Höhere Krankenkassenbeiträge für Raucher?

Fast die Hälfte der deutschen Bundesbürger fänden es angemessen, dass die Krankenversicherungen einen höheren monatlichen Beitrag von den Zigarren-, und Zigarettenrauchern/innen verlangen sollten. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstitut Infratest Dimap aus dem Jahre 2005.

Die Gründe für die Forderung nach höheren Krankenkassenbeiträgen für Raucher, ist das stark erhöhte Krankheitsrisiko gegenüber den Nichtrauchern. Schon der Konsum von nur ein bis vier Zigaretten am Tag erhöht die Anfälligkeit für Krankheiten aller Art. Das Statistisches Bundesamt geht davon aus, dass Raucher etwa 30% bis 40% häufiger an Krankheiten leiden als Nichtraucher. Dies verursacht Hohe zusätzliche Kosten für die Versicherungen. Dabei sind die gesundheitlich schädlichen Folgen des Passivrauchens noch nicht einmal mit eingerechnet, welche sich quantitativ auch kaum erfassen lassen. Gründe genug den Raucher zusätzlich zur Kasse zu bitten.

Erste Schritte in diese Richtung wurden bereits getätigt. Die im Februar 2007 verabschiedete Gesundheitsreform sieht vor, dass die Krankenversicherungen unterschiedliche Tarife anbieten und von den Krankenkassenmitgliedern individuell ausgewählt werden dürfen. Raucher müssen dabei höhere Beiträge befürchten. Wer das Rauchen aufgibt, erhöht nicht nur die Chance auf ein längeres und gesünderes Leben, er spart auch zusätzlich noch eine Menge Geld.

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