Für Raucher ist es von noch größerer Bedeutung als für Nichtraucher
regelmäßige Lungenkrebs-Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch zu
nehmen. Viele Raucher scheuen sich davor, sich solchen Vorsorgeuntersuchungen
zu unterziehen, obwohl die Zahlen für sich sprechen. Etwa 90 Prozent
aller Lungen-
und Bronchialkrebsfälle sind auf den Zigarettenkonsum zurückzuführen.
Zwischen 25 und 30 Prozent der Erkrankungen enden mit dem Tod.
Eine neue Vorsorgeuntersuchung
für Raucher, die virtuelle Bronchoskopie, kann so manchen
Krankheitsfall ans Tageslicht bringen und wird auf schonende Art
und Weise durchgeführt.
Bei dieser Art der Bronchoskopie wird die Beschaffenheit der Luftröhre
und des Bronchialsystems genau überprüft. Dabei wird systematisch
nach Tumoren oder Veränderungen der Schleimhaut gesucht. Die dabei
entstehenden zweidimensionalen Schichtbilder werden mit einer
Spezialsoftware zu farbigen 3d-Ansichten zusammengesetzt. Der
untersuchende Arzt kann so eine genaue Diagnose stellen.
Hinzu kommt eine weit gefächerte Untersuchung des Sputums, einer
Absonderung der Bronchien. Das Sekret wird mikroskopisch, makroskopisch
und mikrobiologisch, auf für Lungenerkrankungen typische Eigenschaften
hin, untersucht. Zahlreiche Erkrankungen von Lungen und Bronchien
lassen sich dadurch zuverlässig diagnostizieren.
Mehr Hintergrundinformationen zu Vorsorge und Diagnostik gibt
es
hier.
Wussten Sie schon?
Passivraucher werden durch die gleichen unmittelbaren und dauerhaften Gesundheitsschäden wie Raucher beeinträchtigt, wenn auch nicht so oft und in etwas geringerem Ausmaß.