Mir geht es ganz gut soweit, jetzt wieder... hatte heute nachmittag bei dem grauen Wetter teils trübe Gedanken- nein, nicht wirklich traurig, aber vielleicht etwas wehmütig...
Sind jetzt aber alle wieder wie geblasen- komisch find ich dieses auf und ab manchmal, tse, aber die wehmütigen Momente werden bedeutend kürzer- zum Glück!
Es mag vielleicht auch daran liegen, daß mein Mann heute seinen ersten rauchfreien Tag hatte, ich glaube, ich habe da teilweise mit ihm mitgefühlt, obwohl ich im Vergleich auch sehe, wie weit ich in die Sache schon reingewachsen bin...
Daß Du nächste Woche die Tabletten absetzen willst, kann ich schon gut verstehen, ich werde sie mit Sicherheit auch keine 3 Monate nehmen, aber vielleicht noch ein oder zwei Wochen? Ich denke, ich werde es wissen, wann die Zeit reif ist für mich... ich nehm ja sowieso nach wie vor nur die halbe Dosis- meinem mann hat die auch nicht gereicht...!
Ja, berichte doch mal, wie es Dir dabei geht, morgen nimmst Du die letzten? ich drück Dir auf jeden fall gaaanz doll die Daumen und im zweifelsfall: alles, aber bloß nicht rauchen, aber das weißte ja selbst!
Alles Liebe
Phillipa
p.s.: und wenn doch: ich glaube, es gibt auch 2-Wochen-Packungen, bin mir aber nicht ganz sicher
Du hast Recht, bei diesem Wetter können schon mal wehmütige Gedanken aufkommen.
Ich finde es gut, das Dein Mann ebenfalls aufhört. Wichtig ist, das er aus freien Stücken an die Sache rangeht. Sonst klappt es garantiert nicht, wenn der eigene Wille nicht da ist. Ich wünsche ihm auf jeden Fall viel Erfolg. Ihr könnt Euch ja gegenseitig puschen und motivieren.
Aber dann war ja Deine erste Zeit des Entzugs, wo Dein Mann noch geraucht hat, doppelt so schwer für Dich. Mein Respekt.
Ich bin (WAR) der einzige Raucher in meiner Familie. Meine Frau hat vor ca. 20 Jahren nach einer durchzechten Nacht am Sonntagmorgen nach der Frühstückszigarette einfach aufgehört und seitdem nicht mehr geraucht. Ich glaube, zu dem Zeitpunkt hätte ich mitmachen müssen, da wäre es mir bestimmt noch leichter gefallen.
Vorhin beim Brötchen holen bin ich nahe an einer Raucherin vorbeigegangen und mußte zwangsläufig kurz den Rauch einatmen. Und Du wirst es nicht glauben, ich hatte keinerlei Verlangen, ebenfalls zu rauchen. Find ich gut. Aber nach wie vor sind diese Attacken noch da (Kopfsache).
Nach Aussagen des Apothekers gibt es nur noch 4-Wochen-Packungen (vielleicht meinte er aber die Starterpackungen). Ggf. bei Bedarf werde ich nachfragen.
tut mir leid, wenn ich nicht mehr jeden Tag schreibe, aber im Grunde wiederholt sich alles täglich und es gibt eigentlich keine großen Veränderungen...
Mein Mann hat schon aus freien Stücken aufgehört, wir hatten das so abgesprochen, daß wir etwas zeitversetzt aufhören, damit wir uns in den ersten Tagen nicht so schnell in die Haare kriegen...
Ich bin froh, daß jetzt mit ihm teilen zu können- man kann sich gegenseitig motivieren und austauschen und bisher läuft es bei ihm mit Hilfe der Tabletten auch echt gut soweit...
Ich frag mich nur langsam, ob die Tabs irgendwie lethargisch machen, denn irgendwie fühl ich mich ganz schön lahm die letzten Tage- mein Mann empfindet das so ähnlich, hattest Du das auch?
So, und wie geht's Dir nun? Du müßtest ja eigentlich schon 2 Tage ohne hinter Dir haben?
Wie fühlst Du Dich körperlich? Und bezüglich auf Zigaretten? Hast Du mehr Schmachtgefühle?
Ich bin ja echt sehr gespannt und hoffe, daß es Dir gut geht soweit!
Hallo ihr beiden.
Wünsche euch weiterhin soviel Durchhaltevermögen. Es betrifft mich selbst zwar nicht mehr, aber vielleicht brauche ich mal einen Tipp für andere Aufhörwillige. Deshalb lese ich eure Erfahrungen gern.
Ich selbst habe es mit Nikotinkaugummis geschafft.
Macht weiter so.
LG Reiseline
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Reiseline: 30.09.2010 11:50.
@ Hallo Reiseline,
recht herzlichen Dank für Deine Wünsche.
@ Hallo Phillipa,
super, das ihr beide gemeinsam den Entzug meistert. Ich denke auch, das es vieles vereinfacht.
Du hast Recht. Auch ich hatte das Gefühl, das sich seit Einnehmen der Tabletten eine Art Lethargie bei mir breitgemacht hat. Auch ich bin recht kraftlos und kann mich zu besonderen Aktivitäten nur sehr schwer aufraffen. Es kann natürlich damit zusammenhängen, das man momentan gedanklich nur mit dem Entzug beschäftigt ist und andere Dinge in den Hintergrund stellt.
Nächste Woche werde ich wieder arbeiten. Mal schauen, wie ich damit klar komme, in den alten Trott einzukehren.
Seit Dienstag nehme ich die Tabletten nicht mehr und merke keinen wesentlichen Unterschied. Die Schübe kommen nach wie vor, ob mit oder ohne Champix. Die Intensität der Träume hat aber nachgelassen.
Gestern und heute hatte ich eine echte Stress-Situation. Mein PC hat den Geist aufgegeben - Festplatte defekt. Nach Einbau einer neuen Platte mußte ich alles neu installieren. Ich hätte sehr viel darum gegeben, in dieser Situation zu rauchen. Aber ich bin standhaft geblieben obwohl es verdammt schwer war.
Körperlich geht es mir gut, ich stelle nur fest, das ich doch mehr esse als vorher.
Wir können beide stolz auf uns sein, schon so lange ohne die Glimmstengel ausgekommen zu sein (dein Mann folgt uns ja). Und es gibt Momente, wo es tatsächlich schon normal ist, nicht zu rauchen.
erstmal meinen vollen
dafür, daß Du die Computer-Situation so durchgestanden hast... das war bestimmt nicht so einfach- ich finde technische Probleme können einen immer so ganz schnell mal auf die Palme bringen...
Toll auch, daß es Dir ohne die Tabletten so gut geht! Ja, die Schübe kenne ich auch, obwohl bei mir ist es oft tageweise so unterschiedlich...
Den einen Tag flutsch das so alles, ich bin motiviert und froh und den nächsten kann schon das Gegenteil der Fall sein und ich stelle alles wieder komplett in Frage...
So hab ich manchmal echt das Gefühl auf der Stelle zu treten, denn an den schlechten Tagen kann ich dann irgendwie auch nicht mehr sehen, daß ich überhaupt voran komme, obwohl Du sicher recht hast, daß es in vielen Momenten schon völlig normal geworden ist, nicht zu rauchen.
Für mich ist das z.B nach dem Frühstück so, da vermiß ich ich keine Zigarette mehr, überhaupt diese Alltags-Zigaretten, die man wohl so unbewußt nebenher geraucht hat...
Wenn geht es meistens eher um die Streß-Situationen, in denen die Zigis wohl mehr sowas wie ein Ventil waren, oder der Moment in dem man sich wieder besonnen hat...
Alles in allem muß ich schon gestehen, daß in meinem Tag immer noch Löcher klaffen, wie in einem schweizer Käse und ich immer aufpassen muß, dort nicht reinzupurzeln.
Für meinen Mann sieht es derzeit nicht so gut aus, er hat gestern wieder geraucht und heute zwar nicht, dafür aber die Tabletten abgesetzt, weil er sich zugedröhnt gefühlt hat. Hatte ich in der ersten Woche manchmal auch für nen Moment so ca eine halbe Stunde nach der Einnahme, das vielleicht aber nur für 10 Minuten und von der Intensität vielleicht, als hätte ich ein halbes Bier getrunken, also gar nicht schlimm...
Naja, im Endeffekt ist das Psychologie. Obwohl er es eigentlich immer war, der das Rauchen kritisiert hat und immer gesagt hat, er würde aufhören, wenn ich es tue, fühlt er sich jetzt wohl eher unter Zugzwang aufzuhören, weil ich es mache, sprich, er empfindet es nicht, als von sich initiert und als ob er es für mich tun würde- dabei ist er 10 Jahre älter und raucht schon dementsprechend länger...
Mit anderen Worten: er wollte es eigentlich immer , daß wir aufhören, aber irgendwie ist es jetzt im Moment nicht seins und dementsprechend gering auch die Toleranzgrenze mit den Tabletten, ist das verständlich?
Wir haben uns daraufhin voneinander abgekoppelt und gesagt, jeder soll für sich seinen Weg gehen und der andere wird das so respektieren und wir werden sehen, wohin uns das führt, aber ganz ehrlich: wenn er jetzt wieder voll einsteigt, wird es für mich auch schwieriger.
Für den Moment hoff ich einfach mal das beste, daß wenn ich den Weg weitergehe, er sich durch mich auf jeden Fall zumindest inspiriert fühlt auch weiter zu machen...
ich verfolge ganz gespannt täglich Euren Schriftwechsel und muß sagen
weiter so Ihr schafft es.
Warum ich es so gespannt verfolge da ich selbst seit ca. 4 Wochen Champix nehme und mich natürlich andere Erfahrungen interessieren.
Nebenwirkungen etc.
Aber Phillipa selbst in Stresssituationen kneif alles zu, tief durchatmen und mit dem Kopf durch die Wand-und es wird nicht geraucht davon wird es nicht besser.
Habe selbst vor ca. 2 Wochen Kündigung bekommen, hätte 20 auf einmal rauchen können, so sauer bzw. enttäuscht war ich, aber da hätte mein Chef auch nicht gesagt: Ok, sie haben sooo schön geraucht sie dürfen wieder hier arbeiten!
Also Rauchen löst keine Probleme und auch keinen Stress.
aber ganz ehrlich: wenn er jetzt wieder voll einsteigt, wird es für mich auch schwieriger.
NEIN-------eben nicht-----mein Mann raucht auch noch zwar weniger, aber er tuts, dass ist gerade so ein Ansporn für mich nicht aufzugeben *er raucht wieder, dann kann ich es auch wieder tun* um Gottes Willen, sei stolz auf Dich das Du so stark bist und halte durch.
Du schaffst dass und kannst stolz auf Dich sein schon so lang duchgehalten zu haben.
@ Hi Phillipa,
es tut mir sehr leid, das Dein Mann noch nicht so weit ist, mit Dir gemeinsam den Weg zu gehen. Wie gesagt, das muß von einem selbst kommen - "Zwang", in welcher Form auch immer, bringt überhaupt nichts. Und... wie gut ich selbst das kenne. Immer neue Ausreden fallen einem ein, mit dem Aufhören eben nicht zu beginnen. Das ist eben die Sucht. Geh Du Deinen Weg, Du machst es für Dich. Und Du kannst stolz darauf sein, es solange geschafft zu haben. Aber natürlich wird es für Dich erheblich schwerer. Auch wenn es vielleicht kein großer Trost für Dich ist, aber Du bist nicht allein. Ich leide mit Dir - und das meine ich wörtlich. Aber gemeinsam ist man stärker. Mir hilft es zumindest sehr.
Irgendwann ist Dein Mann auch soweit. Bei mir hat's auch ca. 20 Jahre gedauert, nachdem meine Frau aufgehört hat. Obwohl ich sagen muß, es ist verdammt schwer und ich bin weiß Gott noch lange nicht über'm Berg.
Gestern wollte ich es wissen. Hier im Ort waren in verschiedenen Kneipen Musikveranstaltungen. Wir also hin und was stellte ich fest - in durchweg allen Kneipen wurde geraucht. Viele rauchende Leute und obendrein war es sehr eng durch die vielen Menschen. Das war wirklich für mich der reinste Stress. Aber ich hab's durchgehalten.
Man muß einfach, gerade in solchen Streßsituationen, einfach stur sein und hoffen, das es so schnell wie möglich besser wird.
@ Hi Avery,
mein Respekt, in solcher Situation (Kündigung) nicht doch wieder zu rauchen - chapeau. Ich weiß nicht, ob ich so stark gewesen wäre.
Das Problem ist, es gibt tausend Gründe, nicht zu rauchen - jeder für sich ist gerechtfertigt. Aber Raucher finden ebenso für jeden Grund ein Gegenargument, eben doch zu rauchen.
Der Punkt ist, einfach zu sagen, so ab jetzt nicht mehr weil ich es eben will, nicht mehr zu rauchen. Und dann, komme was wolle, stur bleiben und trotzdem nicht wieder anzufangen.
Wie sind denn Deine Erfahrungen mit Champix? Sind sie ähnlich wie bei uns?
Wie gesagt, seid Dienstag nehme ich die Pillen nicht mehr. Ich kann sagen, das Rauchverlangen hat doch schon etwas zugenommen. Aber noch habe ich es im Griff.
ich weiß, wie man so schön sagt als Raucher, man könnte sich 20 auf einmal anstecken, aber es nützt nix, danach ist die Situation nicht anders, im Gegenteil noch schlimmer da man geraucht hab man ärgert sich über sich selbst und noch mehr darüber dass es nix gnützt hat das rauchen, davon hab ich keine Arbeit bekommen bzw. der Computer läuft wieder.
Meine Erfahrungen mit Champix sind:
Beim ersten Mal als ich sie nahm ca.4 Wochen lang ständige Übelkeit, was soweit ging das mein Arzt mir erst Omeprazol und dann noch MCP aufgeschrieben hat.
Was aber nix nützte also abgebrochen, ich schaff es ja auch ohne
Pustekuchen wieder gequalmt.
Warum auch nicht man sucht sich ja immer den leichteren Weg aus als sich mit Übelkeit runzuquälen.
Mein zweiter Versuch mit Champix:
war besser als der erste, Übelkeit war auszuhalten mit MCP, nach der Starterpackung 4 Wochen war ich mal wieder der Meinung, nun reichts ich schaffs ohne *Trommelwirbel*-----failed wieder angefangen zu qualmen
Wobei ich anmerken muß eine Arzthelferin oben aus der Praxis hat es auch mit Champix geschafft, mußte nach 6 Wochen aufhören, wegen Herzprobleme (hat aber schon vorher Probleme mit Blutdruck und Kreislauf gehabt) riet mir auf jeden Fall die 12 Wochen zu nehmen wenn nicht sogar noch länger.
Mein dritter momentaner Versuch mit Champix:
Prima, kaum Magenprobleme, ab und zu Sodbrennen und Aufstoßen *kann ich mit leben* aber auch nicht immer, mal hab ich ein paar Tage nix und dann kommt wieder das flaue Gefühl im Magen.
Ab und zu hab ich noch das Gefühl mein Körper gehört irgendwie nicht zu mir, hatte ich gestern und ist kaum zu beschreiben, als wenn man jederzeit in Ohnmacht fällt.
Aber egal hauptsache wir Qualmen nicht!!!!!
Ansonsten hab ich kein Nebenwirkungen zu verzeichnen.
Ich kann Dir bzw. Euch nur empfehlen die Tabletten wirklich 12 Wochen zu nehmen und evtl. noch länger.
Ja ich weiß sie sind teuer, aber was habt ihr davon wenn ihr wieder nach 4 Wochen mit dem Rauchen anfangt? Wie bei mir. Ich nehme sie jetzt so lange bis ich mich wirklich 100% dran gewöhnt habe, Nichtraucher zu sein.
Also bitte tue Dir selbst den Gefallen und nehm sie wieder, denn Du merkst es selbst Dein Rauchverlangen hat wieder zugenommen.
Die Tabletten verändern den Geschmack und Geruch Zigaretten gegenüber das Du überhauptnicht das Verlangen dazu hast, nun ist es aber nicht so Du denkst schon wieder drüber nach, also los hopp hol sie Dir und leide mit mir....
ab und an les ich mal mit.
Habe damals auch mit Champix aufgehört.
Die Starterpackung hab ich nach Anweisung genommen, dann habe ich angefangen zu reduzieren und die Tabletten langsam ausgeschlichen.
Alles weitere ist dann Kopfsache.
Das Nikotin ist raus aus dem Körper, wir müssen nicht mehr rauchen.
Unser Suchtgedächtnis bekommt aber hin und wieder Impulse...
Da raucht einer nebenan, hmmm, der frische Rauch riecht gut
Auf einer Feier rauchen viele um uns rum, wie da wohl nur EINE schmeckt?
Nach einem leckeren Essen, im Urlaub, beim Bier...
Situationen gibt es viele, aber alles kann auch ohne Zigarette schön sein.
Wenn ich heute so zurück blicke hätte ich das nie geglaubt das es doch relativ einfach ist aufzuhören.
30 Jahre rauchen, da wußte ich kaum wie es ohne ist.
Heute bin ich froh das ich nicht mehr rauchen muss.
Auch wenn ab und an mal der Gdanke kommt, nur mal eine probieren.
Aber zum Glück wird das immer seltener. und ich weiß, bei der einen wird es nicht bleiben.
Es gibt immer mal wieder Tage, die sind einfach bescheiden.
Aber diese Tage haben Nichtraucher auch.
Die kämen auch nicht auf die Idee eine zu rauchen.
Ich drücke euch ganz fest die Daumen das ihr weiterhin rauchfrei bleibt.
vielleicht hat es der eine oder andere schon vermutet, ich konnte dem psychischen Druck nicht mehr stand halten und brauche mal eine Pause vom aufhören.
Ich will jetzt auch nicht mehr lange rumerklären und analysieren, nur soviel daß es mir die letzten Tage einfach nicht mehr gut ging und ich für mich einfach nicht gesehen habe, daß es psychisch besser wurde.
Jetzt von der anderen Seite aus betrachtet, stelle ich fest, daß das so nicht stimmt, ich sehe, wie weit ich mich eigentlich schon davon entfernt hatte, wie ungewohnt die Gewohnheit jetzt scheint ...
... aber es nützt für den Moment leider nichts und mir fehlt im Moment die geistige Kraft, mich dem sofort wieder zu stellen, also akzeptiere ich das für mich jetzt, so wie es ist, denn alles in allem hat mir die Erfahrung mit den Tabletten echt Mut gemacht, es wieder zu versuchen und das werde ich, ich weiß nur noch nicht wann...(aber eine 56-Packung hab ich schon im Schrank...)
Dir, lieber Eckhard, noch mal speziellen dank für Deine Unterstützung und die nette Wegbegleitung; entschuldige, daß ich jetzt erstmal geh.
Ich wünsch Dir gaaanz viel Kraft und Durchhaltevermögen für Deinen weiteren Weg und glaub ganz fest an Dich!
@Avery
schade, Du kommst jetzt, wo ich erstmal pausieren geh
dabei lese ich doch einige Gemeinsamkeiten heraus...
Ich wünsch Dir, daß Du es diesmal schaffst! Ich würde die Tabletten auch die vollen 3 Monate brauchen und nehmen! ich hatte jetzt fast 4 Wochen und war, wie man sieht, auch noch lange nicht über den Berg, obwohl ich sie jetzt bewußt abgesetzt habe, um wieder rauchen zu können.
Das ist ja eigentlich auch das beste an den Tabletten, besser noch, als daß man keinen Schmacht hat, ist das Du, selbst wenn Du mal eine rauchen solltest, keinen Kick oder Genuß hast; sprich: man kann nicht im Affekt oder aus einer Laune heraus mal eine rauchen und schon bricht der ganze Aufhörversuch wie ein Kartenhaus zusammen, sondern man muß sich wirklich bewußt dafür entscheiden, die Tabletten abzusetzen, ca 2 Tage warten und dann hat eine Zigarette wieder eine ähnliche Wirkung wie vorher!
Kurzschlußreaktionen sind damit also völlig ausgeschlossen und für mich war das eigentlich die beste Absicherung!
So, jetzt erstmal genug von mir.
Ich werde mich nicht abmelden und falls jemand noch Fragen zu den Tabs hat oder mich in die Pk einladen will, dann bin ich da (oder auch nicht
@ Hi Avery,
danke für Dein Erfahrungsbericht. Ich hatte ähnliche Nebenwirkungen mit Champix wie Du. Und Du hast recht - leichter wäre es, Champix über einen längeren Zeitraum zu nehmen. Das habe ich jetzt, wo ich es seit über einer Woche nicht mehr nehme, auch erfahren müssen. Die Schmachtschübe haben sich etwas verstärkt, mit einer gewissen Sturheit aber zu bewältigen. Ich werde mir Champix jedenfalls nicht mehr besorgen - ich glaube (hoffe), es geht auch so. Obwohl ich Champix nicht mehr nehme - ich leide mit Dir. Und Du kannst stolz auf Dich sein - 32 Tage ist schon 'ne Leistung. Ich folge Dir.
@ Hi Andrea,
Du hast in allem Recht, was Du schreibst. Mein Ziel ist es, auch so eine grüne Tagesanzahl neben meinen Beiträgen stehen zu haben. Vielen Dank für Deine Wünsche.
@ Hi Phillipa.
zuerst einmal, die Welt ist nicht zusammengebrochen. Es gibt tausend Gründe, warum es so gekommen ist. Der Rückfall ist kein Beinbruch. Wichtig ist nur, das Du das Ziel, mit dem Rauchen aufzuhören, nicht aufgibst. Der feste Wille muß dasein, ob Du nun heute beginnst oder nächste Woche oder nächsten Monat ist nebensächlich. Es muß auch das gesamte Umfeld passen, damit es leichter für einem ist. Ich würde mich natürlich freuen, wenn wir gemeinsam diesen Weg beschreiten. Du siehst ja, wir sind nicht alleine, auch andere bestreiten ihn.
Du hast natürlich recht. Auch ich merke, das es auf die Psyche geht. Aber es hilft (zumindest mir) ungemein, sich in diesem Forum mit Gleichgesinnten auszutauschen und sich gegenseitig zu puschen. Und bei aller Deutlichkeit, was andere in meinem Umfeld (ob nun Raucher oder Nichtraucher) sagen, blende ich aus und es ist mir egal. Wichtig sind mir im Moment nur die Leidensgenossen, die das selbe durchmachen (oder durchgemacht haben) wie ich. Denn nur die können so richtig beurteilen, wie es einem im Moment geht.
Die Kunst ist, wie schon gesagt, Stur zu bleiben, nicht von seinem Weg abzukommen (komme was wolle) und zu hoffen, das man irgendwann in nicht so ferner Zukunft, von dieser Sucht befreit ist.
Auch Dir, liebe Philllipa, danke ich für diesen unseren Dialog und hoffe innigst (auch aus eigenem Interesse), das Du schnellstmöglich wieder die Kraft findest, mit mir (und natürlich auch anderen) gemeinsam den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.
Alles Gute für Dich, bis (möglichst) bald.
Herzlichst
Eckhard
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von luceck: 06.10.2010 07:52.
schade, dass Du eine Pause vom Nichtmehrrauchen genommen hast. Nach allem was ich mitbekommen habe, wirst Du aber nur noch eine Raucherin auf Zeit sein, da sich Deine Einstellung schon wesentlich geändert hat.
Ich habe auch mit Champix aufgehört und habe drei Monate unter ärztlicher Kontrolle und Begleitung die Tabletten genommen. Am Anfang habe ich bei Bedarf auch Nikotinkaugummis nehmen dürfen. Davon habe ich allerdings nur zwei oder dreimal in den ersten beiden Wochen Gebrauch gemacht. Die Empfehlung meines Arztes, der nur Schmerzpatienten und Raucher behandelt, ist wirklich drei Monate die Tabletten zu nehmen, da der Erfolg langfristig am häufigsten anhält. Er hat mir eine Studie aus den USA gezeigt, die als Metaanalyse 8000 Studien zum Erfolg der Raucherentwöhnung mit unterschiedlichen Methoden (vom Kaltentzug bis Champix) vergleichend bewertet. Danach haben Champix-Patienten die höchsten Erfolgsquoten. Rund 30 Prozent sind nach 12 Monaten noch "clean". Zum Vergleich, Kaltentzug ohne jegliche Hilfe hat Erfolgsquoten von 5-10 Prozent, Hilfestellung durch Gesprächstherapien (wozu auch ein solches Forum gehört) verdoppeln in etwa diese Erfolgsquote.
Du siehst also wie schwierig und teuflisch unsere Sucht ist. Mein Doc meint, dass aus seiner Erfahrung die wenigsten Raucher bei den ersten Versuchen erfolgreich sind. Jedem Rückfall wohnt ein Anfang inne, wenn man die Gründe gut analysiert.
Mir hat Champix in der Anfangszeit geholfen gleich an das Thema Verhaltensänderung rangehen zu können. Die berühmte Kopfsache also. Ich musste eben nicht mit der biochemischen Schmachtseite kämpfen. Seit zwei Wochen bin ich nun ohne Champix allein auf mich gestellt und ich komme ganz gut klar. Es hat sich was verändert. Zwar habe ich intensivere Attacken, aber deren Dauer und Anzahl nimmt ab. Da ich mein Verhalten und meine Einstellung gefestigt habe, komme ich bis jetzt gut über die Versuche des Kippenkerles hinweg. Ich bin optimistisch Nichtmehrraucher zu bleiben, auch weil ich mich dann und wann noch quälen muss, was nach meinem Doc gut ist. Wenn der Entzug zu einfach ist, ist die Gefahr eines Rückfalls höher.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss. Viele Wege führen nach Rom. Die Strapazen empfindet jeder anders. Ich kann Dir nur raten. Entwickle Deinen eigenen Weg. Nimm Dir alle Zeit der Welt zur Wegplanung und besorg Dir die richtige Ausrüstung dazu. Wenn Du die Wegstrecke kennst, wenn Du die Ausrüstung beisammen hast und wenn Du überzeugt bist die Strapazen des Weges auszuhalten (oder sogar in eilen genießen zu können), dann lauf einfach los. So hab ich es gemacht, geplant von langer Hand, nach vielen Umwegen und Irrwegen.
erstmal danke für dein Verständnis!
Leider kann ich noch nicht voraussehen, wann es bei mir weitergehen wird, weil ich mir damit nur wieder Streß machen würde und das dem "neue Kraft sammeln" im Wege steht, aber es wird nicht allzulange dauern...
Du bist ja auch ein "Septemberlie" und ich bin mir sicher, daß, wenn Du Dich da mal meldest, Du neue Weggefährten finden würdest, die Dich herzlich aufnehmen und mit denen Du Dich gegenseitig motivieren könntest.
Vielleicht kann Dir das erstmal über meinen vorübergehenden Verlust hinweg helfen? Aber ich bleib hier auch anwesend...
Für heute eine
für Dich ...
Hallo Rasti,
vielen Dank für Deinen netten und auch verständnisvollen Beitrag.
Du hast mit vielen Dingen recht, die Du schreibst, z.B. daß man die Tabletten möglichst lange nehmen soll, jeder seinen Weg finden muß und viele Wege nach Rom führen...
Vielleicht mag man denken, ich würde mir da etwas vormachen, aber für mich ist das jetzt eher sowas wie eine Unterbrechung, um einmal kurz den Druck zu nehmen und zu schauen, was mir noch fehlt, um den langen Atem zu haben, den man dafür braucht und es gibt da auch ein paar andere Baustellen in meinem Leben, die mal dringend Aufmerksamkeit benötigten.
Ich würde es für mich auch nicht als Rückfall bezeichnen, denn es war auf jeden fall keine Kurzschlußhandlung- ist ja mit den Tabletten auch nicht möglich, weil 'mal eine' gibt einem ja eh nichts, macht nicht wieder abhängig und bewirkt soviel wie ein alkoholfreies Bier, sondern wenn eher als Rückgang, ganz bewußt und deshalb die Tabs abgesetzt.
Ich bin deshalb auch nicht am Boden zestört, sondern habe mir gut gemerkt, woran es noch gehakt hat und daran arbeite ich jetzt. Mal eine Zeit lang ohne Druck, bis ich das Gefühl habe, dem jetzt gewachsen zu sein und wieder loslegen zu können. Und dann werde ich hoffentlich auf meine guten Erfahrungen, die ich mit den Tabletten, dem Forum und mir selbst gemacht habe aufbauen können.
I'll be prepared...
Alles Liebe,
Phillipa
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Phillipa: 06.10.2010 20:41.