Falls Sie planen Kinder zu bekommen, reduzieren Sie durch das
Rauchen deutlich ihre Chancen ein gesundes Kind zu zeugen. Rauchen
verändert das Erbgut. Jede Zigarette führt zu Veränderungen
an den DNA-Strängen in den Zellen. Ihr Körper kann zwar
viele davon reparieren, aber nach Schätzungen hinterlässt
jede Zigarette trotzdem rund 10.000 Mutationen und verändert
ihr Erbmaterial.
Als Frau sind ihre Chancen zur Empfängnis gegenüber
Nichtraucherinnen deutlich reduziert, und Sie haben ein erhöhtes
Risiko einer Eileiter- und Bauchhöhlenschwangerschaft.
Da die Gifte im Tabakrauch auch das Erbgut in den Spermien
schädigen, ist die Zeugungsfähigkeit bei männlichen
Rauchern verringert. Die Zahl der Spermien und ihre Beweglichkeit
nimmt durch das Rauchen deutlich ab.
Nach der Befruchtung können die durch das Rauchen geschädigten
Samenzellen zu geringem Geburtsgewicht, spontanen Fehlgeburten,
Erbschäden und erhöhtem Krebsrisiko des Kindes führen.
Schwangerschaft
Durch das Rauchen in der Schwangerschaft machen werdende Mütter
ihre Kinder schon während der Schwangerschaft zu Rauchern.
Durch die Verbindung mit der Nabelschnur nehmen die Embryos die
Giftstoffe des Tabakrauchs bereits im Mutterleib auf. Dadurch
steigt das Risiko einer Tot- oder Fehlgeburt um bis zu 50 Prozent.
Weitere Risiken des Rauchens in der Schwangerschaft sind die
erhöhte Gefahr des plötzlichen Kindstodes und das
Risiko von Langzeitschäden beim Neugeborenen.
Auf das Rauchen zu verzichten hat unmittelbar Vorteile unabhängig
vom Alter und von möglicherweise schon vorhandenen Gesundheitsschäden
durch den Nikotinkonsum. Die Chancen für eine unkomplizierte
Schwangerschaft steigen; die Häufigkeit von Husten und
Erkältungskrankheiten nehmen ab. Die Blutzirkulation wird
sich verbessern, das Atmen fällt leichter und der Körper
wird fitter, was übrigens bei der Geburt durchaus von Vorteil
ist.
Rauchen und Kinder
Rauchende Eltern machen ihre Säuglinge und Kleinkinder zu
Passivrauchern. Durch die Belastung mit den im Rauch enthaltenen
Schadstoffe leiden Kinder rauchender Eltern unter anderem unter
Asthma und anderen Atemwegserkrankungen, Allergien, Erkältungskrankheiten
und Neurodermitis.
Wenn Sie das Rauchen aufgeben, erhöhen sie auch die Wahrscheinlichkeit,
dass ihre Kinder nicht zu Rauchern werden. Eine Studie belegt,
dass die Raucherentwöhnung der Eltern einen direkten Einfluss
auf das Rauchverhalten der Kinder hat. Demzufolge fangen Kinder
von Ex-Rauchern als Erwachsene seltener an zu rauchen als die
von Rauchern. Heranwachsende Raucher geben ihre Sucht eher auf,
wenn die Eltern den Entzug geschafft haben.
Wussten Sie schon?
Die in Zigaretten enthaltenen Giftstoffe lösen eine ganze Reihe an Krankheiten aus oder begünstigen die Wahrscheinlichkeit, dass Sie an ihnen erkranken.