Raucher gehören vor die Tür

23.03.2010 10:03
Rauchen in Innenräumen ist offenbar deutlich gefährlicher, als bislang angenommen. Einer aktuellen Studie amerikanischer Forscher zufolge setzt das im Zigarettenrauch enthaltene Nikotin durch die Reaktion mit Oberflächen und Staubpartikeln zusätzliche, höchst krebserregende Stoffe frei, die in der Zigarette selbst gar nicht enthalten sind. Kinder, die diese Stoffe über die Haut aufnehmen, sind besonders gefährdet.

Einem Bericht der Apotheken-Umschau vom Februar dieses Jahres zufolge hat Zigarettenrauch in Innenräumen deutlich schlimmere Folgen für Beteiligte und Unbeteiligte, als bisher bekannt. Das Gesundheitsmagazin beruft sich bei seinem Bericht auf eine Studie von Forschern des USamerikanischen 'Berkeley Lab'. In einer Laboruntersuchung gingen diese den langfristigen Wirkungen des Rauchens in Räumen nach. Die Ergebnisse sind gewohnt unangenehm: offenbar reagiert Nikotin mit Oberflächen und Staubpartikeln und setzt dadurch krebserregende Stoffe frei, die in einer Zigarette selbst gar nicht vorkommen. Diese 'Nitrosamine' gehören zu den wirksamsten und gefährlichsten krebserregenden Stoffen, die beim Rauchen entstehen.

Problematisch ist vor allem die Wirkungsdauer der Reaktionen. Dem Bericht zufolge kann sich das Nikotin über lange Zeit an Wänden und anderen Flächen halten und so auch Monate nach dem Abbrennen einer Zigarette noch wirken. Geschädigt werden neben den Rauchern selbst also auch Nichtraucher, die sich in ehemals verrauchten Räumen aufhalten. Insbesondere Kinder nehmen die Nitrosamine sehr leicht über die Haut auf. Das Fazit für Raucher: Wer außer seinen eigenen Lungen nicht auch noch die Unbeteiligter schädigen will, sollte sich zum Rauchen grundsätzlich ins Freie begeben.

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