem sonst sollte ich Rechenschaft schuldig sein?

 

placeholder
Seit 483 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 06.06.2017 - 19:22
Beitrag vom: 09.05.2017 23:30:55
 
{{ karma }}

Hi Zinaida, natürlich muss jeder seine Methode finden nicht mehr zu rauchen....wenn es tatsächlich das eine richtige Konzept dafür geben würde.....dann hätten wir weit mehr NMR weil es viel mehr auf Anhieb auch schaffen würden. Bei manchen klappt es sofort....bei Anderen nach dem 20. Anlauf.

Wichtig ist, nicht aufzugeben. Es immer wieder zu versuchen. Wer weiß, vielleicht wäre ich schon jahrelang NMR wenn ich es nur versucht hätte. Ich wollte genau wie du vor den Anderen nicht als ewiger - und morgen hör ich auf-    - ach, habs doch nicht gepackt- Raucher dastehen, und hab es deswegen nie versucht...bis vor 50 Tagen( noch nicht wirklich lange, aber für mich schonmal ein Erfolg)...da hat es mich so genervt, das Rauchen, die ewige Sucht, dass ich mir gesagt hab' ich versuchs, mal schaun, was drauß wird'

Erst wollt ich es nur den engsten Leuten erzählen mit denen ich oft zusammen war, aber dann, als ich nach ner Woche gemerkt hab, wie stolz ich auf mich bin wenn mich jemand auf das Rauchen angesprochen hat....da hab ich es möglichst vielen erzählt. Natürlich hört man für sich selbst auf, aber, es ist schwer allein aufzuhören. Und das Mitwissen von Anderen hilft auch, es baut nicht nur Druck auf- es hilft auch, gibt dir ein Feedback,  du freust dich über Lob von Anderen und selbst wenn du mal so ein Moment hast, wo du denkst- ohhhh, jetzt könnt ich....dann rauchst du klar nicht weil du für dich aufhören möchtest, aber genau in dem Moment wo du denkst- jetzt könnt ich- auch wegen den Anderen, die ja alle wissen, dass du eigentlich nicht mehr rauchen möchtest.

Aber wie schon gesagt, jeder muss die Methode finden, mit welcher man am besten klar kommt.

Es war kein Vorwurf, dass ihr Euch ein Hintertürchen offenlasst...sondern eher den Wink dazu, dass die Gefahr dafür besteht.

Lieben Gruß und weiterhin viel Durchhaltevermögen, Sissy 

DiJay
Seit 1014 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 15.07.2018 - 15:39
Beitrag vom: 11.05.2017 17:33:14
 
{{ karma }}

Guten Abend,

wie Sissy bereits erwähnte, wollte ich Dir nicht damit einen Vorwurf machen, sondern einen eventuellen Denkanstoß geben. Klar hängt es von vielen Dingen ab aber sorry, Dein Vergleich mit einem Vorstellungsgespräch hinkt etwas, denn da würde ich es auch niemandem erzählen, weil es dabei ja nicht nur an mir liegt! NMR zu schaffen oder nicht, hängt von jedem Menschen alleine ab. Ich habe hier am Anfang sehr viel gelesen und auch geschreiben, eines kann ich euch sagen, keiner hier, der einen Rückfall hatte, hat je gesagt/geschrieben, oh toll, ich freue mich, endlich wieder zu rauchen, im Gegenteil, die erste soll richtig übel schmecken und danach kommt die Traurigkeit über das eigene Versagen! Letztendlich hilft alles, was zum Ziel führt und Freunde, die einen nicht so akzeptieren, dass sind gar keine Freunde! So, immer schön grün bleiben und einen nach dem anderen rauchfreien Tag sammeln.

LG DiJay