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Hello again! Aufhören Klappe die 2.
violettstar
Seit 81 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 24.01.2019 - 18:26
Beitrag vom: 02.01.2019 20:54:46
 
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Hallo miteinander!

Ich weiß gar nicht genau, wie ich starten soll. Die alten Hasen kennen mich vielleicht noch.

Im August 2015 habe ich mit einem Nichtraucherseminar aufgehört zu rauchen. Und das extrem erfolgreich, wie ich es in Erinnerung habe. Klar hatte ich meine Schmacht-Attacken, aber kam nie wirklich in Versuchung. So häuften sich die grünen Tage, die Zigaretten gerieten immer mehr aus meinem Fokus und ich lebte und liebte mein Nichtraucher-Dasein. Von dem ganzen gesparten Geld leistete ich mir ab Oktober 2016 eine Reise nach Asien. Es war unglaublich.

Und dann ganz ohne Vorankündigung, ohne Schmachter, ohne Sonstwas fing ich Ende November scheinbar „einfach so“ von einen auf den anderen Tag wieder an zu rauchen. Und zwar volles Programm. Von null auf hundert in 3 Sekunden. Ich plante sofort, dass ich bei Rückkehr nach Deutschland aufhören würde. Dann sobald ich mit meinem neuen Job anfange. Und so weiter und so fort, ihr kennt das. Letztlich habe ich nun über zwei Jahre wieder geraucht. Heimlich, weil es mir echt zu peinlich war, das offen zuzugeben. Klar gab es hier und da mal ein paar halbherzige Aufhörversuche. Meine wirkliche Abstinenz dauerte dann so zwischen 3 Stunden und vier Wochen an (glaube ich). Und dann fing ich immer wieder an.

Ich war jetzt zuletzt wirklich extrem von mir selbst genervt. Es drehte sich alles ständig nur darum, wann ich wie und wo heimlich eine rauchen kann. Während des Rauchens natürlich total gestresst, weil ich ja Panik hatte, dass mich jemand sieht. Hinterher total die Angst, dass man „es“ riechen könnte. Dann die Scham, wenn jemand mich drauf ansprach. Insgesamt war ich also einfach mal maximal gestresst durch diese bescheuerte Raucherei. Ich dachte mir bei jeder Schachtel „dies sollte meine letzte sein“.

Vergangenen Samstag hatte ich mein persönliches Raucher-Paradies: ich hatte sturmfrei und hätte den ganzen lieben langen Tag vor mich hin rauchen können. Aber ich hatte keine Kippen mehr. In mir brodelten die Gedanken vor sich hin: „Wollte ich nicht zu Neujahr aufhören? Die Schachtel schaffe ich niemals bis Montag Abend! Das heißt, ich würde dann wieder nicht aufhören“. Ich besuchte das Forum hier, begann Bücher zu lesen. Und beschloss spontan, nicht mehr zu rauchen. Das ganze ist nun über vier Tage her. Vier Tage ohne Zigarette und ohne nennenswerte Lust darauf! Ich beschäftige mich gerade intensiv damit, warum ich eigentlich rauche, was es mir scheinbar „gibt“. Und auch damit, was ich tatsächlich bekomme und im Gegenzug verliere. Dadurch ist mir erst bewusst geworden, dass ich das, was ich brauche, niemals durch Zigaretten wirklich bekommen kann. Dass mich das Rauchen sogar davon abhält, meine Bedürfnisse vollends zu erfüllen. Ich bin also in einem ganz schön giftigen Teufelskreis... Oder war. Ich habe mir nun auf die Agenda geschrieben, mal zu schauen, wie ich meine hinter dem Rauchen liegende Bedürfnisse erfüllen kann. Und wenn es nur dem Zweck dient, dass ich Zigaretten nicht mehr brauche. Würde ja schon reichen. Denn ich hab echt keine Lust mehr. Und darum nun hier im Forum ganz offiziell: Ich rauche nicht mehr.

 

Ich fand das Forum beim letzten Mal sehr hilfreich. Darum freue ich mich auch diesmal über einen regen Austausch, Ich finde keine Monatsgruppen wie vor drei Jahren. Ist das ausgestorben?

 

Liebe Grüße

Lisa

 

placeholder
Seit 785 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 19.03.2019 - 10:06
Beitrag vom: 03.01.2019 20:49:12
 
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Hallo Lisa, 

herzlich willkommen zurück und Glückwunsch zu deinem Plan, wieder voll grün durchzustarten! Hier ist es richtig ruhig geworden, deshalb wohl auch noch keine Januarstarter-Gruppe vorhanden. Aber es finden sich bestimmt noch ein paar Mitstreiter für dich!

Ich lasse dir eine große Portion Sturheit da für die harte Anfangszeit, aber du kennst das ja alles.

Liebe Grüße und schreib einfach, wenn du was loswerden willst, es antwortet auf jeden Fall jemand!!!

Katja winken_mit_hut

placeholder
Seit 143 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 02.03.2019 - 18:08
Beitrag vom: 04.01.2019 10:22:45
 
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Hallo Lisa,

super Idee, wieder hier im Forum zu starten. Ich habe gefühlte Tausend Aufhörversuche hinter mir. Die wenigen "mit Forum" waren die erfolgreichsten. Bei allen Aufhörversuchen habe ich etwas dazugelernt und jetzt ist für mich klar, dass ich nie wieder eine Zigarette anrühren werde. Als ich hier vor kurzem wieder eingestiegen bin, hatte ich schon Angst, dass hier zu wenige Leute sind, die mich motivieren könnten. Damals war hier noch viel mehr los und man war durch die vielen Mitstreiter sehr motiviert. Jetzt sind zwar nicht viele da, die gleichzeitig aufhören wollen, aber ich finde es soooo toll, dass die "alten Hasen" hier die "neuen Hasen" mit aufnehmen und einen total motivieren. Das hat mich echt sehr berührt und mir so viel geholfen, dass sich immer mal wieder jemand gemeldet hat und mir auf die Schulter geklopft hat. Das tat schon sehr gut und die Versuchung, wieder eine anzustecken war sehr gering.... den größten Schmachter hatte ich an Silvester als plötzlich die Raucher um mich herum wieder in Überzahl waren. Aber ich wusste, nur die eine gibt es nicht und der Schmachter ging auch wieder vorbei. Ich drück Dir die Daumen Lisa, bleib weiter dran - es lohnt sich!

Liebe Grüße,

Nicki

violettstar
Seit 81 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 24.01.2019 - 18:26
Beitrag vom: 04.01.2019 15:24:39
 
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Liebe Katja,

Vielen Dank für deine Glückwünsche und die Sturheit! Die brauche ich heute auch. Ich verbringe heute an meinem freien Tag jede Minute mit dem Anschauen von Reportagen über das NMR und auch Folgeschäden vom Rauchen, zudem lese ich nebenbei fleißig Joel Spitzer's Nie wieder einen einzigen Zug. So langsam bin ich sehr angewidert

Liebe/r (?) Nicki,

Danke danke für deine gedrückten Daumen! Es ist schön, Unterstützung von euch zu bekommen. Bei meinem letzten großen NMR-Angriff war hier auch ganz gut was los, da war es nie still im Forum. Aber ich freue mich über jeden einzelnen, mit dem man sich austauschen kann! Silvester und auch sonst große Verantstaltungen, bei denen Alkohol mit im Spiel ist, sind auch für mich immer wieder schwieriger. Ich versuche sowas nun erstmal zu vermeiden, nach meinen 6 kleinen Tagen traue ich mir noch nicht so recht

Ich merke, dass ich, wenn ich an Zigaretten denke und ein paar Suchtgedanken zulasse, mich komplett verspanne und ganz komisch atme, also den Atem nicht ganz ausatme. Und das fühlt sich dann ganz komisch an und ich werde unruhig, hab dann wie Watte im Kopf. Wie bei einer leichten Stauerstoffintoxikation. Sobald ich ganz bewusst atme, geht das weg. Jetzt wo ich das aufschreibe, fühle ich mich bescheuert Hattet/ habt ihr das auch? Ich überlege gerade, ob das vielleicht ein klassischer Schmachtanfall ist? Bin insgesamt auch hibbeliger und emotionaler. Aber nicht mehr so traurig emotional, das war ich in den ersten drei Tagen viel. Ich hab einfach mehr Gefühle...oder stärkere?

Zudem hab ich viel mehr Appetit, ich könnte ständig essen und es schmeckt auch alles sooooo lecker! Das finde ich eigentlich eine tolle "Nebenwirkung", zuletzt hab ich als Raucherin echt nicht mehr gerne gegessen und das Essen durchs Rauchen aufgeschoben.

Ich erinnere mich nicht mehr, ob das bei mir am Anfang des NMR immer so ist und wann das wie weggeht oder sich verändert. Wie war/ ist das bei euch?

 

Liebe  Grüße und einen schönen Start ins Wochenende!

Lisa

placeholder
Seit 634 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 18.03.2019 - 15:33
Beitrag vom: 04.01.2019 17:15:49
 
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hallo lisa

erstmal herzlichen glückwunsch zu deinem entschluss. die erste grosse prüfung silvester hast du schon überstanden. morgen die erste woche rauchfrei. echt spitze.

auf deine frage kann ich nur eins sagen. ich esse immer noch mehr als früher. allerdings auch bewusster. versuche viel bio zu essen. das gemüse und der salat schmeckt einfach besser. im sommer baue ich meinen salat im garten an. das essen schmeckt mir jetzt einfach wieder besser. meine familie sagt, ich koch jetzt auch viel besser als aus raucher. essen durch rauchen ersetzen hab ich auch getan. 

emotionaler bin ich auch geworden. allerdings eher das ich mir nix mehr gefallen lasse. früher wenn mich jemand doof angemacht hat, hab ich mich einfach umgereht und geraucht. beruhigt ja. nach meinem rauchstopp hab ich halt einfach zurückgepampft wenn mit jemand blöd kam. mach ich heute auch noch. find ich inzwischen richtig. niemand hat das recht mich blöd anzumachen. und wenn ers versucht gibts inzwischen eine abreibung meinerseits. kann nur sagen, hab mir seit meinem rauchstopp bei einigen respekt verschafft.

einfach nicht drüber nachdenken. essen und meckern ist jetzt erlaubt. irgendwann wirds ruhiger

schönen abend und liebe grüsse kimmi

placeholder
Seit 1368 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 17.03.2019 - 21:08
Beitrag vom: 04.01.2019 19:54:13
 
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Liebe Lisa,

es tut mir echt leid zu hören, dass du Ende 2016 deinen schönen Status aufgegeben hattest. Ich fand es nämlich ganz toll, dass du in deinem Alter das Qualmen so ernsthaft und erfolgreich an den Nagel gehängt hattest und somit ein tolles Vorbild für deine Generation abgegeben hattest.

Aber egal, du hattest es ja weit über das erste Jahr hinaus geschafft und nun startest du eben erneut - das finde ich klasse und das ist es was zählt.

Nun bist du um einige Erfahrungen reicher und deine r***freie Zeit wird dir selbstverständlich jetzt von Nutzen sein. Du weißt wie es geht, das hast du bewiesen, sodass man dir da keine Tipps mehr zu geben braucht. Und dass jeder seinen Weg individuell geht, ist dir auch nicht neu.

Das Lesen hier im Forum hat sich definitiv bewährt, und damit auch auf der Langstrecke alles läuft scheint mir ein mehr oder weniger intensiver Kontakt zum Forum (als Mitleser oder mehr) wichtig zu sein.

Du hast so tolle Beiträge geschrieben, liebe Lisa. Verinnerliche sie und du wirst es definitiv erneut schaffen. Ich drücke die Daumen.

Liebe Grüße

Teddie

 

 

Lexmark83
Seit 837 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 06.03.2019 - 08:54
Beitrag vom: 08.01.2019 09:48:56
 
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Hallo Lisa, 

ich kenne deine Situation sehr gut. Auch ich hatte mal längere Zeit aufgehört, wieder angefangen und mich schamhaft beim Rauchen versteckt. Es gibt kaum etwas demütigenderes, als sich heimlich die Kippen reinzuziehen. Auf der Arbeit sehe ich das auch bei einigen Kollegen, die meinen man würde das nicht merken. Das stimmt aber nicht. Jeder merkt es. Ich war zum Ende hin auch nur noch angewidert und enttäuscht von mir selbst, aber gleichzeitig war das meine größte Motivation. Jedes mal, wenn ich in den ersten Monaten Schmacht hatte, versuchte ich das Gefühl der Enttäuschung, Niedergeschlagenheit und Erbärmlichkeit beim Heimlichrauchen hervorzurufen. Die Schmacht war dadurch nicht weg, aber ich konnte abwägen: Lieber Schmacht oder lieber Niederlage. Ich entschied mich jedes Mal für die Schmacht. 

Jetzt spielt das alles keine Rolle mehr. Meine Gedanken ans Rauchen: Null. Ich glaube, es ist wichtig die negativen Gedanken, die man auch beim Rauchen hatte, sich in schwierigen Zeiten in Erinnerung zu rufen. Dass der Kampf sich lohnt, weißt du ja. Ich drücke dir die Daumen, dass du durchhälst. 

Beste Grüße Peter

violettstar
Seit 81 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 24.01.2019 - 18:26
Beitrag vom: 08.01.2019 22:16:28
 
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Hallo miteinander! Ich lese jeden Tag mit, bin aber nur am Handy online und da nervt das viele tippen, darum kommt meine Antwort erst jetzt.

Liebe Kimmi, deine Worte ließen mich schmunzeln und freuen. Ich genieße die ganzen Düfte und Geschmäcker, ich kann dich so gut verstehen! Dass du dir nun nichts mehr gefallen lässt, finde ich total gut. Das NMR scheint dich richtig gestärkt zu haben! 

Liebe teddie, ich freu mich riesig von dir zu lesen. Immer wenn ich den namen von einem unserer damaligen Truppe lese, werde ich ganz melancholisch. Ich lese ganz viel, vor allem meine alten Beiträge. Das macht mir sehr viel Hoffnung und gibt mir Kraft, da ich gerne erneut an dem Punkt stehen möchte, an dem ich mich so wohl und stark fühlte! Ich hoffe/denke/Meine aus den vergangenen Jahren gelernt zu haben, sodass es dieses mal ein wirklich endgültiger Ausstieg aus der sucht wird. Insofern war der Rückfall ein Fehler, das ohne Zweifel, aber wahrscheinlich ein sehr lehrreicher. 

Danke für deine lieben und ermutigenden Worte! 

Lieber Peter, ich habe mich in deinen Worten wiederfinden können, mir ging es mit dem heimlich rauchen auch grausig und ich hab mich so geschämt! Ich wollte mir mit den paar Zigaretten Momente von Freiheit, stresslosigkeit und Unabhängigkeit sichern, bekam aber nur Scham, Ekel, Angst und Stress. Das ist es nicht wert! Jede Schmachtattacke ist besser , da Stimme ich dir zu! Ich danke dir für dein Resümee, ich bin gerade dabei die ersten Verknüpfungen zum rauchen aufzulösen, was hart ist. Darum spendet es sehr viel Hoffnung, zu lesen, dass du nicht mal mehr ans rauchen denkst! 

 

Danke für eure Unterstützung! 

 

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Seit 1368 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 17.03.2019 - 21:08
Beitrag vom: 08.01.2019 23:46:45
 
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Hej Lisa,

 

megatoll, du bist ab heute schon wieder zweistellig!!!

Super gemacht! Und immer weiter so - du schaffst das!

Wir hier schauen nach dir, du bist nicht allein (und wirst beobachtet zwinkerzwinker)

Liebe Grüße

Teddiewinken_mit_hut

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Seit 634 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 18.03.2019 - 15:33
Beitrag vom: 09.01.2019 06:54:10
 
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hallo lisa

herzlichen glückwunsch zur ersten schnapszahl. das klappt ja super bei dircool. ich finde du machst das super. nur noch 3 tage, dann sind die ersten schwierigen 2 wochen vorbei. 

weiter so und einen schönen tag. denk dran ohne rauch gehts auch.

lg kimmi

Stella234
Seit 1020 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 13.03.2019 - 21:26
Beitrag vom: 09.01.2019 13:19:21
 
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Ich war jetzt zuletzt wirklich extrem von mir selbst genervt. Es drehte sich alles ständig nur darum, wann ich wie und wo heimlich eine rauchen kann. Während des Rauchens natürlich total gestresst, weil ich ja Panik hatte, dass mich jemand sieht. Hinterher total die Angst, dass man „es“ riechen könnte. Dann die Scham, wenn jemand mich drauf ansprach. Insgesamt war ich also einfach mal maximal gestresst durch diese bescheuerte Raucherei. Ich dachte mir bei jeder Schachtel „dies sollte meine letzte sein“

Hallo Lisa,

zitieren geht leider nicht, deshalb habe ich kopiert.

Ich kenne das sooo gut, ich war den ganzen Tag nur mit Rauchgedanken beschäftigt. Das widerum hat mir beim Aufhören geholfen, denn immer wenn ich ans Rauchen dachte machte ich mir bewusst, dass ich als Raucher schon in der gleichen Gedankensituation war und ich das nur beenden kann, wenn ich nicht mehr rauche, denn dann werde ich irgendwann nicht mehr von diesen Gedanken beherrscht.

Ich habe nur noch ganz selten Rauchergedanken und wenn, dann tut es nicht weh (ich spreche immer nur bis heute!). Ich mache mir bewusst, dass ich ein freier Mensch bin und rauchen kann so viel ich will (muss) und wenn ich die "Eine" rauche, entscheide ich mich ganz bewusst dafür wieder in diesen Kreislauf zu gehen. Die Vorstellung finde ich so gruselig, dass es bis jetzt geklappt hat.

Viel Erfolg!

Stella winken_mit_hut

Stella234
Seit 1020 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 13.03.2019 - 21:26
Beitrag vom: 09.01.2019 13:24:40
 
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und das mit dem Atmen usw hatte ich auch. Ich hatte in den ersten Wochen auch extreme Wortfindungsstörungen confused

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Seit 785 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 19.03.2019 - 10:06
Beitrag vom: 09.01.2019 17:15:15
 
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Hallo Lisa, 

heute hast du deine erste Schnapszahl! Glückwunsch dazu, hier dazu einen Schnaps von mir!

Liebe Grüße, Katja winken_mit_hut

violettstar
Seit 81 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 24.01.2019 - 18:26
Beitrag vom: 09.01.2019 18:55:42
 
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Ihr Lieben, ich freue mich gerade riesig über eure ganzen lieben Nachrichten und Glückwünsche! Dankedankedanke!!!!rocker

Gestern war ich auch super stolz auf mich! 10 ganze Tage! Gestern war der teufel zudem oft präsent. Ich habe einige Situationen, die nur ca einmal wöchentlich vorkommen und in denen ich IMMER rauchte (also Auto fahren, an meinem zweiten Arbeitsplatz arbeiten, im Dunkeln gute 30 Minuten zum Auto laufen,...) erstmalig seit dem Rauchstopp erlebt. Das war knackig, kann ich euch sagen. Einmal hat mir der teufel auch ins Ohr geflüstert, ich solle doch ein Mädchen in meinem Alter, das rauchend vor mir herlief, anschnorren. Phu. Ich war dann kurz irritiert und hab das Mädchen betrachtet. Sie war sehr hübsch, aber wirkte irgendwie sehr alt und gestresst, ist fast gerannt und gehetzt mit ihrer Kippe im Mund. Das hat ihr nicht geschmeichelt. Und so wirklich Schmacht war dann auch nicht mehr da. Ich will nicht mehr so hässlich mit Kippe im Maul rumlaufen... Abends war ich dann echt super stolz auf mich und hab mir auch gleich Gesichtsmasken zur Belohnung gegönnt! Für die extra Portion Entspannung und Selbstfürsorge!

Und nun ist heute schon Tag 11! Erstmal danke für die Schnäpse, da werde ich ja ganz beduselt zwinkerzwinker Heute ist mir erst gegen 16 Uhr aufgefallen, dass ich heute ja noch gar nicht an Zigaretten gedacht habe!!! Das konnte ich gar nicht glauben!! Das war damals das Allerbeste als ich aufhörte! Und jetzt hatte ich es heute erstmals wieder! Das hat mich total glücklich gemacht!!!!

Auch wenn diese Schwankungen von einem Tag auf den anderen schon heftig sind biggrin

Liebe Stella,

deine Worte sprechen mir aus der Seele und geben mir unfassbar viel Kraft! Du hast es geschafft, viele Gedanken, die ich denke, sinnvoll zusammenzubringen: "ich war den ganzen Tag nur mit Rauchgedanken beschäftigt. Das widerum hat mir beim Aufhören geholfen, denn immer wenn ich ans Rauchen dachte machte ich mir bewusst, dass ich als Raucher schon in der gleichen Gedankensituation war und ich das nur beenden kann, wenn ich nicht mehr rauche, denn dann werde ich irgendwann nicht mehr von diesen Gedanken beherrscht." Da steckt so viel Wahrheit drin, das ist unglaublich! Ich bin gerade sehr berührt. Das Wissen/ die Erfahrung, dass "die Eine" sofort wieder die Verknüpfung zur jeweiligen Situation aktiviert, ich mir dann in dieser Situation immer eine anstecken werde, die Situation dann bewusst herbeiführen und generalisieren werde bis ich wieder mein halbes Päckchen am Tag rauche, DAS hält mich auch von "der Einen" ab. Und du hast Recht: Schmacht tut nicht weh. Schmacht dauert wenige Minuten am Tag. Meine Rauchgedanken haben sicherlich Stunden in Beschlag genommen. Jeden Tag. Haben zwar auch nicht weh getan, aber der Schmacht zwischen zwei Kippen war schlimmer als das gerade.

Liebe Teddie, liebe Kimmi, liebe Stella, liebe Katja,

Ich wünsche euch einen wunderbaren Abend! Dankeschön für eure liebe Unterstützung!

 

Liebe Grüße

Lisa

violettstar
Seit 81 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 24.01.2019 - 18:26
Beitrag vom: 13.01.2019 11:29:10
 
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Tag 15!

Ich bin nach wie vor grün und super glücklich damit! Das Rauchverlangen unterliegt großen Schwankungen. In alltäglichen Situationen, die ich jetzt schon oft ohne Zigaretten gemeistert habe, verspüre ich keinen Schmacht mehr, denke nicht mal mehr an die Drecksdinger. Situationen, die mich nur selten überfallen und mit starken Gefühlen verbunden sind, kriegen mich aber immer wieder und ich spüre die Sucht in mir aufschreien. 

Zu erkennen, dass dies Situtionen sind, in denen eine Verknüpfung zum rauchen noch aktiv ist und dass ich nun aktiv entknüpfen muss, damit genau diese Situationen auch easypeasy werden, hilft mir sehr. Zumal genau das ja bei den alltäglichen Situationen schon geschehen ist! 

Tipp von mir also: Gedanken/Bewertungen im Blick behalten! 

Situation: Schmacht -> Bewertung: oh nein, ich glaub ich kann ohne Zigarette nicht leben, wenn es mir jetzt noch x Tagen noch so schwer fällt, dann bin ich wohl einfach zu süchtig/schwach und sollte besser rauchen, damit ich überhaupt noch Freude im Leben hab -> Rückfall.

Situation: Schmacht -> Bewertung: das ist eine Situation, die seit dem Rauchstopp nun erstmalig auftritt, klar, die muss ich nun entknüpfen! Also komm her, du blöde Schmacht ,was willst du eigentlich?! -> aushalten, stolz hinterher, schmacht wird immer weniger. 

Mit ver- und entknüpfen meine ich übrigens klassische konditionierung (Stichwort: pavlovscher Hund). 

Meine Sucht so genau unter die Lupe zu nehmen, hilft mir sehr, sie zu beherrschen. Und vielleicht hilft mein kleiner Monolog ja auch anderen... 

Ich genieße nun erstmal meinen rauchfreien Sonntag und wünsche euch allen eine entspannte Zeit! 

LG!

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Seit 785 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 19.03.2019 - 10:06
Beitrag vom: 14.01.2019 17:34:53
 
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Hallo Lisa,

ich finde deine Methode gut und deine Monologe lesenswert! Du bist auf dem richtigen Weg, um wieder von der Sucht loszukommen. Bei mir sind es jetzt bald zwei Jahre ohne und manchmal kommt auch bei mir der yeeper für einen kurzen Moment. Bis jetzt kann ich widerstehen. Deine Worte helfen mir übrigens auch dabei...

Liebe Grüße und bleib schön stur, 

Katjawinken_mit_hut

violettstar
Seit 81 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 24.01.2019 - 18:26
Beitrag vom: 14.01.2019 21:10:08
 
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Hey Katja,

Deine Nachricht berührt mich sehr! Es freut mich riesig zu lesen, dass ich selbst dich als "alten Hasen" mit meinen Worten erreichen kann und wir Gedanken teilen können! 

Wie häufig hast du noch Besuch vom yeeper

Liebe Grüße 

Die super sture Lisa 

Stella234
Seit 1020 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 13.03.2019 - 21:26
Beitrag vom: 14.01.2019 22:27:01
 
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Hallo Lisa,

habe gelesen wo du wohnst und dass du beim NR-Seminar warst. Warst du damals in dem Seminar in Rüsselsheim bei dem Arzt, der am Bodensee praktiziert?

Viele Grüße, Stella winken_mit_hut

violettstar
Seit 81 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 24.01.2019 - 18:26
Beitrag vom: 15.01.2019 07:58:39
 
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Hey Stella, 

Ich war 2015 bei einem NR Seminar von Jochen Kaufmann in Wiesbaden. Ich hatte mir eigentlich immer gesagt, sollte ich rückfällig werden, würde ich wieder hingehen... rolleyes so viel dazu biggrin

Aber Rüsselsheim stand damals in der engeren Wahl. 

Liebe Grüße!

violettstar
Seit 81 Tagen rauchfrei
Letzter Login: 24.01.2019 - 18:26
Beitrag vom: 15.01.2019 20:45:40
 
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Hallo du,

Den ganzen Tag war alles gut, ich habe kaum an dich gedacht, dich fast vergessen. Doch dann hatte ich einige -pauschal gesagt- stressige Situationen. Ich hatte das Gefühl, einen Fehler gemacht zu haben, fühlte Reue und Scham; dann kurz darauf, fühlte ich mich eingeengt und überfordert. Zwei schwierige Situationen voller intensiver Emotionen, die mich insgesamt doch mehr umhauten als sie sollten. Der Moment des Umhauens kündigte sich wenige Millisekunden vorher durch einen Gedanken an: "Darauf brauch ich gleich erstmal eine Zigarette". Und WHUMMM!!

Da warst du!

Da standest du, nicht nur mitten im Raum direkt vor mir, nein, direkt in mir, in meinem Kopf! Du nahmst jeden Gedanken ein. Ein Teil von mir wehrte sich stark. Das hat dir gar nicht gefallen, wodurch du mich noch mehr bedrängt hast, an mir zerrtest, mich rütteltest. Doch der kleine Teil in mir kämpfte tapfer weiter. Er zerrte mich von dir weg, zwang mich ein Wasser zu trinken. Beim anschließenden zum Auto Laufen, wo du wieder ganz nah bei mir warst, mir die süßesten Versprechen ins Ohr gesäuselt hast, wurde ich von dem kämpfenden Teil in mir in eine Boutique gezogen. Hauptsache nicht draußen sein. Doch ich musste weiter zum Auto und du ließt nicht von mir ab. Es war so schwer. Doch durch die kurzen Pausen hat der kleine Teil in mir Kraft und Stärke schöpfen können. Ich wehrte dich ab, nicht 100%, nichtmal 50%...vielleicht nur zu 10%...aber es klappte. Zwischen dir und mir war erstmal ein Sicherheitsabstand.

Im Auto dann konnte der Kämpfer rauskommen. Er schimpfte mit mir, legte mir klar dar, warum du aufgetaucht bist. Und warum ich dich abwehren muss. Dass du mir nicht gut tust. Dass all deine süßen Versprechen Lügen sind, nichts als Lügen! Er hat mich dara erinnert, dass ich jeden Kontakt mit dir jedes Mal sofort bereute, dass ich eine lange Liste habe, warum ich dich nicht mehr in meinem Leben will. Er hat mich daran erinnert, dass ich mir vor 17 Tagen versprochen habe, aus dieser giftigen, mich krank machenden Beziehung auszusteigen. Es hat geholfen. Der Kämpfer konnte einen großen Teil meiner Selbst einnehmen und hat dir so richtig die Fres*e poliert, sodass du letztlich beleidigt abgedampft bist. Zum Glück!

Du ekelhafte, mich krank machende Nikotinsucht! Ich will nichts mehr von dir hören und ich will, dass du mich endlich in Ruhe lässt! Es reicht! In meinem Leben ist kein Platz mehr für dich!

Ich hab nun außerdem einen Neuen...der Kämpfer und ich...Ich glaube, das ist was Ernstes. Mit ihm geht es mir so viel besser als es mir mit dir jemals ging. Er zeigt mir, dass ich selbst für mein Glück, meine Entspannung und meine gute Laune verantwortlich bin. Er versucht mir nicht klarzumachen, dass das alles von ihm abhängig ist, so wie du das getan hast. Er gibt mir Mut, für mich einzustehen, wenn ich mich sehr ärgere und eingeengt fühle so wie vorhin. Er redet mir nicht ein, dass ich alles ertragen muss, ruhig sein muss und es in Rauch aufgehen lassen soll, so wie du es mir erzählt hast. Der Kämpfer gibt mir Flügel, macht mich stark, schön und unabhängig. Du hast mir Fesseln und ein Gewicht angelegt, hast mich kontrolliert und nie allein gelassen. Immer ging es nur um dich! Doch das reicht nun! Geh! Ich kann deine gelben Figerkuppen, deinen Gestank, dein gelbzähniges Grinsen nicht mehr ertragen!

Ich wünsch das eigentlich niemandem...aber für dich, liebe Nikotinsucht, wünsche ich mir den Tod....

Auf Nimmerwiedersehen

Lisa