Neue Studie zum Thema Rauchen kritisiert Schockbilder und Warnungen auf Zigarettenschachteln

25.11.2014 12:11

Eine neue Studie von Darren Mays im „Nicotine and Tobacco Research“ zeigt, dass eine positive Ansprache des Rauchers deutlich mehr Wirkung erzielt, als die herkömmlichen Anti-Rauch-Kampagnen. Zwar zeigen Schockbilder und ausformulierte Warnungen kleine Ergebnisse, erreichen aber nur einen Teil der Raucher. In Zukunft solle daher den Konsumenten der gesundheitliche Nutzen verdeutlicht werden, den sie hätten, wenn sie mit dem Rauchen aufhören würden.

„Nichtraucher werden“- Botschaften überall ähnlich

Entgegen den Ergebnissen der aktuellen Studie sind Zigarettenschachteln in fast allen Ländern dieser Erde ähnlich gestaltet. Die meisten zeigen abschreckende Bilder mit verstümmelten Füßen und Armen. Außerdem gibt es häufig einen großen Schriftzug, in welchem das Rauchen kritisiert wird und die Folgen verdeutlicht werden. Das soll zu einem Rauchstopp innerhalb der Bevölkerung führen und die Risiken verdeutlichen. Die neue Studie von Darren Mays zeigt aber noch einen anderen Weg. Man müsse die Vorteile des Nichtrauchens aufzeigen und so an die Vernunft der Menschen appellieren. Dieser Weg soll der Studie zufolge deutlich effektiver sein.

Mit dem Rauchen aufhören – positive Botschaften wirken besser

Fakt ist, dass das Leben rauchfrei deutlich angenehmer ist. Deswegen solltest auch du zum Nichtraucher werden! In der Studie von Darren Mays wurden 740 Menschen dahingehend befragt, welche Wirkungen die Botschaften auf den Zigarettenschachteln auf sie haben. Hier zeigte sich, dass weder die Bilder, noch die Warnungen einen Effekt auf alle Raucher erzielt haben. Bei der positiven Ansprache fühlten sich wiederum fast alle angesprochen und fingen an, über die Problematik nachzudenken.

Mehrere Botschaften auf einer Zigarettenpackung

Die Europäische Union treibt die Verbreitung von weiteren Schocknachrichten an. Ab 2016 sollen 65 Prozent der Verpackungen mit Hinweisen oder Bildern abgedeckt sein. Unter anderem stehen dann auch neue Bilder wie Raucherlungen oder schwarze Füße auf den Packungen. Die Warnhinweise werden auch deutlich größer als bisher. Trotzdem ist Darren Mays im „Nicotine and Tobacco Research“ sicher, dass nur eine Mischung aus kritischen und positiven Ansprachen wirklich alle Menschen erreichen könne. Alles andere habe nur einen Effekt auf einen geringenTeil der Bevölkerung.

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