In erster Linie ist es das Nikotin, das süchtig macht. Denn es
beeinflusst durch die Einwirkung auf das Zentralnervensystem psychische
Prozesse. Wenige Sekunden nach dem Einatmen löst es Glücksgefühle
im Gehirn aus und verursacht schnell einen immer wiederkehrenden
Hunger nach ihm, bis sich ein Zwang und damit eine Sucht nach
diesem Erlebniszustand bildet. Nikotin verbindet die geringe körperliche
Abhängigkeit mit einer stärkeren psychischen Sucht.
Sie müssen für sich den besten Zeitpunkt finden. Grundsätzlich
gilt natürlich: Je früher desto besser und verschoben ist schnell
aufgehoben. Am besten ist ein Phase, in der Sie etwas Zeit für
sich haben. Bedenken Sie dabei auch den Zeitpunkt in der Woche.
Das Wochenende bietet sich an, wenn Sie hauptsächlich am Arbeitsplatz
rauchen oder dort von vielen Rauchern umgeben werden. Unter der
Woche ist zu empfehlen, wenn Sie eher zu Hause rauchen oder das
Wochenende mit rauchenden Menschen verbringen.
Ein erster Schritt kann es sein, wenn Sie Ihre persönlichen Vorteile
des Nichtrauchens einmal auflisten. Wenn Sie sich dann noch bei
Nichtraucher.de über die Nachteile des Rauchens informieren, sollte
Sie eigentlich motiviert genug sein. Während Ihrer Entwöhnung
können Sie Ihren Willen stärken, indem Sie sich einen Schlachtruf
überlegen und diesen in kritischen Momenten laut zu sich selbst
sagen.
Wie verhalte ich mich an meinem ersten
rauchfreien Tag?
Am ersten Tag kann schon eine Zigarette den Rückfall bedeuten.
Sie sollten sich mit angenehmen Dingen auf Trab halten, um diese
Gefahr zu umgehen. Gehen Sie ins Kino, bringen Sie Frische in
Ihre Wohnung und machen Sie sich in kritischen Momenten die Vorteile
des Nichtrauchens bewusst. Auf jeden Fall sollten Sie an diesem
Tag anderen Rauchern aus dem Weg gehen.
Stimmt es, dass mein Körper sich nach
dem Rauchstop
wieder vollständig regenerieren kann?
Eine vollständige Regeneration braucht Zeit, aber schon schnell
werden Sie erste angenehme und wichtige Veränderungen für ihr
Wohlbefinden und Ihre Fitness spüren.
Schon nach einem Tag ohne Rauch verringert sich das Herzinfarktrisiko.
Nach zwei Tagen können Sie schon wieder besser schmecken und riechen.
Nach 2-3 Wochen können Sie schon wesentlich besser durchatmen.
Nach einem Jahr haben sich Ihre Herzkranzgefäße schon wesentlich
erholt. Nach 10 Jahren entspricht Ihr Lungenkrebsrisiko dem eines
Nichtrauchers. Nach 15 Jahren ist Ihr Risiko einen Herzinfarkt
oder Schlaganfall zu erleiden auf dem Niveau eines Nichtrauchers.
Nehmen Sie nicht mehr Kalorien als sonst zu sich und bewegen Sie
sich mehr. Sie können auch versuchen bereits vor der Entwöhnung
ein paar Kilo durch gesunde Ernährung abzuspecken. Während der
Entwöhnung sollten Sie jedoch keine Diät machen, sondern sich
bewusst ernähren, das heißt viel frisches Obst und Gemüse genießen.
Wie kann mir die Community auf Nichtraucher.de
helfen?
Die Community auf Nichtraucher.de kann zur wichtigsten Hilfe für
Ihren Rauchstop werden. Denn Sie müssen nicht allein mit Ihren
Fragen und Problemen bleiben. Gemeinsam fällt das Aufhören leichter.
Möglichkeiten hierzu haben Sie sowohl im Forum als auch durch
direkte Kontaktaufnahme durch gezielte Suche nach Gleichgesinnten.
Oft hilft es auch Ihnen selbst, wenn Sie anderen helfen können.
Darf ich während meiner Entwöhnung Alkohol
trinken?
Gerade wenn Sie ein "Partyraucher" waren, sollten Sie zu Beginn
Alkohol meiden. Denn Ihr Gehirn ist noch darauf programmiert den
Griff zur Flasche mit dem Griff zur Zigarette zu verbinden. Außerdem
ist Alkohol sehr kalorienreich und kann Ihr eventuelles Gewichtsproblem
verstärken. Trinken Sie also einfach mal Wasser, oder wie wär's
mit einem leckeren alkoholfreien Cocktail?
Sie dürfen keine Angst vor Entzugserscheinungen haben. Je weniger
Sie daran denken, desto geringer fallen Sie aus. Betrachten Sie
entsprechende Symptome als hoffnungsvolle Anzeichen Ihrer Heilung.
Konzentrieren Sie sich auf Ihr Alternativprogramm.
Wie werde ich mit meiner Gereiztheit während
des Entzugs fertig?
Gerade wenn Sie in Augenblicken des Stresses zur Zigarette gegriffen
haben, fühlen Sie sich während des Entzugs oft angespannt. Dagegen
hilft Entspannung. Schon mehrmals tief durchatmen hilft. Aber
auch durch Bewegung können Sie Aggressionen abbauen. Auf keinen
Fall sollten Sie Ihre Gereiztheit an anderen auslassen. Machen
Sie sich zuerst bewusst was sie gerade stört oder stresst. Dann
konzentrieren Sie sich auf Ihr eigentliches - in diesem Moment
wichtiges - Ziel. Und schließlich versuchen Sie, angemessen zu
reagieren ohne verletzend zu sein. Sie werden Ihr Ziel erreichen
und natürlich dabei nicht rauchen.
Ja, denn Ihr Nervensystem muss sich erst daran gewöhnen kein Nikotin
mehr zu bekommen. Deshalb können Sie sich etwas matt fühlen. Überwinden
Sie sich und bewegen Sie sich etwas an der frischen Luft. Das
hilft.
Seit ich aufgehört habe zu rauchen, drehen
sich meine Gedanken nur noch um diese Thematik. Was kann ich
dagegen tun?
Sie müssen Sich auf jeden Fall ablenken. Nichtraucher sind Sie
von ganz alleine, deshalb sollten Sie sich mit etwas anderem beschäftigen.
Konzentrieren Sie sich stärker auf Ihre Arbeit oder kümmern Sie
sich um Ihre Hobbys und Freunde.
Seit meinem Entzug träume ich häufig vom
Rauchen. Was hat das zu bedeuten?
Im Traum verarbeitet Ihr Unterbewusstsein Ihre neue Situation
als Nichtraucher. Falls Sie in diesen Träumen rauchen, so bedeutet
das nicht, dass Sie auch in der Realität wieder rückfällig werden.
Im Gegenteil: Freuen Sie sich nach dem Aufwachen, dass alles nur
ein Traum war. In Wirklichkeit sind Sie Nichtraucher.
Ich habe wieder geraucht. Bin ich jetzt
rückfällig geworden?
Es gibt einen Unterschied zwischen Rückfällen und Ausrutschern.
Ein Ausrutscher ist, wenn Sie nachdem Sie aufgehört haben noch
ein oder zweimal zur Zigarette gegriffen haben. Ein Rückfall wäre,
wenn Sie Ihre alten Rauchgewohnheiten wieder aufgenommen hätten.
Geben Sie nach einem Ausrutscher nicht auf. Blicken Sie nach vorne
und denken Sie darüber nach, wie Sie ähnliche Situationen in Zukunft
besser meistern können.
Ich rauche wieder regelmäßig. Warum bin
ich rückfällig geworden?
Sie sind vermutlich wieder in alte Verhaltensmuster zurückgefallen
oder haben sich gelangweilt. Vielleicht hatten Sie auch nicht
genügend Unterstützung aus Ihrem Umfeld. Verbessern Sie Ihre Taktiken
verführerischen Momenten aus dem Weg zu gehen. Kaum jemand hat
es beim ersten Versuch geschafft, aber jeder kann es irgendwann
schaffen.
Jeder kann es schaffen. Sie haben nur noch nicht die richtige
Methode gefunden. Haben Sie es schon mit verhaltenstherapeutischen
Gruppenkursen versucht oder an eine Nikotinersatztherapie gedacht?
Besuchen Sie unsere Community, sie kann Ihnen bestimmt neue Möglichkeiten
aufzeigen.
Passivraucher werden durch die gleichen unmittelbaren und dauerhaften
Gesundheitsschäden wie Raucher beeinträchtigt, wenn auch nicht
so oft und in etwas geringerem Ausmaß. Schätzungen zufolge sterben
jährlich in Deutschland etwa 400 Personen an Lungenkrebs, verursacht
durch Passivrauchen. Wichtig ist zu wissen, dass Passivraucher
nicht nur den vom Raucher ausgeatmeten Rauch einatmen, sondern
auch den sogenannten Nebenstromrauch, der häufig noch mehr Schadstoffe
enthält.
Nein, der "Genuss der Leichtigkeit" ist eine Illusion und gefährdet
Ihre Gesundheit keinesfalls weniger. Raucher von Light-Zigaretten
neigen nämlich dazu, die geringere Nikotinausbeute durch mehr
Zigarettenzüge und tieferes Inhalieren oder sogar durch mehr Zigaretten
auszugleichen. Light-Zigaretten enthalten teilweise sogar einen
stärkeren Tabak, der aber durch Luftlöcher im Filter angeblich
weniger schädlich sein soll.
Stimmt es, dass die Tabakindustrie den
Zigaretten schädliche Zusatzstoffe beifügt?
Ja, die Zigarettenindustrie setzt zunehmend Zusatzstoffe ein,
um Ihnen Ihre Sucht schmackhaft zu machen. Menthol und Lakritz
betäuben den Rachen. Ammoniak und Zucker bewirken eine stärkere
Wirkung des Nikotins und weitere Stoffe machen den Rauch weniger
sichtbar.
Zum einen weil der weltweite Tabakanbau den Regenwald gefährdet.
Ein großer Teil der Tropen wird abgeholzt, um Tabakplantagen zu
errichten oder um Brennholz für das Trocknen des Tabaks zu gewinnen.
Aber auch die Verpackungen der Zigaretten, die Kippen und nicht
zu vergessen die langen Transportwege belasten die Natur.