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Rauchsucht

Alles, was angenehme Empfindungen bei uns hervorruft, kann letztendlich auch zu einer Suchtentwicklung führen. Denn Sucht meint den unabweisbaren Zwang nach einem bestimmten Erlebniszustand. Nikotin kann ein Wohlgefühl vermitteln und damit das Rauchen zur Sucht machen. Es erzeugt eine Macht der Erwartung und die Einbildung, rauchen verschaffe Vergnügen. Dann leiden Sie an der Überzeugung rauchen zu müssen und haben damit Ihre Eigenkontrolle und letztlich Ihre persönliche Freiheit verloren.

Ursachen der Nikotinabhängigkeit gibt es verschiedene. Dabei ist die genetische Veranlagung noch die geringste. Vielmehr sind versteckte seelische Konflikte und das Beziehungsumfeld für Ihre Sucht entscheidend. Da die Folgen der Rauchsucht jedoch gesellschaftlich weitgehend akzeptiert werden, und das Leiden in aller Stille verläuft, werden Raucher allgemein nicht als krank bezeichnet. Die Folgen der Sucht werden erst nach vielen Jahren offensichtlich. Das macht die Nikotinfalle so riskant.

Sie brauchen sich aber nicht hinter Ihrer Abhängigkeit zu verstecken, denn Sucht hat nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun. Sie sind auch nicht besser als andere, die an dieser Volkskrankheit leiden und können genauso gut sein wie all die vielen Ex-Raucher. Grund Ihres anhaltenden Nikotinkonsums ist Ihre irrationale Angst vor Verlangensattacken, Entzugserscheinungen und dem Verzicht auf den angeblichen Genuss. Sie meinen dem Leben ohne Rauch nicht gewachsen zu sein und die angewöhnten Rituale zu vermissen. Wahrscheinlich fühlen Sie sich oft Hin- und Hergerissensein zwischen der Befürchtung, nicht mehr rauchen zu dürfen und weiter rauchen zu müssen.

Geben Sie einfach endlich zu, rauchkrank zu sein. Der Glaube Zigaretten würden schmecken ist nur eine einstudierte Ausrede. Rauchen hat wesentlich mehr Nach- als Vorteile und ist ein selbstverletzendes Verhalten, dass Ihrer Selbstverwirklichung im Wege steht. Eine Zigarette nimmt sehr viel und gibt sehr wenig. Sie können lernen Nichtraucher zu sein. Auch die neueste Hirnforschung belegt, dass Ihr Gehirn immer noch strukturell formbar ist. Die Ausrede, dass ein Aufhören wegen der Veränderungen im Gehirn aussichtslos sei, ist nicht zu halten. Ordnen Sie Ihren Verstand also nicht länger Ihrer Sucht unter.

Suchtentwicklung

Die Entwicklung eines Nikotinmissbrauchs kann sehr unterschiedlich verlaufen, da die einzelnen Gründe von Person zu Person unterschiedlich ausgeprägt sein können. Wer das Rauchen nach wenigen Zigaretten jedoch nicht einstellt wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Raucher. Der Schritt vom ersten Rauchen aus Neugier über das gelegentliche Rauchen hin zum täglichen Gewohnheitsrauchen ist oft sehr kurz.

Der Beginn einer Raucherkarriere liegt oft in der bloßen Beobachtung. Häufig erleben schon Kinder wie ihre Eltern rauchen, sehen Raucher im Fernsehen und in der Werbung oder beobachten Freunde, die rauchen. Daraufhin erfolgt der Griff zur Zigarette, denn Mann und leider auch immer mehr die junge Frau möchte dazugehören, erwachsener wirken oder einfach cool sein. Wie häufig diese Art der Suchtentwicklung ist, belegt das durchschnittliche Einstiegsalter von 11,6 Jahren. Nach einer Experimentierphase kommt oft schnell die Gewöhnung und die Sucht. Sehr rasch steckt man in der verhängnisvollen Liebesaffäre zur Zigarette. Wie weit diese unglückliche Beziehung in Deutschland verbreitet ist, macht die Zahl von etwa 20 Millionen Raucher und Raucherinnen deutlich.

70% der Erwachsenen in Industrieländern sagen aber auch, dass sie es bereuen, mit dem Rauchen begonnen zu haben, und dass sie das Rauchen gerne aufgeben würden. Dabei ist das Leid mit dem Abgewöhnen und dem Wiederanfangen typisch. Denn der menschliche Körper und Geist haben sich an die Wirkung des Nikotins gewöhnt und verlangen nach ihr. Bei der Suchtentwicklung zeigt der Körper die Neigung dies schrittweise zu tolerieren und zu fordern. Der geliebten Zigarette "danach" kann zunehmend alles vorangestellt werden. Durch die häufige Wiederholung des Rauchverhaltens, durch die sich beispielsweise ein Raucher, der 20 Zigaretten am Tag raucht, 200 mal am Tag eine Nikotindosis zuführt, verfestigt sich die Abhängigkeit. Der blaue Dunst hat jedoch im Vergleich zu härteren Drogen kaum persönlichkeitsverändernde Folgen. Das frühe und regelmäßige Rauchen gilt aber als deutliches Anzeichen einer späteren Suchtentwicklung mit anderen Drogen.


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Die körperliche Entwöhnung vom Nikotin verläuft rasch. Innerhalb weniger Tage wird der Giftstoff fast vollständig abgebaut.
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