Die Vorteile des Nichtrauchens

06.01.2015 11:01

Welcher Raucher kennt es nicht? Immer wieder kreisen die Gedanken um das Aufhören und mit Sicherheit hast auch du schon die ein oder andere Methode ausprobiert, um endlich Nichtraucher zu werden. Oftmals halten Raucher die Rauchentwöhnung leider nicht konsequent durch, obwohl es eine Vielzahl von Gründen gibt, die bezüglich des Aussehens, der Gesundheit, der Psyche und des finanziellen Aspektes für das Durchhalten sprechen.

Viele Gründe, um mit dem Rauchen aufzuhören

Geld sparen, gesünder leben, besser riechen, Vorbildfunktion sein, weißere Zähne oder schönere Haut haben- es gibt viele Gründe, die für ein rauchfreies Leben sprechen. Für Raucher existieren daher zahlreiche Angebote, um vom Glimmstängel wegzukommen und ihrer Sucht zu entsagen. Häufig mangelt es allerdings an der nötigen Konsequenz, da die Sucht und das Verlangen nach einer Zigarette einfach zu stark sind. Wichtig für eine erfolgreiche Rauchentwöhnung ist deshalb die Kenntnis über die unzähligen gesundheitlichen Risiken. Oftmals ist Rauchern nur im Unterbewusstsein klar, wie sehr sie ihrem Körper schaden - äußerlich wie innerlich - und welchem Krebsrisiko sie sich aussetzen. Zusätzlich bietet ein Rauchstopp weitere Vorteile: Nichtraucher leben länger und sparen Geld, denn rauchen kostet viel Geld und Lebenszeit.

Motivation ist die beste Voraussetzung

Wer ein rauchfreies Leben führen möchte, sucht oft nach einer reizvollen Motivation. Neben den gesundheitlichen, psychischen und äußerlichen Vorteilen stellt auch der Gedanke ans eigene Portemonnaie einen Anreiz dar, Nichtraucher zu werden. Die Ausgaben für Zigaretten und Tabakprodukte steigen stetig, da die Tabaksteuer in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht wurde. Eine Reduzierung der Tabaksteuer gilt aufgrund der Signalwirkung, mit Blick auf die gesundheitlichen Schäden als ausgeschlossen, sodass Raucher mit konstant hohen Ausgaben rechnen müssen. Da das Rauchen zusätzlich mit Folgekosten verbunden ist, wenn zum Beispiel gesundheitliche Probleme behandelt werden müssen, ist ein früher Nikotinentzug die beste Geldanlage.

Je später eine Rauchentwöhnung vorgenommen wird, desto schwieriger ist der Entzug. Dieser späte Entzug kann ebenfalls sehr kostspielig werden, da tiefer greifende Behandlungsmethoden in Anspruch genommen werden müssen. Diese Behandlungsmethoden können von Programmen wie „Hypnose zur Rauchentwöhnung“ bis hin zu medizinischen Alternativen reichen. Dennoch lohnt sich sowohl imeer die Investition, als auch die Suche nach Alternativen, die dir ein rauchfreies Leben ermöglichen. Auch Internetforen und -portale sind eine geeignete Möglichkeit, um gemeinsam mit Gleichgesinnten mit dem Rauchen aufzuhören und dadurch die eigene Motivation zu erhöhen. Der gegenseitige Austausch über Erfolge und Etappensiege unterstützt dein Vorhaben und erleichtert es dir, an deiner Rauchentwöhnung festzuhalten. Denn gemeinsam ist man stark.

Rauchfrei zu einem gesünderen Aussehen

Dass sich das Aussehen durch das Rauchen verändert, betrifft Männer wie Frauen gleichermaßen. Im Gesicht sind die Auswirkungen des Rauchens besonders schnell erkennbar. Lid- und Tränensäcke hängen tiefer und um den Mund herum bilden sich tiefere Falten. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Augenlider von Rauchern geschwollener sind als die der Nichtraucher. Die Zähne verfärben sich gelb und tragen zu einem ungepflegten Aussehen bei. Zusätzlich leidet das Zahnfleisch unter dem Rauch, es ist anfälliger für Verletzungen und Blutungen, darüber hinaus nutzt sich Zahnschmelz schneller ab. Nicht nur die Zähne verfärben sich gelblich, auch die Nägel und Finger werden vom Nikotin verfärbt. Nur der Rauchstopp trägt dazu bei, Fingern und Nägeln ein natürliches Erscheinungsbild zurückgegeben. Auch die Haut altert schneller durch den Rauchkonsum, da die Giftstoffe in einer Zigarette der Haut ihren Glanz und ihre Frische nehmen.

Besonders nach Unfällen und chirurgischen Behandlungen zeigen sich oft die Folgen des Rauchens: Die Wundheilung dauert deutlich länger und Narben hinterlassen auffälligere Spuren. Zudem nimmt die Elastizität der Haut ab, weshalb Dehnungsstreifen bei kurzzeitiger Gewichtszunahme oder nach einer Schwangerschaft zum dauerhaften Ärgernis werden können. Studien haben ergeben, dass Raucher häufiger mit Haarausfall zu kämpfen haben, als Nichtraucher. Auch dünneres und graues Haar kann eine Folge des Zigarettenkonsums sein. Da das Immunsystem von Rauchern geschwächter ist, leiden sie häufiger an Warzenbildung, die vor allem an gut sichtbaren Stellen störend sein können. Pickel und Entzündungen sind ebenfalls ein typisches Raucherproblem, da das Rauchen die Talgdrüsen stimuliert und die unerwünschte Talgproduktion dadurch gefördert wird.

Nichtraucher werden ohne Gewichtszunahme

Was vor allem Frauen vom Rauchstopp abhält, ist die Befürchtung, Gewicht zuzunehmen. Doch um einer Gewichtszunahme entgegen zu wirken, gibt es viel bessere Möglichkeiten als weiterhin zu rauchen. Sportkurse oder der Umstieg auf das Fahrrad tragen darüber hinaus zu einer konstanten Kondition bei. Auch eine gesunde Ernährung kann dir dabei helfen, dein Gewicht zu halten. Somit schlägst du nicht nur zwei Fliegen mit einer Klappe. Abgesehen von den äußerlichen Veränderungen und Risiken trägt jeder Zug an einer Zigarette auch zu innerlichen gesundheitlichen Problemen bei. Männer riskieren ihre Potenz, da durch den gestörten Blutzufluss Erektionsstörungen auftreten können. Auch die Qualität der Spermien wird in puncto Mobilität und Struktur der Zellen in Mitleidenschaft gezogen. Bei Frauen wird hingegen die Ausschüttung des Östrogenhormons gemindert, was die Lust auf Sex unbewusst hemmt.

Je nach Typ führt das Rauchen auch zu innerer Unruhe und Nervosität. Jede Zigarette verengt die Blutgefäße für mehrere Stunden - durch diese Gefäßverengung wird nicht nur der Blutdruck erhöht, auch Krampfadern und eine schnellere Abkühlung von Händen und Füßen sind die Folge. Raucher setzen sich zudem einer erhöhten Krebsgefahr aus. Lungenkrebs tritt bei Rauchern als häufigste Krebserkrankung auf. Krebs gilt in Deutschland als die zweithäufigste Todesursache, die komplizierte Behandlung dieser Krankheit unterstreicht dies deutlich. Raucher, die ihre Nikotinsucht überwunden haben, verringern das Lungenkrebsrisiko bereits nach zehn Jahren um etwa 50 %. Auch Kehlkopfkrebs, Speiseröhrenkrebs und Mundhöhlenkrebs sind häufig Ursache des Tabakkonsums. Gelingt es Patienten, mit dem Rauchen aufzuhören, stabilisiert sich der Kreislauf bereits nach wenigen Wochen, die Lungenfunktion nimmt spürbar zu und Puls sowie Blutdruck sinken auf normale Werte.

Mit dem Rauchen aufhören - und endlich wieder durchatmen

Raucher schädigen außerdem ihre Atemwege. Zu den Erkrankungen der Atemwege zählen unter anderem die Schwächung der Lungenstruktur und eine chronische Bronchitis. Circa 90 % dieser Erkrankungen sind auf das Rauchen zurückzuführen. Sofern ein Rauchstopp nicht konsequent durchgehalten wird, kann Asthma ebenfalls eine dauerhafte Erkrankung sein, mit der Raucher zu kämpfen haben, da der Körper aufgrund der vielen Giftstoffe anfälliger für allergische Reaktionen ist. Für zahlreiche Herz-Kreislauf-Erkrankungen gilt Rauchen ebenso als Hauptursache. Die Giftstoffe belasten vorwiegend das Hirn, die Beine, die Nieren und das Herz. Deshalb ist Nichtrauchen die effektivste Vorbeugemaßnahme gegen Herzinfarkte und Schlaganfälle, da der Gefäßverschluss sukzessive verringert wird. Im Übrigen sind auch Passivrauchende von den gesundheitlichen Risiken betroffen. Wer also aufhört zu rauchen, tut nicht nur seinem Körper etwas Gutes, sondern entlastet auch die Mitmenschen in seiner Umgebung.

Ein rauchfreies Leben bringt ebenfalls psychische Vorteile mit sich. Nichtraucher setzen sich nicht mehr dem Stress aus, mit dem Rauchen aufhören zu wollen. Häufig finden sich Raucher in einem Teufelskreis wieder, der sie von der einen Stresssituation zur nächsten treibt. Als Nichtraucher führst du also ein stressfreieres Leben und musst dich darüber hinaus nicht mehr rechtfertigen, warum du rauchst und warum du nicht einfach aufhören kannst. In Restaurants oder Cafés musst du die unterhaltsame Gesprächsrunde nicht mehr verlassen, um deiner Sucht zu frönen. In Situationen, in denen Raucher für längere Zeit nicht rauchen können – beispielsweise bei einem Langstreckenflug – wird der zeitliche Entzug oft zur unerträglichen Qual.

Als Nichtraucher umgehst du die ständigen Gedanken an die nächste Zigarette und kannst dich besser auf die wichtigen Dinge des Lebens konzentrieren. Nichtraucher sind deshalb besonders in langen Prüfungssituationen erfolgreicher. Auch werden bestimmte Situationen wie eine Arbeitspause oder der Kaffeegenuss am Morgen nicht mehr ausschließlich mit dem Glimmstängel verbracht.

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